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raterz
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Re: Schwierige Erfahrungen mit Ayahuasca integrieren

24. Jan 2013, 13:01

dieses ding, was da in deinem energie körper sitzt, war vorher aber ncht da? ein schamane könnte dir das ding einfach so entfernen - oder du änderst deine energiestruktur, so dass du unpässlich bist für diesen sauger.
das ganze hat also mit dir und nicht mit dir zu tun. der zeremonienmeister hat euch (in meinen augen) nicht ausreichend geschützt.

Bild

da sieht man das auch ganz deutlich: die trinker werden durch im kreis sitzende geister beschützt. außen fliegt ein geist mit einer waffe herum.
du bist nicht die erste, der sowas passiert, weil der schutz gefehlt hat.

auf relativer ebene ist das kampf & krieg. auf absoluter ebene geht es darum etwas zu lernen. da gibt es kein schlecht oder gut. (trotzdem heilt ein schamane auch auf relativer ebene)

man kann auch selbst-extraktionen durchführen. geeignete objekte sind dafür quarze oder bergkristalle. allerdings ist das eher fortschrittlich und nicht immer von erfolg gekrönt.
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Erraphex
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Re: Schwierige Erfahrungen mit Ayahuasca integrieren

24. Jan 2013, 13:18

Schönes Bild. :)

Ich weiss nicht, ob "es" immer sofort entfernt werden kann. Habe das Gefühl, dass es manchmal eine gewisse Vorarbeit braucht, bis "es" entfernt werden kann.

Und dann ist ja auch die Frage, ob nicht erst die Wahrnehmung dieser Energie ermöglicht wurde (und damit die Energie schon viel länger "da war") / Kontakt dazu hergestellt wurde (imho ein wesentlicher Schritt) oder tatsächlich diese Energie wirklich "neu" ist...

...tendiere in diesem Fall auf ersterem. Zum einen, weil ich "eine Art Energiewesen / Dämon / 30 Jahre gespeicherte Traumataenergie / whatever, auch sehr viele Jahre durch die Gegend trug (und mir die Beschreibung daher bekannt vorkommt) und zum anderen auch ein sehr großes Vertrauen in die Fähigkeit der durchführenden Schamanen habe.
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Re: Schwierige Erfahrungen mit Ayahuasca integrieren

24. Jan 2013, 13:50

Bin mir sehr sicher dass da kein Sauger in der Zeremonie (neu) dazu kam.

Die getriggerten Komplexe sind dir ja nicht neu, nur die Stufe der Intensität.
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aneurysma
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Re: Schwierige Erfahrungen mit Ayahuasca integrieren

24. Jan 2013, 14:13

Ja, wirklich schönes Bild :)
raterz hat geschrieben:dieses ding, was da in deinem energie körper sitzt, war vorher aber ncht da? ein schamane könnte dir das ding einfach so entfernen - oder du änderst deine energiestruktur, so dass du unpässlich bist für diesen sauger.
das ganze hat also mit dir und nicht mit dir zu tun. der zeremonienmeister hat euch (in meinen augen) nicht ausreichend geschützt.
Ich würde sagen, es war schon vorher da. Im Solarplexus-Bereich spüre ich schon seit immer jedes Gefühl, nur eben noch nie so stark. Während der Zeremonien habe ich alle möglichen inneren Konflikte und Ängste durchgemacht und gemerkt, wie sich alles dort angesammelt, verdichtet und verknotet hat - denke also schon, dass es mit meiner Biographie zusammenhängt. Energiestruktur ändern, wie? Ich versuche im Moment, mich mehr auf die unteren Energiezentren zu konzentrieren und überhaupt mehr Bewusstheit in andere als die "gewohnten" Körperregionen fließen zu lassen, außerdem eben immer mehr im Bauch und an anderen blockierten Stellen loszulassen. Ist aber ein sehr langsamer Prozess...
Habe mir dann auch von der Schamanin den Bauch massieren lassen, hat aber meinem Gefühl nach nichts an der Energie ändern können.
Zu letzterem Punkt: In der für mich schlimmsten Nacht war der eine Schamane krank und konnte nicht an der Zeremonie teilnehmen, und dann waren da noch ein paar andere problematische Aspekte, die die Atmosphäre mMn beeinträchtigt haben, vielleicht hat das eine gewisse Rolle gespielt. :nixplan: Aber trotzdem tendiere ich dazu:

Erraphex hat geschrieben: "...eine Art Energiewesen / Dämon / 30 Jahre gespeicherte Traumataenergie / whatever, auch sehr viele Jahre durch die Gegend trug (und mir die Beschreibung daher bekannt vorkommt) und zum anderen auch ein sehr großes Vertrauen in die Fähigkeit der durchführenden Schamanen hatte.
Ja, es fühlt sich wie etwas an, was ich schon lange mit mir herumtrage, das ich bisher aber einigermaßen regulieren oder vielmehr abwehren konnte.

