erotik

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dieser fred soll als sammelbecken dienen für die verknüpfungen der...ähmm..."lebensbereiche des menschen":

sex, drugs and ecstase

:D

denn es ist imho von nöten die sehr enge...man möchte sagen: untrennbare...beziehung dieser drei lebensbereiche zueinander genauer unter die lupe zu nehmen, will man zu einem tieferen verständnis ihres wesens und ihrer (eigen)dynamik vordringen...

:D :D

ich bin gespannt auf eure geistigen....ergüsse.

:D :D :D

und mache den anfang mit folgendem aufsatz:

erotik

Re: erotik

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Ein sehr lesenswerter Artikel, vielen Dank! :)

Der Sexualtrieb ist instinktiv. Es ist die vorherrschende Energie, weiteres Leben zu schaffen. Zwei Seiten - Ying und Yang - vereinen sich zu einer Kraft, aus welcher neues Leben sprießt. Die alleinige Fortentwicklung wäre der Evolution nicht förderlich. Denn zu einer fortschreitenden, produktiven Entwicklung der Gesellschaft gehört die Selektion unweigerlich dazu - ob gewählt nach Stärke, Wissen, Überlebensdrang oder Schönheit; zuletzt ist es das Ziel die Besseren gewinnen und überleben zu lassen. Der Wettbewerb ist, wie man sieht, omnipräsent. Sowohl im Kleinen, wie im Großen, beim Behaupten eines Einzelnen, wie bei der Entwicklung der Gesellschaft.
Hinsichtlich der Fortpflanzung verhält es sich im Tierreich, wonach der Leithammel oder das Alpha-Tier die meisten Weibchen um sich versammelt, nicht anders als unter den Menschen.
Jedoch nur wir Menschen schufen Gesetze, wonach Todschlag ausgeschlossen werden soll. Die Schwächeren erhalten ihre Daseinsberechtiung, das Leben fächert breit, die Bevölkerung nimmt unkontrolliert zu und die Gesetze, welche um das authentische Leben geschnürt werden, wirken mehr und mehr zweckentfremdend. Jene Gesetze, aus dem Schutzbefürfnis der Einzelnen erwacht, erbauen tief im Menschen ein zweischneidiges Schwert, welches überhaupt nicht zu existieren bräuchte, jedoch allgegenwärtig zu sein scheint. Das authentische Sein, und damit einhergehend die Befolgung der Triebe, spalten sich plötzlich in Lust und Vernunft, in Wille und Verstand, Authentizität und darzustellendes Bild.
Dieser Dualismus ist eine vom Menschen geschaffene Erscheinung, welcher bereichsübergreifend das gesamte Leben zum Opfer fällt. Es gibt einmal das reine Bild des Menschen und es gibt jene Seite, die man gerne sehen möchte. Es gibt Tabus und das Brechen derselben. Es gibt Gesetze und Ausbrüche. Doch all das entspringt derselben Quelle - all das, in uns vereint. So wie Ying und Yang zwei Seiten einer Einheit sind, sehen wir die Welt gespalten, ohne den Urquell des Lebens zu fühlen.

Sexualität und Erotik gehören wohl ebenso zu den vom Menschen geschaffenen Erscheinungen. Dazu gefällt mir der folgende Abschnitt sehr gut:
"Wir sprechen immer dann von Erotik", so der französische Philosoph George Bataille, "wenn ein Mensch sich auf eine Weise verhält, die zu den gewöhnlichen Sitten und Meinungen in betontem Gegensatz steht. Die Erotik zeigt die Kehrseite einer Fassade, deren einwandfreies Äußeres nie in Abrede gestellt wird: Auf der Kehrseite enthüllen sich Gefühle, Körperteile und Gewohnheiten, deren wir uns gewöhnlich schämen"
Wir spielen sozusagen mit der Zweiteilung, welche wir schufen. Im Pendel zwischen Tabu und Überschreitung, äußerer Norm und innerem Feuer, sehen wir uns agieren; ständig darum bemüht, uns irgendwo zwischen den Extremen zu locken, erklären wir eine uns befriedigende Weltordnung zum Spiel. Ja, wir lieben es, uns diesem Spiel hinzugeben. Wir spielen mit der Lust, behalten aber ausreichend Seriosität, nicht als solcher Spieler erkannt zu werden. Wir reden und schreiben oft gewählt und auf Ausdruck bedacht, obgleich der Kern des Inhalts emotional und zutief triebhaft ist.
Das ist gleichermaßen spannend, wie lächerlich, zeichnet uns aber, in allem was wir sind und tun, als Menschen aus. Wir sind keine Tiere mehr - wir haben uns weiterentwickelt. Über Sinn und Unterhaltung dessen könnte man streiten. Braucht man aber nicht. :lol:

Was die Bedeutung der Erotik für den Menschen angeht, fehlen dem Artikel zwei grundlegende Aspekte. Ich denke, das Verlangen, die eigene Isolation zu durchbrechen, ist Bestandteil des Menschen und damit Grundlage zur Kommunikation. Wir verständigen uns verbal. Wir reiten gerne geistig auf einer Welle, diskutieren, lernen und erklären mit Gleichgesinnten. Doch auf körperlicher Ebene gibt es keine direkte Verbindung, außer Nähe, Liebe und Sexualität. Ich denke, die Vereinigung zweier Lebewesen ist das Höchstmaß an Zuneigung und Intimität, wonach wir streben. In diesem Moment sind wir kein abgeschlossenes Individuum, mit Zugang und Fenstern nach außen - wir sind für einen Augenblick ein gemeinsam empfindenes Lebewesen - ein aus zwei Teilen bestehender Organismus.
Außerdem verursachen Erotik im Zusammenspiel mit Sexualität einen unglaublichen Rauschzustand. Alles verschwimmt in einem Schleier der Vergessenheit, während in einem selbst die Ekstase Oberhand gewinnt. Und in jenem kurzen Moment zerfließt die gesamte Welt um einen her und man spürt die enorme Gewalt der Gefühle. Nicht ohne Grund werden beim Orgasmus bestimmte Hormone und Botenstoffe ausgeschüttet. Und dieser urinstinktive Rausch ist wohl die am weitesten verbreitete Sucht - da direkt und ohne Umstände möglich, körpereigen und ohne bedenkliche gesundheitliche Risiken.
Und alleine im letzten Aspekt liegt wohl auch die Verbindung zwischen Erotik und Drogen. Denn Drogen ermöglichen ein sehr tiefes, gemeinsames Erleben und Verschmelzen, eine einzigartig intensive Erfahrung, ein längeres Verweilen im Rausch der gemeinsam geteilten Erfahrung.

Mir kam jedoch beim Lesen des Textes die Frage auf, inwieweit unsere Trennung vom Tierreich überhaupt sinnvoll war. Welche Aspekte wohl dafür und dagegen sprechen, das authentische Treiben der Lebewesen - einschließlich uns selbst - kontrollieren zu müssen.

So viel jedenfalls zu meiner Meinung! :)
Die Realität ist Spiegelbild der Seele; wird nun das Innere verzerrt, so verschieben sich auch die Wesenszüge der Wirklichkeit.

Re: erotik

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Yagé hat geschrieben:Der Sexualtrieb ist instinktiv. Es ist die vorherrschende Energie, weiteres Leben zu schaffen. Zwei Seiten - Ying und Yang - vereinen sich zu einer Kraft, aus welcher neues Leben sprießt. Die alleinige Fortentwicklung wäre der Evolution nicht förderlich. Denn zu einer fortschreitenden, produktiven Entwicklung der Gesellschaft gehört die Selektion unweigerlich dazu - ob gewählt nach Stärke, Wissen, Überlebensdrang oder Schönheit; zuletzt ist es das Ziel die Besseren gewinnen und überleben zu lassen. Der Wettbewerb ist, wie man sieht, omnipräsent. Sowohl im Kleinen, wie im Großen, beim Behaupten eines Einzelnen, wie bei der Entwicklung der Gesellschaft.
Hinsichtlich der Fortpflanzung verhält es sich im Tierreich, wonach der Leithammel oder das Alpha-Tier die meisten Weibchen um sich versammelt, nicht anders als unter den Menschen.
Jedoch nur wir Menschen schufen Gesetze, wonach Todschlag ausgeschlossen werden soll. Die Schwächeren erhalten ihre Daseinsberechtiung, das Leben fächert breit, die Bevölkerung nimmt unkontrolliert zu und die Gesetze, welche um das authentische Leben geschnürt werden, wirken mehr und mehr zweckentfremdend. Jene Gesetze, aus dem Schutzbefürfnis der Einzelnen erwacht, erbauen tief im Menschen ein zweischneidiges Schwert, welches überhaupt nicht zu existieren bräuchte, jedoch allgegenwärtig zu sein scheint. Das authentische Sein, und damit einhergehend die Befolgung der Triebe, spalten sich plötzlich in Lust und Vernunft, in Wille und Verstand, Authentizität und darzustellendes Bild.
Man funktioniert nach den Mechanismen an die man glaubt.
hiob hat geschrieben:erotik
Für mich ist Erotik ein Spiel bei dem es nichts zu verlieren und nichts zu gewinnen gibt, in das man sich aber einfach verfangen kann. Mit Liebe hat das Ganze für mich nur selten was zu tun.


peace


mao
Take pain as a game.

Re: erotik

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seid gegrüßt, ihr zuckersüßen sex-bomben :joint:

hier erstmal ein artikel, der unter die lupe des gewissenhaften hominidenkundlers gehört.
http://www.ratgeberbox.de/ratgeber/arti ... ll-aktiver

also
der einfluss dessen auf uns, was wir uns in den mund stecken.

in dem artikel geht es zwar nur um kaffee/koffein, aber ein viel weiter verbreitete droge ist der zucker:
http://www.rainforest-newsletter.de/pub ... in_zuc.htm

diese begehrten drogen bewirken in gewissem sinne im hominiden einen zustand der erregung & unruhe,
die nur allzuleicht mit natürlichem antrieb und "kraft" verwexelt wird, bei genauerem hinsehen aber
nur ein aufgeputschtsein ist,...enthält man ihm diese droge vor, kommt der zivilisierte hominide
"nicht richtig in die gänge".

