Summton und der Bodyload einzusetzen. Ich begann wie von selber Gedanken zu denken, die immer mehr in die typischen Tryptaminfarben getaucht waren. Es waren unspezifische Dinge aus dem
gesamten Leben an die ich schon seit Jahren nicht mehr gedacht hatte. Diese waren wieder präsent und es war als wäre ich 1:1 wieder in dieser Situation von damals. Bei einem Gedanken
blieb ich dann längere Zeit hängen: Aus irgend einem Grund muss ich oft wenn ich 4-AcO-DMT nehme an eine Liste im Internet denken, in der beschrieben steht in welchem Land es aus welchem
Grund verboten ist. Das führte zu einem heftigen Lachanfall weil das so absolut absurd ist. Gleichzeitig fiel mir ein, dass 4-AcO-DMT eigentlich eine Möglichkeit ist, sozusagen Pilze
nasal zu konsumieren, da es ja zu Psilocin umgewandelt wird. Die Überlegung Pilze nasal zu konsumieren führte zu einem noch härteren Lachanfall. Ich musste während dem Lachen daran denken,
dass es Leute gibt, die so laut und neurotisch lachen, dass man es überall hören kann. Als ich mir vorstellte das sich mein Lachen auch gerade so anhören
muss, musste ich noch viel härter lachen.
Die Wirkung baute sich immer mehr auf. Die Visuals wurden immer intensiver und ich merkte wie ich rasch auf eine Ego-Auflösung zusteuere. Obwohl ich schon unzählige Ego-Auflösungen hatte,
fühlt sich die Phase in der man auf die Ego-Auflösung zusteuert immer leicht stressig an. Das Ego ist ein sehr mächtiges Konstrukt, welches aufrecht erhalten bleiben möchte, weshalb
es sich etwas dagegen stellt. Die Droge ist aber schließlich stärker. Das Ego führt bei einem Egotod eine Art Todeskampf, bis es schließlich gestorben ist. Die Substanz teilte mir mit,
dass man einen Ego-Tod auf eine ausgesprochen angenehme Weise gestalten kann. Der Tipp den mir die Substanz, eine Entität oder wer auch immer gab, lautete:
"Lass alles los, dann bist du Ängste los"
Genau so war es dann auch. Ich verinnerlichte diesen Satz, was Sekunden später dazu führte, dass die leichte Anspannung vor dem Ego-Tod einer ausgesprochen warmen und angenehmen
Sedierung wich, die sich anfühlte, als würde man gerade von gerauchtem DMT zurück kommen. Ohne das es großartig anstrengend war, löste sich mein Ego auf und ich trat über in einen
Durchbruch, der stark in Richtung DMT und Pilze ging. Auffällig war hierbei wieder der ausserirdische Charakter von 4-AcO-DMT. Aus dem Visuals heraus formten sich immer wieder
riesige Köpfe von grauen Aliens und ähnlichen Entitäten. Auch Muster die an Kornkreise oder andere Formen der nonverbalen Kommunikation oder Zeichensprache erinnerten,
traten aus den Optics hervor. Ich bekam ein starkes Gefühl von "science-fiction" und mir wurde bewusst, dass diese Wesen immer unter uns bzw. neben uns leben, wir sie aber im Alltag
nicht wahrnehmen können, da sie sich auf einer anderen Schwingungsfrequenz befinden. Es war als hätte man mithilfe von 4-AcO-DMT ein Empfangsgerät auf eine andere Frequenz eingestellt,
sodass man jetzt diese Parallelwelt wie einen Radiosender empfangen kann. Es war das Normalste das diese Welt immer da ist, sie jedoch im Alltag nicht wahrgenommen wird. Genauso wie
es viele Radiosender gibt, die immer da sind, die man aber nicht hört, wenn man das Radio nicht auf diese Frequenz einstellt. Etwas sehr ähnliches scheint 4-AcO-DMT mit dem Empfangsgerät
namens Gehirn zu machen.
