Potenztest Panaelus cambodginiensis

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Am Wochenende führte ich einen Potenztest mit der Kostprobe einer Pilzsorte durch, die mir bislang ebenfalls noch unbekannt war, nämlich mit dem Panaelus cambodginiensis. Ich fand im Internet keine Tripberichte
darüber und über die Potenz las ich unterschiedlichste Angaben. Es hilft nur ein Selbstversuch. Panaelus scheint auch ein Synonym zu sein für Copelandia. Da der Copelandia cyanescens
hochpotent ist und 1g für einen starken Trip genügt, dachte ich, ich taste mich erstmal vorsichtig hoch um die Potenz einschätzen zu können. Die beiden scheinen genetisch zumindest miteinander
verwandt zu sein. Ich nahm also 1g und wartete erstmal in Dunkelheit und Stille ab. Nach 45 Minuten spürte ich ein ganz deutliches Anfluten, dass sich durch einen Summton, einen Bodyload
und ein leichtes Morphen von Linien und Schriftzügen bei offenen Augen äusserte. Insgesamt merkte ich aber, dass mir die Wirkung zu subtil ist, also legte ich nach der ersten Stunde
nochmal 1.5g nach. Nachlegen ist bei Pilzen nicht optimal, da man sofort eine Toleranz aufbaut. Der Bericht wird auch eher kurz, da durch das Nachlegen, die Wirkung nicht in dem Ausmaß
gesteigert werden kann, wie bei einer hohen Initialdosis. Eine halbe Stunde nachdem ich nachgelegt hatte, entschied ich mich spontan nochmal ein halbes Gramm zu nehmen. Dann lies ich es
aber bleiben, da Nachlegen bei Pilzen nicht effizient ist. Insgesamt war ich jetzt bei ca. 3g. Ich bekam nun eine deutliche Wirkung, jedoch ist die Sorte erheblich weniger potent als
Cubensis. Die 3g entsprachen etwa 1g Cubensis würde ich sagen. Auch wenn der Trip eher subtil war, war er sehr wertvoll.

Bei geschlossenen Augen setzten nun sanfte aber wunderschöne CEVs ein. Es waren die typischen rasch morphenden Muster, aus Millionen von Dreiecken und Fraktalen. Sie waren nur subtil
vorhanden, aber vor dem schwarzen Hintergrund trotzdem deutlich zu erkennen. Ich spürte wie jeder Pilz einen ganz eigenen Charakter hat, so als ob er eine Persönlichkeit wäre, die von der
Gegend geprägt ist, aus der er kommt. Eines dieser Muster hatte entfernt Ähnlichkeit mit den Entitäten von DMT und ich konnte richtig erfühlen, wie das die Entität des Pilzes ist.
Es war als ob dieser in Zeitraffer mit mir telepathisch kommunizieren würde und mir in metaphorischer Weise erzählt, dass er aus Kambodscha kommt. Ich konnte mir in einer metaphysischen
Weise plötzlich richtig deutlich vorstellen, wie es sein muss, ein Pilz aus Kambodscha zu sein. Ich fühlte wie das Mycel in der Gegend subtile feinstoffliche Informationen aus dem Boden
aufnimmt und dann im Charakter des Pilzes darstellt.
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Nun begann ich wie von selber Gedanken zu denken, aber in einer sehr subtilen Weise. Es setzte eine sanfte Ich-Entgrenzung ein, die dazu führte, dass Ich und meine Umgebung ein fluides
Etwas bildeten, welches sanft wellenförmig durchgeknetet wurde. In einer sanften Weise wurden meine Gedanken, bzw. meine Grenze zwischen Normalbewusstsein und Unterbewusstsein durchgewirbelt,
in einer Weise als würde man sie durch ein Aquarium betrachten. Dann hielt ich längere Zeit Inne bei Gedanken, die sich im das Thema Depressionen drehten. Ich konnte richtig fühlen,
wie man sich fühlt, wenn man depressiv ist und konnte gleichzeitig wieder erkennen, dass Pilze das absolute Gegenteil davon sind. Diese Erkenntnis wurde mir in einer metaphorischen Weise
mittels Himmelsrichtungen bewusst. Ich stand in Gedanken auf einer SKKK-Wiese in meiner Nähe und konnte fühlen, wie im dunklen Norden, die kalten Depressionen sind und mich richtig erinnern,
wie sich Depressionen anfühlen. Gegenüber davon, im Süden, war die Pilzwirkung, die das absolute Gegenteil davon war. Wenn Depressionen der Norden sind, dann ist Psilocybin der Süden.
Genau so wurde das dargestellt und ich bekam plötzlich einen richtigen Schub aus Wärme, Serotonin und orangem antidepressivem Licht sodass ich sagte:
"Woaaahhh mir gehts richtig gut!!!"
Pilze sind einfach DAS Wundermittel wenn es um antidepressive Wirkung geht. Das ist wirklich der Hammer.

