LSD+Ketamin | Ich hab vergessen wer ich bin!

1
Gestern war es für mich an der Zeit für eine Reise Mit LSD und 2F-Ketamin! :rocker:
Bisher hatte ich die Kombination nur im Lowdose-Bereich getestet und wollte das Ganze nun mal in einer höheren Dosis testen.
Ich werde in diesem Bericht allerdings nur auf einige Punkte eingehen, die besonders eindrucksvoll waren und an die ich mich noch erinnern kann. – ich kann schonmal vorwegnehmen,
dass es eine unfassbar mindblowende Erfahrung war, jedoch kann ich mich keineswegs mehr an alle Details oder deren chronologische Abfolge erinnern,
da das Keta nun mal eine ziemliche Einschränkung des Kurzzeitgedächtnisses zur Folge hat.
Nachdem 200 μg LSD unter meiner Zunge landeten, legte ich mich erstmal für die kommenden 3 h auf die Couch,
lauschte der Musik, verschmolz allmählich mit dem Raum und reflektierte über mein Leben und all die Geschehnisse, die sich in den letzten Wochen so zugetragen haben.
Am Ende dieser 3 h öffnete ich ein Dachfenster, schaute hinaus und beobachtete einen Vogelschwarm, der im Sonnenuntergang immer zu ein nahegelegenes Hochhaus umkreiste. – das war wirklich wunderschön.

Als ich dann nach den besagten 3 h auf dem Höhepunkt des LSD-Trips war, legte ich mich in mein Bett, machte ganz ruhigen Ambient an, begab mich in die Embryo-Haltung und applizierte mir 90 mg 2fdck (mal wieder rektal, die Gründe dafür habe ich bereits in einem vorangegangenen Bericht erläutert).

Es ging dann alles ziemlich schnell, zunächst fing alles an zu summen und für einen Moment hätte ich das Anfluten der Wirkung nicht von der Wirkung unterscheiden können,
die kurz nach dem Inhalieren von DMT eintritt.
Es bildeten sich unfassbare geometrische, DMT-artige, Kathedralen um mich herum.
Ich verlor mich völlig in dieser heiligen Geometrie und verlor binnen weniger Sekunden jegliches Gefühl für meinen Körper oder überhaupt dafür ein Mensch zu sein.
AcrobaticAnnualCoelacanth-max-1mb.gif AcrobaticAnnualCoelacanth-max-1mb.gif 219 mal betrachtet 725.88 KiB
Etwas später intensivierte sich dieser Teil des Trips nochmal enorm. Ich konnte jetzt nicht nur diese dreidimensionalen Gebilde beobachten,
sondern ich wurde zu diesen Gebilden. Ich spürte mich selbst als absolut alles um mich herum und das Verrückteste daran war, dass die Erfahrung zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr dreidimensional war,
sondern mehrdimensional! Ich kann keine genaue Anzahl nennen, jedoch waren weitaus mehr als nur drei Raumachsen vorhanden. Völlig unglaublich!

An einem anderen Punkt der Wirkung wurde die gesamte Existenz, die ich selbst verkörperte, zu einem gigantischen feurig roten Strudel, der aus der puren Liebe bestand.
Ich, also der Strudel kreiste immer schneller, um irgendwann zu einem Punkt zu kommen an dem dieser Strudel explodierte.
Er dehnte sich immer zu weiter aus und meine Liebe schloss immer mehr ein. Das ging bis zu einem Punkt an dem kein Aspekt der gesamten Existenz nicht von meiner Liebe umhüllt war.
Es war eine Einheitserfahrung der ganz besonderen Art. :herzen:
Bild
An einem weiteren Punkt hatte ich kurz wieder ein Gefühl oder sagen wir besser eine Idee für meinen menschlichen Körper.
Auf einmal wurde mein Bewusstsein aus meinem Körper gedrückt. Ich nahm meinen Körper dann aus etwas Entfernung als so eine schwarzgraue Hülle war und fragte mich: „Wer ist das?“
Es kamen dann total skurrile Gedankenfetzen in meinen Kopf. „Ich habe mich aus mir selbst ausgesperrt!“ „Ich habe vergessen wer ich bin!“
Solch eine Egoauflösung hatte ich wirklich noch nie. Ich würde es eher Egovergessen nennen. Ich grübelte wirklich kurz darüber nach wer ich denn jetzt nochmal war, aber es sollte mir einfach nicht mehr einfallen.
Bild
Dieser K-Hole Zustand wurde übrigens durch das LSD nicht nur enorm verstärkt, sondern auch verlängert.
Ich befand mich auch nach dem Hole noch in einem ziemlichen Zustand, aber anhand der Uhr würde ich sagen, dass das Hole ungefähr doppelt so lang war, wie bei Keta im Monokonsum.

Als ich dann allmählich zurückkehrte ging ich erstmal auf die Toilette. Das war auch ganz merkwürdig.
Ich lag im Bett und konnte auf einmal jedes meiner Organe einzeln, also separiert voneinander wahrnehmen und merkte bei meiner Blase, dass da etwas raus muss.
Beim Toilettengang hatte ich ziemliche Schwierigkeiten nicht umzufallen, aber es klappte alles ganz gut.
Ich legte mich wieder ins Bett und kam dann für die nächsten 3 h in einen total reflektiven Zustand, in dem ich einen sehr objektiven Blick auf mein Leben und all die Menschen bekam,
die ich in den letzten Monaten kennengelernt habe. Diesen distanzierten, objektiven Blick auf mein Leben kenne ich schon vom Keta, allerdings fügte das LSD so eine ganz eigene emphatische Note hinzu.
Ohne das LSD kenne ich das so, dass die Gedanken auf Keta wohl sehr objektiv, aber eben auch sehr kalt und gefühllos sind, das war hier definitiv anders.

Nach diesem Teil des Trips begab ich mich dann wieder auf die Couch, wo der ganze Trip begonnen hatte und aß zum ersten Mal an diesem Tag etwas und rauchte noch etwas Cannabis,
so wie ich es eben gerne nach Ketamin mache, um das Comedown etwas angenehmer zu machen und um müde zu werden.

Eine Frage die ich mir aktuell stelle ist noch, was mir solch eine Erfahrung im Vergleich zu einem LSD-Trip im Monokonsum bringt.
Bei LSD, DMT, etc. habe ich für gewöhnlich ein sehr gutes Erinnerungsvermögen, das ist bei diesem Trip natürlich anders.
Naja ich werde wohl in der kommenden Zeit sehen was diese Erfahrung mit mir macht, meine letzte Reise mit LSD+Ketamin wird es jedenfalls nicht gewesen sein, soviel ist klar! Das hat mich wirklich beeindruckt.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 1 Gast