manche hominidenkundler sagen: das der zivilisierte hominide entgegen seinem eindruck, daß er vor geilheit/sexueller energie aus allen nähten platze (was er in der äußeren fassade seiner gesellschaft natürlich durch 24/7 tittenwerbung, die hüpfenden glocken der schönen nachbarin, talkshows über erotik & sex usw.. täglich bestätigt bekommt) doch in wirklichkeit ziemlich prüde&langweilig sei.. diese drogen spielen dabei eine beachtliche rolle.

deswegen müsste da erstmal weiter differenziert werden, was sex & erotik sein kann, und was einfach nur ein ausagieren, "dampf ablassen", verdrehtes & verzwirbeltes getue ist.

:D

natürlich besteht auch im hominiden eine sehnsucht nach erfüllung, die der hominide in der vereinigung/-schmelzung mit dem partner, dem universum und dem ganzen rest findet.
in gewissem sinne kann also auch die intelligente sinnlichkeit, der sex, die "drogistische erfahrung" usw..
ein EIN-tauchen in eine völligere wahrnehmung (sinnlich, wie außersinnlich) sein, und das ist es doch wonach sich der durch seine domestizierung/sozialisierung kaum noch wirklich wahrnehmende, dafür aber umsomehr interpretierende Hominide, abseits des biologischen imperativ's insgeheim sehnt.


soviel/wenig erstmal dazu.

Re: erotik

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After all, is not tentacle porn a psychoanalytically sassy image of human sexuality per se? In it we find the conjunction of a desirable imaginary cartoon with the polymorphous and slippery world of rubbery genitalia, whose uncanny multiplication into unnumbered tentacles invoke not only the alien and repetitive world of drive that lurks beneath sexual pleasure but the briny depths where human conception occurs. For did not Freud’s Hungarian comrade Ferenczi insist, in his mad Haeckel-inspired book Thalassa—published but a year after Lovecraft’s “Call of Cthulhu”—that the development of the human germ cell, from monoblast to fertilized egg through cuteness-facilitated dependence on the mother, is an ontogenic and hence psychologically persistent echo of the phylogenetic emergence of organic life on the planet earth? Is not intercourse itself not only a drive to return to the womb but to the ancient sea itself, where even now Cthulhu slumbers fitfully in the clammy climes of R’lyeh? Is not every act of intercourse therefore a ritual of his maddening return?

Cthulhu Is Not Cute

ps: vielleicht sollte das eher in den lovecraftfred, aber irgendwie passt es auch hierein. ;)

Re: erotik

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interessante gedankengänge....
vor allem die von ginko bestechen durch ihren brutalen pragmatismus...
:D
vielleicht ist er der....wahrheit damit sehr nahe...
:pfeif:

ich selber hab ja meine probleme mit dem eigenständigen denken und formulieren der gedanken, wie bekannt.
daher lasse ich lieber bataille sprechen.

sexualität liesse sich demnach ganz pragmatisch wie folgt umschreiben:
"wir sind auf jeden fall tiere.
zweifellos sind wir menschen und haben geist:
doch können wir nicht verhindern, dass das animalische in uns weiterlebt und uns oft überwältigt.
als gegensatzt zum geistigen pol bedeutet die fülle der sexualität in uns die fortdauer des tierischen lebens.
daher kann unser sexuelles verhalten, das zur körperlichen seite gehört, in einem gewissen sinne als sache betrachtet werden:
das geschlecht ist selbst eine sache (ein teil des körpers, der wiederum eine sache ist).
das sexuelle verlangen stellt eine funktionelle tätigkeit der sache dar, die das geschlecht ist."




hier ein paar weitere auszüge aus "der heilge eros".
sie können vielleicht verdeutlichen, dass sexualität/erotik, die psychedelische erfahrung/ecstase und vor allem auch....der tod (und darüber hinaus auch die gründe für die tabus, mit denen diese drei existentiellen bereiche des lebens belegt sind...) in sehr enger beziehung stehen...
in welcher auch immer...
:pfeif:

"ob die sexualität oder der tod in frage steht, immer ist die gewaltsamkeit gemeint, die gewaltsamkeit, die erschreckt, aber fasziniert"
"wir sind diskontinuierliche wesen, die getrennt voneinander in einem unbegreiflichen abenteuer sterben, aber wir haben die sehnsucht nach der verlorenen koninuität"
deshalb betreibt der mensch diese spezielle art der sexuellen aktivität, die erotik, zu der der nur wenige species fähig sind, deren sinn und zweck sich nicht im "reproduktionsmechanismus" erschöpft. deshalb auch der konsum von psychedelika. deshalb die sehnsucht nach dem TODE: es geht immer um temporäre und zuletzt entgültige überwindung der diskontinuität...
"die wesen, die sich fortpflanzen, sind untereinander verschieden, und die gezeugten wesen sind untereinander und von jenen verschieden, aus denen sie hervorgegangen sind. ein jedes wesen ist von allen anderen verschieden. seine geburt, sein tod und die ereignisse seines lebens können für die anderen von interesse sein, aber unmittelbar ist es nur selbst daran beteiligt. nur es selbst wird geboren. nur es selbst stirbt. zwischen dem einen und dem anderen wesen liegt ein abgrund, trennt sie die diskontinuität."pragmatisch und wahr....
"im übergang von der diskontinuität zur kontinuität steht nämlich das elementare sein als ganzes auf dem spiel. nur die gewalttätigkeit kann auf solche weise alles aufs spiel setzen, die gewalttätigkeit und die namenlose erregung, die mit ihr verbunden ist! ohne vergewaltigung des einmal konstitutionierten seins...es hat sich in der diskontinuität konstitutioniert....können wir uns den übergang von einem zustand in einen anderen, der wesentlich verschieden ist, nicht vorstellen."ja: gewalttätig! sei es die brutale gewalt des orgasmus, des kleinen todes, die die diskontinuität temporär aufhebt, sei es die brutale gewalt mit der eine "tiefe psychedelische erfahrung" unser ego zertrümmert, sei es die brutale gewalt mit der uns der tod entgültig in die koninuität der ewigkeit (zurück) zwingt...

das tabu.
die erotik, die psychedelische erfahrung und der tod sind damit belegt.
"zuallererst unterscheidet sich die erotik von der sexualität der tiere darin, dass die menschliche sexualität durch verbote eingeschränkt ist und dass die erotik im bereich der übertretung jener verbote liegt. das begehren in der erotik ist ein begehren, das über das verbot triumphiert.
es setzt eine oppositition des menschen gegen sich selbst voraus."
ich will keine romane schreiben. jeder prüfe die worte batailles selber.
ich denke doch, das alle schon mal eine erotisches erlebnis hatten....erotische sexualtität dient nicht der erzeugung von nachkommen, der erhaltung der art....auch wenns der herr ratzinger gerne so hätte....
:D
auch hier greift der selbe mechanismus im punkto "psychedelische erfahrung": sie zu machen steht unter tabu, und erst im brechen des tabus (=im erhöhen der dosis bis zur ego-zertrümmerung) erfüllt sich der mensch und stößt in jenen ominösen bereich vor, der in jeder beziehung "unmöglich" ist...und eben "tabu" in der welt der rationalitat, des diskursiven denkens, der arbeit, der produktivitat und rentabilität....

batailles gedanken sind interessant und man beginnt heutzutage endlich, vor allem in frankreich, sich eingehender mit ihm zu beschäftigen.
vielleicht habe ich den fred seinetwegen eröffnet....bzw. um ihn euch vorzustellen.
es geht im unter anderem darum zu zeigen, das das heilige tabu seinen sinn hat, weil (und zugleich: obwohl) der tabu-bruch ebenso heilig ist.....während die christliche traditionwie bekannt doch nur dem ersteren (dem tabu) heiligkeit zugesteht....und durch diese verleugnung der heiligkeit des zweiten (des tabu-bruchs) die heiligkeit des tabus selber erst vernichtet, entwertet und ad absurdum führt.
:spinnst:
nebenbei bemerkt: in "die aufhebung der ökonomie" blickt er als ethnologe und denker auf die grauenerregenden opferrituale der lateinamerikanischen völker vor der unterwerfung durch die spanier und kommt zu recht...aussergewöhnlichen schlüssen...
aber ich schweife ab.
wo war ich...
ach ja...wollte ein erhellendes licht werfen auf die sexualität des menschen, auf sein bedürfnis nach ecstase, auf seine ("destruktive") todessehnsucht und auf das tabu, mit dem das alles belegt ist.
:lol:
vielleicht einfach noch ein paar zitate (ich verkneife mir weitere kommentare...sonst wird mein post wieder mal viiiiiel zu lang....):
"die erotik als ganzes stellt einen verstoss gegen die regel der verbote dar: sie ist eine menschliche aktivität. aber obwohl sie dort beginnt, wo das tier aufhört, ist das animalische dennoch ihre grundlage. die menschheit wendet sich von dieser grundlage voll schrecken ab, hält sie aber gleichzeitig am leben."voll schrecken. lieber rosa brille tragen? oder doch besser die almaas'schen löcher ertragen, sich dem ungeheuerliche, unmöglichen stellen?

mao schreibt:
Für mich ist Erotik ein Spiel bei dem es nichts zu verlieren und nichts zu gewinnen gibt, in das man sich aber einfach verfangen kann. Mit Liebe hat das Ganze für mich nur selten was zu tun.
bataille hierzu:
"wenn ein mann und eine frau durch liebe vereinigt sind, bilden sie gemeinsam eine verbindung, ein völlig abgekapseltes wesen;
wenn aber das ursprüngliche gleichgewicht beeinträchtigt wird, kann es sein, dass die rein erotische jagd zu der jagd der liebenden, die anfangs nur sie selbst zum gegenstand hatte, hinzukommt oder sie ersetzt.
das bedürfnis, sich zu verlieren, übersteigt in ihnen das bedürfnis, sich zu finden. in diesem augenblick ist die gegenwart eines dritten nicht mehr zwangsläufig, wie zu beginn ihrer liebe, das grösste hindernis. jehnseits des gemeinsamen wesens, dem sie in ihrer umarmung begegnen, suchen sie eine maßlose vernichtung, wo der besitz eines neuen gegenstandes, einer neuen frau oder eines neuen mannes, nur ein vorwand zu einer noch vernichtenderen verausgabung ist."
ähnliches kann auch mit psychedelika passieren...ist ganz "normal"... :lol:

und jetzt wirds...mystisch, kinners:
"die sexuelle aktivität entgeht zumindest für die zeit eines blitzstrahls dem versacken der energie und setzt die tätigkeit der sonne fort..."
"der sonnenstrahl, der wir sind, findet am ende die natur und den sinn der sonne wieder: er muss sich verschwenden, sich ohne berechnung verlieren. ein lebendes system wächst, oder verschwendet sich grundlos."
"...wir vergessen, das unsere intime existenz das sakrale ist und dass es die dinge sind, die unsere existenz transzendieren."

ups...not "the other way round"? jetzt bin ich aber...verwirrt... :lol:
"die sonne kotzte über mündern voller komischer schreie, in der leere eines absurden himmels, wie ein kranker säufer....
und so besiegelten eine unglaubliche hitze und bestürzung ein bündnis - unerträglich wie eine marter: wie eine nase, die abgeschnitten wird-, vollzogen die hochzeit (gefeiert mit der klinge des rasiermessers auf hübschen, auf unverschämten hintern), die kleine kopulation des stinkenden loches der sonne..."

na? wer macht jetzt alles dicht und schreit: "unheiliger tabubruch"? :D
"die erektion und die sonne sind ebenso skandalös wie der kadaver und die dunkelheit der höhlen...
die sonne liebt alleine die nacht und richtet die schändliche rute ihrer strahlengewalt auf die erde...
die menschlichen augen ertragen weder den anblick der sonne und des koitus, noch den kadaver oder der dunkelheit."

unerträglich!
^^

verwirrt?
na....dann pfeif dir psychedelika ein, verdammt, oder/und vögele ne runde.
(aber vorsicht: tabubruch!)
vielleicht öffnet sich dadurch dein scheitelchakra und du erkennst wie bataille:
"wenn ich sachte, selbst inmitten der angst eine seltsame absurdität herausfordere, öffnet sich am scheitel meines schädels ein auge.
dieses auge, das sich in seiner nacktheit einzeln der sonne in ihrem ganzen glanz öffnet, um sie zu betrachten, ist nicht die sache meiner vernunft: es ist ein ausgestossener schrei.
denn in dem augenblick, in dem das leuchten mich blendet, bin ich der splitter eines zerbrochenenen lebens,
und indem sich dieses leben
-angst und taumel-
einer unendlichen leere öffnet, zerreisst und erschöpft es sich plötzlich in dieser leere."

:herzen: :herzen: :herzen:



fazit (man meditiere über diese worte :nick: ):
"wenn der mensch auch die welt verloren hat, als er die animalität aufgab, so ist er doch dieses bewustsein von ihrem verlust geworden, das wir sind, und das ist in einer hinsicht mehr als der besitz, der dem tier nicht bewusst ist:
es ist der mensch, mit einem wort, weil es das ist, was alleine zählt für mich und was das tier nicht sein kann."

:denk:

Re: erotik

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hui, viel input....

grad nur soviel:
hiob hat geschrieben:im übergang von der diskontinuität zur kontinuität steht nämlich das elementare sein als ganzes auf dem spiel. nur die gewalttätigkeit kann auf solche weise alles aufs spiel setzen
Treffender Satz. Das faszinierende an Sexualität liegt wohl zu einem Gutteil in der Einvernehmlichkeit einen im Grunde gewaltsamen Zusammenstoß zu vollziehen, der gleichwohl unkontrolliert kontrolliert wird und ( in der Regel ) nicht verletzt, sondern ein gemeinsames Jauchzen hervorbringt, ein Stöhnen und Schreien, welches der Welt mitteilt: Das ist Leben! Kein Geräusch ohne Stille, keine Vereinigung ohne Trennung, keine Verschmelzung ohne Unterschiede.

Re: erotik

9
du glaubst
Das faszinierende an Sexualität liegt wohl
darin, dass sie
nicht verletzt, sondern ein gemeinsames Jauchzen hervorbringt
und hierdurch letztlich neues leben...?

schöner gedanke.
:)
aber ist der wunsch da nicht vater des gedankens?
:denk:


also ich "glaube" doch eher an die....ähmmm....unbefleckte empfängnis.
das ist imho realistischer:

http://www.youtube.com/watch?v=O5VE2AZu25k

^^

Re: erotik

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hab dank hiob für die bataille'schen-(s)extrakte.