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Re: Schwierige Erfahrungen mit Ayahuasca integrieren

24. Jan 2013, 15:20

energetische defizite sind - imo. - vorraussetzung für solche besetzungen. deshalb haben krankheiten immer auch viel mit der psyche zu tun (sofern es keine umweltvergiftungen sind)
.. die entität kann nun an solchen strukturellen defiziten ansetzen und dir noch mehr energie saugen, d.h. die defizite werden dann noch grösser.
oder es kamen halt andere schmarotzer dazu.

wie man seinen energiekörper verändert? meditation & imagination bspw.. und damit natürlich anschliessend genau so wichtig: denk- und verhaltensmuster und emotionen. wie man so schön sagt: seine schatten transformieren. such dir deinen spirituellen weg, dessen techniken dir eben bewiesener maßen helfen. das können auch die grossen religionen sein, oder banale psychotherapie. der prozess kann aber wesentlich einfacher sein, wenn die entitäten erstmal entfernt wurden und man sowieso dadurch mehr kraft hat.
ich sehe das ein bisschen wie teufelskreise, oder das gegenteil davon. entweder man wird stärker, oder man schwächer im leben. stagnation gibt es nicht, höchstens fluktuation.
und eben hilfe von aussen anzunehmen, um mal einen sprung nach oben zu machen, um dann alleine weiter zu machen, ist völlig legitim. dafür haben wir uns doch gegenseitig :herzen:
auf absoluter ebene geht es ja darum zu wachsen, deshalb hast du hier eine wunderbare chance, diesen arschtritt zu benutzen einen guten sprung nach vorne zu machen ^^
eins muss man sich vor augen halten: es gibt immer einen weg nach oben (und nach unten).
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Re: Schwierige Erfahrungen mit Ayahuasca integrieren

24. Jan 2013, 15:33

aneurysma hat geschrieben: Ich glaube, dass es bei mir noch nicht so weit ist, dass ich die Situation ohne jeglichen Widerstand wieder durchleben könnte. Sehe aber eine Chance darin, dass die Gefühle immer wieder mit voller Wucht kommen, in mittlerweile recht gut vorhersehbaren Zyklen, die in ihrem Ablauf der Entwicklung während der Zeremonien ähneln. Vielleicht täusche ich mich da, oder es ist Wunschdenken, aber mir kommt es eigentlich nicht so vor, als bräuchte im Moment ein Mittel, um wieder mit der Situation in Kontakt zu kommen, da der angefangene Prozess ja nicht zum Abbruch gekommen ist sondern seitdem immer wieder dieselbe Abfolge von Misstrauen, Angst und Dissoziation, dann Vertrauen und schließlich Akzeptanz durchlebt wird, vielleicht, bis ich auch in dem tiefen Misstrauen akzeptieren kann (?).
Vielleicht führt das wiederholte Erleben der Angst (und der Auflösung!) nicht nur zu der Akzeptanz des Misstrauens ("die Welt ist feindlich"), sondern zu einem Vertrauen, dass alles gut ist ("die Welt ist dir wohlgesonnen").
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Re: Schwierige Erfahrungen mit Ayahuasca integrieren