In der nächsten Phase des Trips wurde das Thema Ängste stark beleuchtet. Ich durchlebte unzählige Abschnitte meines Lebens noch einmal in Zeitraffer und konnte erkennen, warum ich oft
Dinge nicht gemacht oder Entscheidungen nicht/anders getroffen hatte, weil im Grunde tief im Hintergrund Angst der limitierende Faktor war. Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass dies
auch bei den meisten anderen Menschen der Fall ist. Ich konnte mich in alle möglichen Personen hineinversetzen und nachempfinden, wie sehr diese durch Ängste zurück gehalten wurden
in ihrem Leben. Dabei stellte ich mir vor, wie die Welt wäre, wenn es keine Angst gäbe. Jedoch konnte ich darauf keine abschließende Antwort finden, da Ängste auch eine sinnvolle Einrichtung
des Körpers sind, um ihn vor Gefahren zu schützen. Ich erkannte, dass jedesmal im Leben wenn ich durch Ängste zurückgehalten wurde, es noch tiefer liegend daran lag, das ich mit mir
selber absolut nicht im Reinen war. Ich konnte nachempfinden, wie ich mich in der Kindheit selber absolut nicht leiden konnte, wobei ich nicht konkret in Worte fassen
kann warum überhaupt. Auf jeden Fall spürte ich, wie ich in der Kindheit eine destruktive Abneigung gegen mich selber hatte, was dazu führte, dass sich auch angstvolle Interpretationen
gegenüber der Umwelt manifestierten. Mir wurde plötzlich eine banale aber sehr effektive Tatsache bewusst: Wenn ich mit mir selber im Reinen bin, dann sind Ängste weg!
Das konnte ich richtig manifestieren, als ob eine neue Software im Bewusstsein installiert worden wäre. Ich war wie von selber mit mir absolut zufrieden was sich wie eine unglaubliche
Erlösung anfühlte. Das fühlte sich an, als würde ein Ventil geöffnet und ein Behälter der lange Zeit unter unglaublichem Druck stand, sodass er fast platzt, lässt plötzlich den Druck ab.
Dieses Gefühl verinnerlichte ich bestimmt 30 Minuten lang. Ich spürte es immer wieder in Wellen und konnte mich richtig in diese unglaubliche Erlösung von Druck-Ablassen und inneren
Frieden hineinfühlen.
Jetzt wurden die Visuals immer extremer. Das war unglaublich. Tryptamintrips sind zwar immer von starken optischen Effekten geprägt, aber dieser Trip war sagenhaft. Ich glaube das
war visuell der bislang stärkste Trip in diesem Jahr. Ich hatte solche Optics, dass war unfassbar. Ich sah symmetrische Kaleidoskope die in allen Farben des Regenbogens pulsierten.
Jedes dieser Kaleidoskope bestand im Inneren aus Millionen von Dreiecken. Von diesen Dreiecken war wieder jedes in Fraktale verzweigt, gepaart mit unglaublichen Farbeffekten.
Diese kleinen Dreiecke drehten sich über mehr als 3 Raumachsen in alle Richtungen und zogen dabei einen Wirbel aus unglaublich weichgezeichneten und knallbunten Regenbogenfarben
hinter sich her. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und sagte zwischendurch immer wieder zu mir selber:
"Das man so etwas erleben kann! Wie bekommt das bitte eine Substanz hin?"
Im Wesentlichen saß ich nun eine Stunde regungslos da und schaute mir diese Visuals an, als würde man in einem Kino sitzen und sich einen Film ansehen.
Das war einfach unglaublich. Extremere Visuals kann man nicht mehr haben.



