Re: Pinboard

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Ich hab da eine sehr ähnliche Meinung!

Das Problem ist halt einfach, dass durch die wachsende psychedelische Bewegung immer mehr Leute solche Erfahrungen machen wollen. Durch unsere kapitalistische Gesellschaft, in der alles immer schnell gehen muss, haben dann viele „Neulinge“ keine Lust selbst tief in die Thematik einzusteigen, zu lesen etc.
Und da treffen dann zwei sehr heikle Punkte zusammen. Einmal Menschen, deren Ego scharf auf das Geld und die Anerkennung ist und die wahrscheinlich auch noch selber glauben sie wären „Schamanen“, obwohl sie grade mal paar Ayahuascasessions gemacht haben.
Und zum anderen Menschen, die von den positiven Auswirkungen von Psychedelika gehört haben und jetzt ganz schnell so eine Erfahrung machen wollen, keine Ahnung von der Materie haben und daher jegliche Verantwortung an einen „Schamanen“ abgeben.

Was ich von Retreats allgemein halten soll, weiß ich nicht so recht. Also wenn sich der Leiter eines Retreats als Schamane bezeichnet, obwohl er nicht in einem echten Stamm aufgewachsen ist und keine schamanische Initiationskrise durchgemacht hat, dann ist das für mich einfach nur das aller Letzte! Man verkauft sich als etwas was man eben nicht ist.

Das ist so, als würde ich, der kein Artzt ist, mich als Artzt ausgeben und einfach Menschen operieren obwohl ich keine Ahnung von Operationen hab!

Es mag aber sein, dass es auch gute Leute gibt, die sowas veranstalten, aber die bezeichnen sich sicher nicht als Schamane.

Ich muss ehrlich sagen, ich rate jedem Neuling eigentlich strengstens von Retreats ab, denn wenn man keine Ahnung von Psychonautik hat, wie soll man denn dann überhaupt erkennen, ob der Leiter des Retreats kompetent ist? - man weiß ja gar nicht worauf man achten muss

Ich könnte da jetzt noch ewig zu schreiben, aber dabei würde ich vermutlich nur Markus Worte wiederholen.

Gibt es hier jemanden der da eine ganz andere Meinung hat?? - würde mich interessieren

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