24. Jan 2013, 17:08

Zwei Seiten Post's in den paar Tagen! :nene:
aneurysma hat geschrieben:In nächster Zeit werde ich dazu keine Gelegenheit haben und denke auch, dass erstmal genug an der Oberfläche ist und ich mich der Konfrontation so oder so nicht werde entziehen können. Außerdem meinte die Organisatorin der Zeremonien, ich solle kein Ayahuasca mehr trinken, was mich jetzt auch nicht gerade ermutigt, in näherer Zukunft einen weiteren Versuch zu starten. Ich will aber nicht kategorisch Nein sagen, sondern, wie du sagst, versuchen, auf meine Intuition zu hören.
Ich hatte beim ersten mal Ayahuasca{Santo Daime} 'ne sehr heftige Sitzung & bin gerade deswegen 3 Wochen später noch mal dabei gewesen.
Das ist wie vom Pferd fallen: wenn Du nicht gleich wieder aufsteigst.... :fies:
"Die Organisatorin der Zeremonien" erscheint mir inkompetent - aber ich denke, daß Dir da 'in näherer Zukunft' bestimmt weiter geholfen werden kann. :D
aneurysma hat geschrieben:.... Aber in regelmäßigen Abständen kommen die Gefühle dann mit grenzwertig überwältigender Kraft, so dass ich wirklich gar nicht mit ihnen arbeiten oder überhaupt klar denken kann, mich auch nicht in sie fallen lassen und hineinspüren kann, da es mich schier wahnsinnig macht. ....
Ach, das ist nur Dein Nagual. :blacklol:
Ganz gleich, wie schlau die Kontrollen des Tonal sind - Tatsache ist, daß das Nagual dennoch auftaucht. Sein Auftauchen geschieht jedoch immer unabsichtlich.Es ist die große Kunst des Tonal, jegliche Bekundung des Nagual so weitgehend zu unterdrücken, daß es selbst wenn sein Dasein das Offenkundigste von der Welt wäre, unbemerkbar bleibt.
Jene Schocks, die du verspürt hast, haben mich besonders interessiert, denn dies ist die Art, wie das Nagual auftaucht. In solchen Augenblicken wird das Tonal sich der Ganzheit unseres Selbst bewußt.
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Re: Schwierige Erfahrungen mit Ayahuasca integrieren

24. Jan 2013, 18:29

Ich habe vor einigen Tagen ein Buch in meinem Regal gefunden, das ein Kapitel zum Thema "Leere", wie im Startposting angesprochen, enthält. Glaube ich. Falls dir das nun hier unpassend (z.B. da ein Buch-Zitat eben maximal unpersönlich ist) erscheint, aneurysma, einfach ignorieren... ;)
"Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht."
Der Pfarrer trug diesen ersten Abschnitt aus der biblischen Schöpfungsgeschichte vor. Er redete über den Anfang der Schöpfung und über die Achtung gegenüber der Leere - jenem dunklen, geheimnisvollen und manchmal beängstigenden Nichts, aus dem alle Schöpfung hervorgeht.
Es ist der Ort in unserem Leben, wo das, woran wir hingen, woran wir uns einem angenehmen Leben zuliebe klammerten, plötzlich wegfällt. Es ist der Ort in unserem Innern, wo wir loslassen, was wir wissen, was wir zu wissen glauben, was wir wollen - und wo wir uns dem Unbekannten ausliefern.
Es ist der Ort, wo wir sagen (und es auch meinen): Ich weiß nicht.
Das bedeutet, dass wir eine Zeit lang mit leeren Händen dastehen und manchmal zuschauen, wie all das, was wir uns wünschten, verschwindet: unser Selbstbild, unsere Definitionen, wie wir unserer Meinung nach sein sollten, die Klone, die wir von uns selbst erzeugten, die Menschen, deren Gesellschaft uns unerlässlich erschien, die Dinge, die wir unbedingt sammeln und um uns haben wollten, die Arbeit, die wir sicher zu haben glaubten, der Ort, an dem wir für uns immer leben sahen.
"Ich bin in dieser Leere", sagt eine Frau. "Mein ganzes Leben ändert sich. Ich kann nur eins sagen: Ich weiß nicht. Ich weiß nicht, was als nächstes kommt. Ich weiß noch nicht einmal, welche Dinge heute erledigt werden müssen.
Es ist ein intensiver Zustand, der mir zugleich ungeheure Qualen bereitet. Ich will mit jemandem schlafen. Ich will etwas tun, um den Schmerz zu unterbinden. Mich aufputschen. Sex haben. Jemanden missbrauchen. Aber ich bemühe mich wirklich, auf meinem geistigen Weg zu bleiben. Also sitze ich nur da und leide, Tag für Tag. Ich kann noch nicht einmal an etwas glauben, weil ich bis jetzt keinerlei Glauben habe.
Es ist ein Zustand blinden Glaubens.
Es ist wirklich ein unangenehmer Zustand. Das einzige, was hilft, ist die Einsicht, dass auch dies vorübergehen wird. Das Problem ist nur, dass es nicht schnell genug vorübergeht. Jeden Morgen wachst du auf und weißt nicht, wie du dich fühlen wirst. An manchen Tagen wachst du auf und fühlst dich großartig, an anderen Tagen wachst du auf und bist verzweifelt. An so einem Punkt weißt du einfach nie, was los ist. (...)
Alles, was die Leere ausfüllte, war verschwunden. Ich war auf mich allein gestellt, eine wunde Haut. Ich sehnte mich nach jeder Art von Aufputschmittel, um mich besser zu fühlen. Ich wollte zum Telefon gehen und irgendjemanden anrufen, der mir sagen sollte, dass er mich liebt.
Stattdessen sagte ich mir: Nein. Bitte niemanden darum, dir zu sagen, dass er dich liebt. Das ist es nicht, wonach du suchst. Er wird diese Leere nicht ausfüllen.
Sag dir selbst, wie sehr du dich liebst.
Du bist wie rohes Fleisch, das nur daliegt. Du bist so verletzlich. Du weißt einfach nicht weiter. Du gleichst einem Pony, das gehen lernt.
Es ist der Anfang eines neuen Lebens."
(...)
Es geht um jene Leere, in der wir uns plötzlich wieder finden, um jenen formlosen Ort, wo alle Formen entworfen und geboren werden.
Besinnen Sie sich darauf, dass Sie ins Leere springen müssen. Wenn Sie es nicht tun, werden Sie vielleicht dazu gezwungen.
Empfinden Sie den Schrecken vor der gähnenden Leere und geben Sie sich ihm hin. Fühlen und bejahen Sie die Panik, sobald Sie schwanken zwischen dem Glauben, alles zu wissen, und der Erkenntnis, nicht die geringste Ahnung zu haben.
Melody Beattie - Der Weg zu innerer Stärke
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Re: Schwierige Erfahrungen mit Ayahuasca integrieren

