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Mit Hingabe Durchbrechen - schöne Reise mit 4g Pilze

Verfasst: 11. Mai 2026, 20:03
von kleinerkiffer84
Am Wochenende war es an der Zeit für eine Pilzreise. Nachdem ich 4g der Sorte Hillbilly in Dunkelheit und Stille genommen hatte, wartete ich auf die Wirkung. Nach 20 Minuten begann sich der
Bodyload und der Summton immer mehr aufzubauen. Ich begann wie von selber Gedanken zu denken, die ich schon seit langem vergessen hatte, assoziiert mit dem geistigen Entwicklungsstatus
von damals. Die Gedanken wurden immer mehr codiert in die typischen Tryptaminvisuals. Als sich die Wirkung immer stärker aufbaute, spürte ich wie ich auf den Ego-Tod zusteuere.

Bevor ich selber gestorben bin, ging es in einer Phase des Trips allgemein nochmal um das Thema Sterben, konkret um den irdischen Tod. Mir fiel ein, dass ich einige Leute kenne die erheblich
älter sind als ich und schon in der Pension sind. Ich konnte mich richtig hineinversetzen wie in diesem Alter das Leben faktisch vorbei ist. Im Alltag nehme ich das bei mir selber
sogar so wahr, seit ich 40 bin, dass das Leben faktisch vobei gezogen ist. Zumindest sehe ich sozusagen schon das Ziel am Horizont. Ich dachte etwas darüber nach, welchen Sinn dieser
kurze Ausflug in die irdische Welt hier letztlich hat, doch das ist eine Frage die man nie in einer verbalen Weise richtig definieren kann.

Nun ging es weiter zu meinem eigenen Ego-Tod. Die Visuals bauten sich extrem auf. Es war wie ein Tunnel aus den unglaublichsten Fraktalen die mich richtig in sich hinein zogen. Ich spürte
noch wie der Bodyload extrem intensiv wurde, als würde mein Körper in alle Richtungen auseinander gezogen und die Grenze zwischen mir selber und dieser neu auftauchenden Welt aus
Visuals immer unschärfer. Ich spürte eine Präsenz des Pilzgeistes die mich in dieser Welt absolut willkommen hies und richtig bestrebt dabei war, mir sozusagen beim Sterben zu helfen
um einen möglichst schönen Übergang zu haben in die ozeanische Selbstentgrenzung. Der Pilzgeist sagte zu mir:
"Mit Hingabe sterben...mit Hingabe sterben"
Dabei fühlte ich mich, wie ein Tier beim Tierarzt auf das der Tierarzt in einer sehr beruhigenden Weise einwirkt.

