Yogesh
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Vijnana Bhairava Tnatra

13. Jul 2017, 16:38

Osho zitiert diese uralte tantrische Schrift, einen Dialog zwischen Shiva und seiner Gattin Parvati, in seinem Buch"Das Buch der Geheimnisse". Shiva gibt Parvati hier 112 einfache Techniken, von denen viele eher Denkweisen sind. Ich beschriebe hier jetzt ein paar, die mir einfallen, sinngemäß:

1. Gehe über Bindung und Freiheit hinaus: Laut Tantra sind Samsara und Nirvana eins. Befreiung bedeutet, sich sowohl von Samsara als auch von Nirvana zu befreien. Erzeuge keine Gegensatzpaare, gehe nicht von einem Extrem ins nächste. Erst wollen die Menschen Geld, Macht, Sex, dann wollen sie Gott, das Reich Gottes, das Brahman, moksha, nirvana, shunyata, SatChitAnanda, Siddhaloka, den letzten Bestimmungsort der Befreiten, etc... Wenn man zum Gegenteil wechselt, wird dieses einen binden, sie sind nicht wirkliche Gegensätze, sondern nur Abstufungen ein und desselben Phänomens, wie heiß und kalt. Wenn man erkennt, dass beide Pole gleich sind, dann haben sich alle Wünsche erledigt, dann hat sich die Zukunft erledigt und man ist frei.

2. Erkenne, dass alles Äußere sich verändert: Alles verändert sich, nichts in der äußeren Welt ist unveränderlich, es gibt nur einen Kern im Inneren, der ewig unveränderlich ist. Buddha begründete auf diesem Sutra seine gesamte Lehre. Er sagt: Mach Dir dies klar und irgendwann wirst Du auf Deine
Mitte stoßen. Tantra geht aber noch einen Schritt weiter. Shiva sagt: "Zehre den Wandel durch den Wandel auf." Das bedeutet, dass man überhaupt nichts tun muss, außer sich zu entspannen. Es gibt zwei Typen von Menschen: Die einen denken, dass man das Äußere verändern muss, die anderen sagen, dass man das nicht muss. Aber auch hier gibt es zwei Abstufungen. Die einen sagen, dass man zwar das Äußere nicht verändern muss, wohl aber das Innere, die anderen sagen, man muss keines von beiden verändern, sondern einfach mit der Veränderung mittreiben und sie wahrnehmen. Diese Technik ist nur ein Entspannen und kann Dir alles geben, sonst ist weiter nichts nötig.

3. Sieh die Welt als ein Schauspiel: Nimm alles nicht so ernst. Nimm die Inhalte Deines Verstandes ncht so ernst, nimm Dein Leben nicht so nernst und vor allem: Nimm Dich selbst nicht so ernst. Mit einer ernsten Haltung kannst Du nie glücklich werden.

4. Meditiere über Dunkelheit: Da es draußen meistens beleuchtet ist, außer vielleicht im Wald, in den Bergen oder in einer Einöde, setze Dich in der Nacht in Dein dunkles Zimmer und starre ins Dunkel, ohne zu blinzeln. Mache das ein paar Wochen jede Nacht 2 Stunden und Du wirst jegliche Identifikaiton verlieren, die Vorstellung reich, arm, gebildet, dumm, schön, hässlich, Mann oder Frau zu sein. Du wirst so unglaublich ruhig und entspannt werden. Das einzige Problem kann sein, dass die meisten Menschen ein so stilles Wesen nicht ertragen können, sie werden weglaufen, wennn Du dich ihnen näherst. Einfach wunderschön. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Ein sehr lesenswertes Buch, allerdings in großem Format mit über 1000 Seiten und ziemlcih kleiner Schrift.
Yogash chitta vritti nirodha

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