25. Jan 2013, 15:10

Zum Thema Vertrauen bei *schwierigen Erfahrungen* fand ich bei Almaas ziemlich treffend ausgedrückt

"Vertrauen hat also mit der Abwesenheit von Angst und Paranoia zu tun. Die einfachste Art von Vertrauen bedeutet essentiell, dass es keine Notwendigkeit für Angst gibt. Dass ihr, wo immer ihr seid, - mit euch allein, mit jemand anders – in guten Händen seid.

Das ist eine Weise, verschiedene Arten von Vertrauen zu sehen. Eine andere ist, ihre verschiedenen Ebenen zu betrachten. Zum Beispiel könnt ihr eurem Freund vertrauen, das er euch nicht verletzt. Das ist eine Art von Vertrauen. Ihr wißt, dieser Mensch hat nicht vor, euch zu verletzen. Das ist die offensichtlichste Art von Vertrauen. Es wäre dumm, jemandem zu vertrauen, von dem ihr wißt, dass er euch verletzen wird. Die erste Art hat also mit dem Wissen oder Glauben zu tun, dass der andere euch nicht verletzen wird, so dass ihr zulassen könnt, ihm zu vertrauen, und ihr lasst euch einfach da sein. Eine andere Ebene dieser Art von Vertrauen ist nicht das Vertrauen, dass dieser Mensch euch nicht verletzen wird, sondern dass er das Beste für euch will. Das ist eine tiefere Art Vertrauen. Es zieht die Tatsache mit in Betracht, dass das, was für euch gut ist, manchmal wehtut. Es kommt aus einer Wahrnehmung, einem Glauben oder einem Gefühl, dass ein Mensch möchte, was gut für euch ist. Ihr vertraut ihm also von dieser Ebene aus.