Bevor sich mein Ego dann endgültig auflöste ging es noch einige Minuten um das Wort Hingabe. Ich konnte dieses Wort plötzlich aus ganz anderen Perspektiven greifen und erfühlen welche
tiefere Bedeutung es hat. Mir fielen unzählige Erinnerungen aus der Vergangenheit ein, in denen ich etwas mit Hingabe machte, es aber am Ende umsonst war. Der Pilz sagte mir, dass
man sehr genau wählen soll, was man mit Hingabe macht und wofür man seine Energie verwendet, ähnlich wie mit einem Handyakku den man sparsam benutzen muss.
Nachdem ich über die tiefere Bedeutung des Wortes "Hingabe" im Alltag reflektiert hatte, gab ich mich nun wieder völlig hin mich mit meinem Ego aufzulösen.
Es zog mich richtig in einen Tunnel aus Visuals hinein, der im DMT-Dom mündete. Ich sagte zu mir selber: "Alles loslassen und sterben. Mit Hingabe sterben"
Die Wirkung fühlte sich nun beinahe an als hätte ich Changa geraucht und ich war DORT. Ich war dort in diesem alles umfassenden und alles durchdringenden Sein, aus dem alles was wir
Existenz oder Leben nennen entspringt aber auch wieder mündet. Das ist eine nicht näher in Worten definierbare fluktuierende omnipräsente und holotrope Sphäre aus dem heraus das "gerinnt",
was wir Existenz nennen. Selbst Zeit erschafft sich erst aus dieser Sphäre heraus. Es gibt Leben und Tod in dem Sinne gar nicht, sondern das sind kurze Konstrukte die aus dieser
Spähre auftauchen wie Seifenblasen. Kennt man nichts anderes als das Innere einer solchen Seifenblase, weis man nicht, dass die allumfassende Existenz sehr viel größer ist.
Doch ab hier wird es zunehmend unmöglich das adäquat in Worte zu fassen, weil das Konzept von Sprache für so etwas nicht geeignet ist.
Der Pilz führte mich sehr fürsorglich durch diese Reise hindurch, wie ein Reiseführer bei einer Exkursion der genau weis was er tut. Er sagte:
"Mit Hingabe durchbrechen. Loslassen und Durchbruch"
Genau das tat ich auch. Es war ein ozeanisches Loslassen und ein Übergang in einen Durchbruch in dem sich Konzepte wie Leben und Tod transzendierten. Doch wie sich das anfühlt kann
mit Worten nicht adäquat beschrieben werden.
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Als nächstes sagte die Präsenz zu mir: "Nimm die Worte aus deinen Gedanken".
Nachdem sie das gesagt hatte, hatte ich das Gefühl ich habe vergessen wie denken funktioniert. Ich, was auch immer ich in diesem Moment war, war ein unfassbar buntes Geschredder aus
Tryptamin-Visuals die keine erkennbare Ordnung hatten. Diese Phase ging bestimmt eine halbe Stunde so dahin. Dabei wurde mir in nonverbaler Weise mitgeteilt das dies sozusagen ein
wichtiger Behandlungsschritt in der heutigen Sitzung ist, da ich im Alltag noch mehr lernen muss, mit dem Denken aufzuhören, ausser es ist unbedingt nötig. Ich gab mich vollkommen
in diese Sphäre des nicht-denkens hin, die wirkte wie ein Quantenschaum aus Visuals in dem nichts wirklich konkret oder falsifizierbar ist. Alles kann mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit
auftauchen aber letztlich ist es ein fluider Fluss aus Möglichkeiten der sich dem Konzept von Planbarkeit entzieht und somit auch nicht mit Gedanken sortiert werden kann.
Ich genoss es, einfach nur präsent zu sein und das Hier und Jetzt bewusst zu erleben. Ich saß regungslos da und es fühlte sich vorzüglich an, mit diesen Visuals zu verschmelzen die
das Konzept von Sein in einer höhere holotrope Ebene transzendierten, die sozusagen eine Ebene hinter dem ist, was wir im Alltag mit dem Wort "Existenz" assoziieren.

Während ich da saß und einfach das Hier und Jetzt wahrnahm, teilte mir die Präsenz mit, dass ich dies auch in den Alltag mitnehmen soll. Ich muss unbedingt integrieren, positive
Momente bewusst zu erleben. Tatsächlich mache ich das nämlich nie. Mir wird oftmals erst hinterher bewusst, dass etwas eigentlich positiv war. Der Pilz teilte mir weiters mit,
dass ich es im Alltag zulassen muss, etwas geniessen zu dürfen. Der Pilz sagte: "Gut gehen lassen zulassen".
Das klingt banal, aber das ist etwas das ich aus dem Alltag tatsächlich nicht kenne. Dieser Satz klang so abgedreht, dass ich eine Weile brauchte bis ich dessen Bedeutung richtig greifen
konnte, was vielleicht auch daran lag, dass ich in dieser Phase des Trips erst wieder begonnen hatte zu verstehen wie Denken funktioniert.
Ich verinnerlichte diesen Satz der sich dann wie ein Mantra wiederholte und versuchte diese neue Sichtweise in den Alltag zu integrieren.
Das fühlte sich an, als hätte sich in meinem Kopf plötzlich ein Knoten gelöst und mir wäre ein Licht aufgegangen. Ich hatte plötzlich eine 180 Grad andere Sicht auf bestimmte Aspekte
meiner Selbst, die ich glaube(?) ich zumindest bisher im Leben davor noch nicht so wahrgenommen hatte. Ich persönlich kenne das so, dass man Leistung bringen muss und funktionieren muss,
aber das man selber sozusagen etwas annehmen darf, unter Umständen sogar ohne Gegenleistung fühlt sich für mich befremdlich an. Das kenne ich persönlich so nicht und war mir bis zu
diesem Zeitpunkt nicht geläufig und war auch nie Inhalt meiner Denkweise. Das man es zulassen darf das es einem selber gut geht war für mich plötzlich aus einer so neuartigen
Sichtweise greifbar, dass ich diese auch gar nicht vollständig in Worten verbalisieren kann.