dein post hat mich inspiriert heute ein paar stunden in katholischen foren zu verbringen und der erotik dort nachzuspüren.
da debattierte man seitenlang über die biblische aussage "er erkannte sie", *kicher*
das salomon'sche hohelied, erotische tänze & andere biblischen anspielungen wie: "sie goß ihm öl über sein füße und trocknete sein haar"... oder so ähnlich. eieiei :irre: :klug: :lol:

btw: als nicht-religiös erzogener, wusste ich garnicht, daß das tanzen in einigen christlichen kreisen so verpöhnt ist,
daß man da auch beinahe von "tabu" sprechen könnte. lobpreisungen(gottlob-im-tanze) sind wohl durchaus drin,
aber wehe da gibts ein paar erotische anspielungen, die an fruchtbarkeitskulte erinnern könnten. :panik:

seltsame welt.

es war ein durchaus interessante zeit, und ich spielte gar mit dem gedanken mich in einem solchem forum zu registrieren (oh, welch ketzerische verlockung)
...aber nun bin ich froh wieder hier zu sein. ehrlich!
ich würde es, wenngleich dort auch sehr tiefgehende thematiken besprochen werden,
es keine paar wochen dort aushalten. nada!
hiob hat geschrieben:verwirrt?
na....dann pfeif dir psychedelika ein, verdammt, oder/und vögele ne runde.
(aber vorsicht: tabubruch!)
lebenshilfe nr. 1881238832882842834:

wenn du verwirrt bist (und nicht nur dann), lass dich vom wind durchvögeln

ernst-gemeint!

auch wird er deine wirren gedanken fortwehen & klarheit/nüchternheit hinterlassen,
übergib sie einfach dem wind.

nebenbei:
kennst du einen stürmischeren, penetranteren, verspielteren, zärtlicheren, lieblicheren, frischeren liebhaber als den wind?

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hiob hat geschrieben:nebenbei bemerkt: in "die aufhebung der ökonomie" blickt er als ethnologe und denker auf die grauenerregenden opferrituale der lateinamerikanischen völker vor der unterwerfung durch die spanier und kommt zu recht...aussergewöhnlichen schlüssen...
obgleich wohl vieles spanisch-katholischer bullshit über blutrünstige wilde ist,
der sogar heute noch von renommierten "experten" heruntergebetet wird,
bin ich dennoch an ein paar zitaten diesbezüglich interessiert.

da dies in gewissem sinne auch auf meiner letzten reise thematisiert wurde (also das opfer, "der geschundene",
die urgewalten,die gewaltlosigkeit usw.)

eventuell würde es helfen, ein paar weitere einsichten diesbezüglich anzuregen
und/oder dazu ein paar gedanken zu formulieren, was mir derzeit nicht einfach fällt.

oder ist das nix für das zartbesaitete gemüt? :)

eilt selbstredend nicht, wäre aber ähm... "toll".

Re: erotik

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Auffällig, dass in Bekanntenkreisen ekstatische Erlebnisse häufig beschrieben werden, als sei man ordentlich durchgefickt worden. Man fühlt sich nachher irgendwie auf seltsame Art und Weise durchgeschüttelt und inspiriert.

Auf irgendeinem Trip bekam ich auch mal unmissverständlich bildlich vor Augen geführt, wie ich mich mit vielen Aktionen und Aktivitäten zur Befriedigung meiner Ich-Bedürfnisse einfach nur ununterbrochen selbst anal penetriere. Is halt eher ne Sonderform von Erotik.

:pfeif:

Re: erotik

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Auf irgendeinem Trip bekam ich auch mal unmissverständlich bildlich vor Augen geführt, wie ich mich mit vielen Aktionen und Aktivitäten zur Befriedigung meiner Ich-Bedürfnisse einfach nur ununterbrochen selbst anal penetriere. Is halt eher ne Sonderform von Erotik.
eine "sonderform", die, so scheints, in einem elementaren wesenszug des menschen urständet....
bin ich dennoch an ein paar zitaten diesbezüglich interessiert.
seufz.
liess das büchlein doch selber.
^^
bataille und seine gedankenwelt ist schwer mit ein paar sätzen zu umreissen.
zumindest ich selber bin zu faul...
und auch zu blöde :pfeif: ...
dies zu tun...
ausserdem führt es "in gewisser weise vom thema ab".
aber seis drum...

im vorwort von "die aufhebung der Ökonomie" heisst es:

Ein radikaler Angriff auf das unumstrittene Idol unserer Zeit: die
Nützlichkeit. Indem er frühe Kulturen studierte und sie mit unseren verglich,
sah Bataille in der gesamten modernen Welt so etwas wie eine fatale
Blindheit in Verbindung mit der unangefochtenen Vorherrschaft des
Nützlichen, dem alles untergeordnet wird, wodurch der Blick auf die
N o t w e n d i g k e i t des 'Unnützen' und 'Überflüssigen' verstellt wird.


auf seite 69 (die historischen gegebenheiten>opfer und kriege der azteken):