Dann gibt es noch eine andere Ebene, wenn ihr vertraut, nicht weil ihr wißt, dass dass der andere euch nicht verletzen wird, auch nicht weil ihr wißt, dass er will, was gut für euch ist, sondern aufgrund dessen, was ihr über diesen Menschen wißt. Dieser Mensch ist nun vielleicht gar nicht darum besorgt, ob er euch verletzt oder nicht, oder etwas tut, was gut für euch wäre. Auf dieser Ebene vertraut ihr auf der Grundlage dessen, was ein Mensch ist, weil ihr das Wissen oder das Gefühl habt, das er eine Art Integrität besitzt, die nichts mit euch zu tun hat, aber ihr wißt, dass es etwas ist, dem ihr vertrauen könnt. Das ist eine noch tiefere Art Vertrauen, und keine sehr verbreitete oder übliche, aber es gibt sie. Sie kann sehr tief gehen, diese Art Vertrauen. Das Wissen, die Integrität, die Wirklichkeit, die Wahrheit eines Menschen kann so deutlich sein, dass ihr ihm auch weiter vertraut, wenn ihr euch von ihm verletzt fühlt, sogar wenn ihr nicht einmal versteht, warum ihr verletzt seid. Das geht über die erste Ebene von Vertrauen, über die wir gesprochen haben, hinaus. Was macht diese Art Vertrauen möglich? Es gehört zu ihr eine Wahrnehmung von etwas Größerem. Ihr seht vielleicht keine besondere Wahrheit, warum das Verhalten eines solchen Menschen gut für euch ist, aber ihr seht oder fühlt vielleicht eine größere Wahrheit. Entweder die Qualität oder Eigenart dieses Menschen oder die Natur der Interaktion kann zu dieser Art Vertrauen fühlen."


(aus: Essentielle Verwirklichung, S. 121/122)

Hoffe, es hilft ein wenig weiter :)
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Re: Schwierige Erfahrungen mit Ayahuasca integrieren

28. Jan 2013, 15:29

raterz hat geschrieben:wie man seinen energiekörper verändert? meditation & imagination bspw.. und damit natürlich anschliessend genau so wichtig: denk- und verhaltensmuster und emotionen. wie man so schön sagt: seine schatten transformieren. such dir deinen spirituellen weg, dessen techniken dir eben bewiesener maßen helfen. das können auch die grossen religionen sein, oder banale psychotherapie.
Da probiere ich gerade schon einiges aus. :) Muss wohl einfach viel geduldiger sein...bis vor ein paar Monaten waren mir diese Schatten ja noch kaum bewusst.
raterz hat geschrieben:der prozess kann aber wesentlich einfacher sein, wenn die entitäten erstmal entfernt wurden und man sowieso dadurch mehr kraft hat.
Kann ich mir vorstellen. Im Akutzustand, oder auch in einem Zustand jahrelanger Ausgeliefertheit an diese Entitäten, lässt es die Grundkonstitution kaum zu, effektiv an sich zu arbeiten. Beobachte ich gerade auch bei Menschen in meinem Umfeld, denen wirklich die Kraft zu jeder Veränderung zu fehlen scheint :nixplan:
raterz hat geschrieben:und eben hilfe von aussen anzunehmen, um mal einen sprung nach oben zu machen, um dann alleine weiter zu machen, ist völlig legitim. dafür haben wir uns doch gegenseitig :herzen:
auf absoluter ebene geht es ja darum zu wachsen, deshalb hast du hier eine wunderbare chance, diesen arschtritt zu benutzen einen guten sprung nach vorne zu machen ^^
eins muss man sich vor augen halten: es gibt immer einen weg nach oben (und nach unten).
:) :bow:
Erraphex hat geschrieben:Vielleicht führt das wiederholte Erleben der Angst (und der Auflösung!) nicht nur zu der Akzeptanz des Misstrauens ("die Welt ist feindlich"), sondern zu einem Vertrauen, dass alles gut ist ("die Welt ist dir wohlgesonnen").
Ja. Wenn man akzeptieren kann, ist es ja eigentlich nur noch ein Katzensprung zum Vertrauen ;)
Eulenspiegel hat geschrieben:Zwei Seiten Post's in den paar Tagen! :nene:
:D

An dieser Stelle nochmal vielen Dank für eure Bemühungen/Anregungen/geopferte Zeit. :bow: Konnte so einiges daraus ziehen und fühle mich inzwischen auch schon optimistischer.
Eulenspiegel hat geschrieben:Ich hatte beim ersten mal Ayahuasca{Santo Daime} 'ne sehr heftige Sitzung & bin gerade deswegen 3 Wochen später noch mal dabei gewesen.
Das ist wie vom Pferd fallen: wenn Du nicht gleich wieder aufsteigst.... :fies:
Zum Wiederaufsteigen ist es jetzt wohl schon zu spät und vor in ein paar Monaten habe ich auch keine Zeit, mich um ein neues Pferd zu kümmern. Vielleicht fällt mir ja danach eine Gelegenheit zu oder ich traue mich tatsächlich, mal wieder zu trippen. Das schöne Wetter heute scheint meine starken Bedenken diesbezüglich etas gemindert zu haben :denk:

Zum Zitat: Habe Castaneda nicht gelesen, daher kann ich mir noch keinen Reim drauf machen :nixplan:



Sonntagskind & xxx:
Passt beides gerade sehr gut und stimmt mit meinem Erleben überein. Vielen Dank für's Zeitnehmen und Abtippen! :)

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Re: Schwierige Erfahrungen mit Ayahuasca integrieren

29. Jan 2013, 15:09

aneurysma hat geschrieben:Zum Zitat: Habe Castaneda nicht gelesen, daher kann ich mir noch keinen Reim drauf machen :nixplan:
Mußt Du ja nicht{C.C. lesen, bzw. Dir einen Reim drauf machen}. :blacklol:

Das Zitat war auch mehr für mich als für Dich; das für Dich daran interessante ist, daß diese Art der
- hmmm -
Entgleisungen ein typisches Phänomem im Zusammenhang mit starken :verwirrt: 'Pflanzen' sind.

Es geht darum das wir zwei Seiten haben, von der die eine normal ist: Bild
wohingegen die andere Seite ziemlich durchgeknallt daher kommt: Bild

Die "normale" Seite schafft es, unsere Alltagswelt vollständig alleine zu organisieren &
den verrücken Zwilling komplett auszusperren.
Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich die "normale" Seite allerdings als nicht weniger durchgeknallt. :lol:
Ein bischen so wie die Tante Milla oder wie ein Koch, der seit Ewigkeiten sein Reich nicht mehr verlassen hat.
Er weiß wo jeder Topf steht, kennt für jedes Gericht die Zutaten & könnte sich blind durch die Küche bewegen.

Das Problem ist, daß er vergessen hat, das es noch etwas anderes gibt & das ist da draußen.

Der "verrückte" Zwilling ist sozusagen der Kellner, der in die Küche platzt & den Koch aus seinem Schlaf aufschreckt.
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Re: Schwierige Erfahrungen mit Ayahuasca integrieren

29. Jan 2013, 20:17

Eulenspiegel hat geschrieben:Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich die "normale" Seite allerdings als nicht weniger durchgeknallt. :lol:
... als ich dann noch genauer hingeschaut hab, ist mir aufgefallen, dass es ausgemachter Blödsinn ist anzunehmen, der Mensch sei derart dualistisch angelegt/veranlagt :nixplan:
Kann helfen um sich akzeptieren zu lernen, aber dazu braucht's man imo nicht -- mir hat's zumindest nicht geholfen (eher im Gegenteil, so insgesamt gesehn) und es hat ne ganze Zeit gedauert, bis ich (wieder) mit mir in Kontakt stand.

Hab hier nicht viel beizutragen und kann nicht aufwarten mit Erklärungsmodellen wie die CCs und TMs und Buddhisten usw. hier, deshalb einfach nur kurz alles Liebe und Gute von mir hier an Dich :umarm: Alles ist gut und das wirst auch Du wieder sehen -- und ich womöglich sogar auch iwann :blacklol: ;->
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Re: Schwierige Erfahrungen mit Ayahuasca integrieren

29. Jan 2013, 21:53

und dann nimmste all die erkenntnisse und einsichten hier mit und nimmst vllt irgendwann nochmal irgend ne psychedelische droge in amtlich genehmigter und adäquater dosis und öffnest dich für die möglichkeit das_alles_was du weisst falsch ist.
dat is rock n roll.

die einzige "schwierige erfahrung" die mich hat knabbern lassen war dergestalt das sie nicht innerhalb und gegen ende der session positiv aufgelöst wurde.
in der "krassheit" der empfangten (empfungten? empfungenen? *hust*) information hat sich nix unterschieden von sonstigen trips, nur wurde im schlimmsten fall die "schlechte energie" mit in die endphase des trips genommen.

hab dann ewig nich getrippt. dann kam mich unser admin besuchen.... :strubbel:
now i am become death, destroyer of worlds.

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Re: Schwierige Erfahrungen mit Ayahuasca integrieren

29. Jan 2013, 22:30

getintoit hat geschrieben: in der "krassheit" der empfangten (empfungten? empfungenen? *hust*)
der empfangenen ;)
funny how fallin' feels like flyin' for a little while

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Re: Schwierige Erfahrungen mit Ayahuasca integrieren

29. Jan 2013, 22:36

k. thx.
ich bin soooooo breit. :lol:
now i am become death, destroyer of worlds.

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