Ich bekam nun mit dieser antidepressiven Wirkung auch einen richtigen Motivationsschub. Mir fielen alle möglichen Dinge ein, die ich in nächster Zeit durchziehen möchte und ich hatte
auch keinen Zweifel daran, dass ich das nicht schaffen könnte. Das war das absolute Gegenteil von Depressionen. Visuell wurde mir das gezeigt in Form einer psychedelischen Autobahn
auf der ich mit hoher Geschwindigkeit entlang fuhr, das Ziel vor den Augen und ohne Zweifel, dass man dieses erreichen könnte. Das war ein enormer Motivationsschub für den gesamten
Lebensweg. Einfach grandios!
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Was mir auch sehr bewusst wurde, war, wie Psilocybin dafür sorgt, dass Gehirnregionen in einer neuen Weise miteinander kommunizieren. Ich konnte mir bei geschlossenen Augen richtig
vorstellen, wie die einzelnen Gehirnregionen visuell wie Prozessoren arbeiten und durch die Wirkung vom Psilocybin nun neu miteinander vernetzt werden. Dies ist vermutlich die Ursache,
warum man von Pilzen so einen Motivationsschub nun neue Sichtweisen bekommt. Auch hatte ich das Gefühl, dass man davon erheblich intelligenter wird. Man versteht Dinge besser und schneller
und man kann verschachtelte Zusammenhänge ganz anders formulieren.

In Zeitraffer durchlebte ich nun in einer sanften Weise, noch einmal mehr oder weniger mein ganzes Leben und der Pilz zeigte mir, wieviele Abschnitte das waren und wie ich mich als Mensch in den jeweiligen Abschnitten
gefühlte hatte. Dabei wurde mir ähnlich wie bei früheren Pilzreisen wieder klar, dass man fälschlicherweise den aktuellen Lebensabschnitt immer als den wichtigsten betrachtet. Das hat
zur Folge, dass man die Probleme in jedem Abschnitt überbewertet und man rückblickend eigentlich nie richtig gelebt hat. Der Pilz zeigte mir wieder, dass im Grunde nichts wirklich wichtig
ist, sondern dass man sich einfach treiben lassen soll. Man soll sich so treiben lassen, wie die sanften fluiden Gedanken, die bei der Pilzreise durch den Kopf strömen. Das klingt banal,
aber in diesem Moment konnte ich absolut nachempfinden, dass dies der Wahrheit entspricht. Nichts ist wirklich wichtig. Am Ende war es nur eine Inkarnation. Kein Lebensabschnitt ist
übertrieben ernst zu nehmen.

Nach 1 Stunde lies die Wirkung aber bereits wieder deutlich nach, da die Sorte nicht sehr potent ist und man eine erheblich höhere Initialdosis braucht.
Bei offenen Augen hatte ich dann noch ein leichtes wellenförmiges Morphen von Kanten und Linien, wenn man diese bewusst betrachtete.
Insgesamt fühlte ich mich aber trotz der sanften Wirkung extrem gestärkt, auch wenn die Reise subtil war. Pilze sind in jeder Dosis heilsam und richtig aufbauend das ist unglaublich.
Ich fühlte mich unglaublich gut. Ich machte den Psytrance-Mix an, den ich auf Pilzen immer höre und genoss ich es noch 2 weitere Stunden mich mit geschlossenen Augen zur Musik
treiben zu lassen und dieser unglaublich aufbauenden und sonnigen Wirkung von Pilzen nachzuspüren.

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