Die intime Welt(=die tabuisierte welt) verhält sich zur realen(=welt der ökonomie und der arbeit) wie das Unmaß zum
Maß, wie der Wahnsinn zur Vernunft, wie der Rausch zur
Klarheit. Maß gibt es nur in bezug aufs Objekt, Vernunft nur in
der Identität des Objekts mit sich selbst, Klarheit nur in der
genauen Kenntnis der Objekte. Die Welt des Subjekts ist die
Nacht: die erregende, unendlich suspekte Nacht, die, wenn die
Vernunft schläft, Ungeheuer hervorbringt. Ich behaupte, daß
sogar der Wahnsinn nur eine schwache Vorstellung von dem
vermittelt, was das freie, überhaupt nicht der realen Ordnung
unterworfene, nur vom Augenblick erfüllte Subjekt wäre. Das
Subjekt verläßt seinen eigenen Bereich und unterwirft sich den
Objekten der realen Ordnung, sobald es sich um die Zukunft
kümmert. Denn das Subjekt ist Verzehrung, soweit es nicht der
Arbeit unterworfen ist. Wenn ich mich nicht mehr kümmere um
das, was sein wird, sondern nur noch um das, was ist, warum
sollte ich dann irgend etwas zurückhalten? Ich kann auf der
Stelle, ohne jede Ordnung, die Gesamtheit der Güter, über die
ich verfüge, verzehren. Diese nutzlose Verzehrung ist das, was
mir gefällt, sobald die Sorge um den nächsten Tag nicht mehr
besteht. Und wenn ich so ohne jedes Maß verzehre, offenbare
ich meinesgleichen, was ich intimerweise bin: die Verzehrung
ist der Weg, auf dem die getrennten Wesen miteinander
kommunizieren. Alles ist transparent, alles ist offen, und
alles ist unendlich unter denen, die intensiv verzehren. Nichts
zählt dann mehr, die Gewalt wird freigesetzt und entfesselt sich
schrankenlos, so wie die Glut sich vermehrt.

und der mensch sei ständig bestrebt diese trennung aufzuheben.
durch die...."verzehrung".
dieses streben nach der "intimen welt" durch "verzehrung" sei also als ein elementares und essentielles streben, so bataille, das sich im kleinen, im persönlichen leben des einzelnen, wie im grossen, in den gesllschaftlichen und kulturellen strukturen, in denen der mensch lebt, beobachten liesse.
es unterscheiden sich die menschen und darüber hinaus die kulturen "lediglich" in dem eingeschlagenen wege und in der wahl der jeweiligen mittel mit denen die verwirklichung dieses ziel angegangen wird...
überall, wo die gesetzte der rentabilität und der ökonomie und der vernunft ausser kraft gesetzt seien, äussere sich das streben des menschen nach der "intimen welt", nach der "erfüllung im augenblick", nach dem masslosen verschwenden der über-schüssiger energie (denn die energie des kosmos sei unbegrenzt und MÜSSE, wenn sie nicht für weiteres wachstum benutzt werden könne, zwangsläufig verschwendet werden....):
das leben erschöpfe sich nicht alleine in reproduktion und wachstum, es verschwende sich vielmehr auch im überfluss seiner gestaltungen und zerstörung derselben.

diese gesetzmässigkeit ziehe sich durch sämtliche bereiche des lebens:
die atemberaubende und extravagante vielfalt die im laufe der evolution des lebens auf diesem planeten hervorgebracht wurde....das federkleid des pfaues...der irisierende glanz des schmetterlingsflügels...und auch die brutalität, mit welcher der pfau vom tiger, der schmetterlingsflügel vom sturme des sommerlichen gewitters, wieder zerrissen wird: schon dies zeuge von jener gesetzmässigkeit mit der das leben sich selbst verschwendend entfalte.
der mensch wiederum, ebenso ein teil und eingebettet in dieses system, setze in seinem leben und wirken diesen prozess fort.
auch er müsse die überschüssige....unbegrenzte (!)... energie, wenn die grenzen der reproduktion und des wachstumes erreicht seien, "sinnlos" verschwenden.
die megalitischen bauwerke der vorschriftlichen zeit...
die pyramiden der ägypter und der mayas...
die kathetralen unseres kulurraumes...
überhaupt sämtliche kulturleistung des menschen...
bis hin zur produktion von dingen, die der mensch nicht braucht (man denke zb. an die meisten konsumgüter der westlichen industrienationen, hirnlos-sinnloses merchandising und ähnlichen plunder...)
zeugten davon.
aber auch
die zahllosen kriege der völker untereinander...
oder die opferrituale der azteken eben...
seien ausdruck dafür, dass, sobald die grenzenlose energie nicht mehr in wachstum investiert werden könne, sie zur zerstörung genutzt werde.

macht irgendwie angst.
:angst:

gäbe es da nicht auch noch andere möglichkeiten für den menschen....bataille führt in seinem buch als ein beispiel die lamaistische gesellschaft tibets an... die überschüssige energie auf andere art und weise zu verschwenden und sich zu verzehren....
:)

aber verzehren müssen wir uns zuletzt doch....auf die ein oder andere weise.
es ist unsere aller sehnsucht und bestimmung.
:glaskugel:
Diese nutzlose Verzehrung ist das, was
mir gefällt, sobald die Sorge um den nächsten Tag nicht mehr
besteht. Und wenn ich so ohne jedes Maß verzehre, offenbare
ich meinesgleichen, was ich intimerweise bin: die Verzehrung
ist der Weg, auf dem die getrennten Wesen miteinander
kommunizieren. Alles ist transparent, alles ist offen, und
alles ist unendlich unter denen, die intensiv verzehren.


dies muss genügen.