In der nächsten Phase der Reise wurde mir offenbart wie schön die Natur eigentlich ist. In Gedanken befand ich mich an einem Kraftort in der Natur in meiner Nähe und konnte gar nicht
glauben was für ein atemberaubender Anblick das war. Alles war gesaftet und durchflossen von purer Lebensenergie. Die Farben strahlten so intensiv wie es kein Bildbearbeitungsproramm hinbekommt.
Unglaublich sah dann diese Mischung aus kontrastintensiver Naturlandschaft kombiniert mit Tryptamin-Visuals aus. Auf dem blauen Himmel formierten sich weichgezeichnete Pastellfarben
aus Tryptamin-Visuals die herumwirbelten als wären sie von einer Feder gezeichnet. Im Hintergrund ging die Sonne auf, was diesen pastellfarbenen Farbtönen eine unglaubliche
Note verlieh. Das sah absolut atemberaubend aus und ich genoss es, wie mir der Pilz davor gesagt hatte, einfach in diesem Moment im Hier und Jetzt präsent zu sein.

In der Phase des Trips in der sich das Ego wieder zunehmend aufbaute, fiel mir auf, wie leicht man sich in diesem Übergangszustand an einen DMT-Durchbruch erinnern kann. Im nüchternen
Alltag ist der letzte DMT-Durchbruch nicht nur mit Worten sondern auch insgesamt in der Erinnerung oft deutlich schwieriger zu greifen, da dies ein Zustand ist der so weit von dem
entfernt ist, was wir im Alltag als Realität kennen, dass es keinen Bezugspunkt gibt, mit dem man das vergleichen könnte. In dieser Phase des Trips, in der man mit einem Bein in der
Realität und mit dem anderen in den höheren Sphären steht, kann man das deutlich leichter greifen. Ich konnte mich richtig intensiv hineinfühlen in die unzähligen DMT-Durchbrüche
die ich hatte und ich konnte mich klar erinnern, was für eine totale Erfahrung das ist. Auch wenn hier ebenfalls das Konzept von Sprache nicht ausreicht, kann man es auf einer gefühlten
Erinnerungsebene deutlich leichter greifen. Dabei versuchte ich auch bewusst den Moment im Hier und Jetzt zu spüren.

Als nächstes setzte ein harter Lachanfall ein. Mir fiel ein, dass mich ein Kumpel öfters fragt, ob ich ausser Drogen gar keine Interessen habe und ich sage dann immer "eigentlich nicht".
Der versteht das nie, weil er sehr viel macht, wie Musik produzieren, Fussball, Computer-Zeug usw.
Der sagt immer ganz verwundert: "Hast du echt gar keine Interessen ausser Drogen? Tust du nur ballern?"
Darüber musste ich mich kaputt lachen. Das war das Irrste was ich mir vorstellen konnte.

Nun waren 4 Stunden vergangen und die Wirkung flachte ab. Um den Bodyload zu betäuben nahm ich ein Opiat. Dann genoss ich diese wunderbare Synergie stundenlang, während ich
dazu Psytrance und schamanische Musik hörte.