Ausdrucks sein kann. Viele Menschen zeichnen Bilder um etwas auszudrücken. Ich selber konnte nie zeichnen, ausser eckige Strichmännchen, aber ich kann absolut nachvollziehen
das Malen eine sehr erfüllende Beschäftigung sein kann. Diese unglaublichen Farbmuster fühlten sich an, als würde in meinem Bewusstsein eine Software installiert, die das Gefühl
von Malen freischaltet. In Gedanken konnte ich mir vorstellen wie ich mit einem Pinsel diese Visuals nachzeichne und es eine nicht näher in Worte fassbare Erfüllung darstellt, so
perfekte Gemälde zu erstellen.
Als nächstes konnte ich aus einer distanzierten und objektiven Sichtweise nochmal mein bisheriges Leben und auch die eigene irdische Veränglichkeit betrachten. Mir wurde bewusst,
dass ich nun auch schon 40 bin und somit ein Großteil vom Leben faktisch vorbei gezogen ist. Für den Großteil der Menschheitsgeschichte war auch die Lebenserwartung nur 40, weil es keine Medizin gab.
Ich konnte mich stark in mich selber hinein fühlen und spüren, wie mit 40 einfach die Vitalität schwindet. In den Visuals sah ich so etwas wie einen Ozean den ich mit einem Schiff
überquere und nun sehe ich langsam aber sicher den Horizont näher kommen, der das Ende dieser Reise markiert. Ich dachte darüber nach, dass ich mich über Jahrzehnte mit Psychedelika
beschäftigt hatte und unzählige Male einen Ego-Tod hatte. Nun kommt auch in der "realen" Alltagswelt das Ende der eigenen Existenz in Griffweite. Dabei legte sich über mich aber ein
tiefes Gefühl von Frieden und der Gewissheit das mir die Zeit die ich auf der Welt schon abgesessen habe, kein Gesetzgeber mehr nehmen kann. Das ist Gold wert. Ich möchte auf keinen
Fall noch einmal jünger sein, weil das bedeuten würde, dass ich dann noch länger arbeiten gehen müsste. Von daher bin ich heilfroh, dass ich einen Großteil meiner irdischen Zeit
abgesessen habe und mir das auch definitiv niemand nehmen kann. Ich spürte eine tiefe innere Erlösung und alles war gut so wie es war.
Nun kam ich wellenförig noch mehrere Male in die Nähe eines Durchbruchs. Kurz bevor ich in den Durchbruch eintauchte versuchte ich in Worte zu fassen, was ein Durchbruch ist, musste
aber wie schon früher, feststellen, dass das Konzept von menschlicher Sprache nicht dafür ausgelegt ist, so etwas zu beschreiben. Das ist so eine absolute und totale Erfahrung,
dass sie letztlich nur in einer nonverbalen Weise selber erfahren werden kann. Ein Durchbruch ist so ein totales Auflösen von Existenz, eine so totale und ultimativ-finale
Erfahrung von Einheit und Nondualität, dass diese Wörter im Duden einfach nicht existieren, die man bräuchte um das zu erklären. Ich konnte mir wellenförmig richtig vorstellen, wie
man vor allem in dieses weisse Licht eintaucht, welches dazu führt, dass sich eine Art Kreislauf schliesst. Es war als würde es nur genau EIN Bewusstsein geben, dass sich in unzähligen
Existenzen reproduziert um alle Facetten des Seins zu erfahren. Durch das Eintauchen in den Durchbruch, wird Existenz in einer rekursiven Weise immer wieder neu gestartet, etwa so
als würde man einen Computer neu starten. Aber ab hier ist es absolut unmöglich das in Worte fassen zu wollen. Das ist eine derart transzendente und holotrope Erfahrung, das es keine
Worte und auch nichts anderes gibt, mit dem man das adäquat transportieren könnte.
Nun waren 4 Stunden vergangen und der Trip flachte ab. Um den Bodyload zu betäuben nach ich ein Opiat und genoss dann noch über Stunden die vorzügliche Kombination aus Tryptamin-Nachlühlen
und Opiatwärme, während ich Psytrance und schamanische Musik hörte.