:2cents:



ach, ne, ich hab hie noch ein paar schöne pics für euch....back to topic, so to speak...
sollte man vielleicht in einem katholischen forum mal posten.
die reaktion wäre sicher interessant.
:D

Bild


Bild


tempel von khajuraho

Re: erotik

13
wahrscheinlich bin ich auch zu faul, mir das selbst auszuleihen.
hab noch genug aufm zettel.
trotzdem danke für den hinweis.
:)
gowiththeflow hat geschrieben:Auffällig, dass in Bekanntenkreisen ekstatische Erlebnisse häufig beschrieben werden, als sei man ordentlich durchgefickt worden.
man darf halt nicht vergessen:
das erleben-von-Extasen gehört zu der höchsten ERfahrung, zu der die menschliche seele fähig ist:
also die verschmelzung der menschlichen seele mit der seele der göttlichkeit, gottheit, gottes.
als solche unausprechlich, kommt das bild "sexueller liebe" als bild dieser mystischen Vereinigung nur gelegen
und es wurde 1000fach von mystikern verwendet (siehe Hohelied usw.).

DAS hat aber alles mE herzlich wenig, wenn auch garnix mit dem 08/15-rumpoppen zu tun.
allerhöchstens in dem kontext, wie hiob & sein freund bataille ihn hier sieht.

ich muss das schreiben, sonst kann ich net ruhig schlafen. ;)

übrigens, falls es wen interessiert*kicher*:
bei leon is zu lesen, daß es im hebräischen keine superlative gab.
sie konnten nicht "das höchste lied" oder "das beste lied" sagen
sie sagten "das lied der lieder" oder "die nacht der nächte" (wenn
sich die 1000pforten des himmels zugleich öffnen)
als die heiligste aller nächte,lieder usw..

ja, man fühle sich anschliessend tatsächlich, als hätte man das fest der feste
gefeiert. mit-recht.

;)

---

zu dem sich-verströmen, sich-verzehren, sich-verschwenden:
ich glaube einige fernöstliche sprechen-wie bereits angedeutet-
da von "gewissenhaftem verschwenden".
bzw., gibt es durchaus andere wege überschüsse energie zu ver(sch)wenden.
jep. da kann ich mich nur anschliessen.

diese intimität aber
unfassbar.
ich meine wielange sind wir schon hier, in wievielen gestalten.
wir lieben uns sosehr, daß wir uns gegenseitig verzehren,
unser leben dafür geben.
unglaublich das!
manche neurose rührt wohl nur daher, daß der hominide
glaubt keine "nahrung" mehr zu sein. deswegen wohl auch
die ganzen mythen um "den bösen wolf" (der außerhalb des
sozialen stadtmauer lauert)... die voladores beim cc,
die alten beim lovecraft usw?

aber ich komme mal wieder vom topic ab, also schluss erstmal
für heute.

Re: erotik

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man darf halt nicht vergessen:
das erleben-von-Extasen gehört zu der höchsten ERfahrung, zu der die menschliche seele fähig ist:
also die verschmelzung der menschlichen seele mit der seele der göttlichkeit, gottheit, gottes.
als solche unausprechlich, kommt das bild "sexueller liebe" als bild dieser mystischen Vereinigung nur gelegen
und es wurde 1000fach von mystikern verwendet (siehe Hohelied usw.).

DAS hat aber alles mE herzlich wenig, wenn auch garnix mit dem 08/15-rumpoppen zu tun.
arghhh, jetzt schäme ich mich aber.
ehrlich.
:nick:

seufz.
das nächste mal mach ichs halt:

Bild


vielleicht wirds dann sauber und heilig genug um damit vor gottes augen zu bestehen.

;)
wir lieben uns sosehr, daß wir uns gegenseitig verzehren,
unser leben dafür geben.
unglaublich das!
manche neurose rührt wohl nur daher, daß der hominide
glaubt keine "nahrung" mehr zu sein.
ich weiss ehrlich nicht, warum mir bei diesen worten süsskinds "parfüm" in den sinn kommt.
^^
Der bataille hats geschnickt.
vielleicht.
zumindest beschleicht den, der sich auf seine ideen einlässt, eine bange ahnung NICHTS zu wissen.
und das ist doch schon mal ein indiz, dass der gute george einer heissen sache auf der spur ist....
erstaunlicher weise ist er selbst mir (!) streckenweise zu...radikal, ähmmm.
in "das obszöne werk (das auge usw.)" zb....
:kotz:

wer sich wirklich mit seinem werk auseinander setzen will, der suche den zugang NICHT über dieses buch, bitte.

"der heilge eros"...später unter dem titel "die erotik" veröffentlicht... ist da besser geeignet...

ist immer noch "sperrig" genug und verlangt dem leser viel ab...

wie slider schon treffend bemerkte:
ruhig schlafen fällt nach derlei lektüre schwer...

:nixplan:

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