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Dr.Schuh
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Gedichte, Songtexte, Lyrik

6. Mär 2009, 19:33

Hymne an LSD
Norbert J. Mayer

Du wagst es
Gehst auf die Reise
Gut vorbereitet, ist weise.
Mit Freunden tut's gut
In der Hölle, im Himmel und für den Mut

Hefe aus dir quillt
Ist nicht mehr zu verstecken
Das Salz der Erde stillt
Verdorrte Zungen lecken.
Verkrustung will zerhacken sein
Dein Leib, der will gebacken sein
Genüßlich verzehrend
Sich selbst neu vergärend.

So wie der Saft der Traube
Gepreßt zur Offenbarung
So wird dein alter Glaube
Gekeltert zu Erfahrung
Erst dunkel und dann licht
Erst trübe und dann rein
Je nach spezifischem Gewicht
Bald schwer, bald leicht
Ist der Zenit erreicht
Wird er zu bestem Wein
Der in der Zeit
Reift hin zur Ewigkeit

Und dann suchst du das Wort
Das Wort, den Raum, den Ort
Es brodelt in der Reagenz
In jeder Zelle Hochpotenz.
Es nimmt dich von der Stelle
Schiebt dich hinein in Gottes Hirn
An spinnfadendünnem Zwirn
Auf dem du taumelnd balancierst
Dann an ihm selbst hinunterseilst
In katatonen Höllen weilst
Und ob du schweißt und ob du frierst
Ob Mensch bleibst, Stein wirst, ob vertierst
Fällst in die fürchterlichsten Stürme
Durchs Elfenbein galaxer Türme
Geschleudert durch den Sesamberg
Von Buddhaschaft und Gartenzwerg.
Erst wenn du aus allen Löchern pfeifst
Dann möglicherweise du Gott begreifst.

Stürzt ab als heulendes Gespenst
Der Leibgeburt, dem Tod entgrenzt
Fleisch wieder wuchert ums Gebein
Du auferstehst im Venusschein
Mit Circe in Lust die Leiber genommen
Im ewigen Samowar geschwommen
In vielen Nächten
Beim Lieben und Schächten
Erleuchtend wunderlich verkommen.
In einer Ecke des Weltalls verstohlen
Um später endlich tief Luft zu holen
Mit Tieren, Pflanze, Ding und Stein
Und der Erde geatmet und allem Sein.

Das Wort verloren in dumpfem Lallen
Mit Luzifer aus dem Lichte gefallen
Gebete, Flüche um Erhörung
Verzweiflung, Haß und Selbstzerstörung.
Zum Lichte drängt jegliche Kreatur
Die dunkelste Tiefe sucht Dämmerspur
Ohne Licht ist die Seele gerichtet
Wird lautlos spurlos vernichtet.
Nur das Herz des Menschen gibt den Raum
Für Gott und den Teufel, sich anzuschaun. '
Jetzt jenes Zeichen mit lautlosem Ton
Im Blau der vorletzten Dimension.

Das Sitzfleisch rutscht dir weg
Gerinnt zu Talk und Speck
Mit blankem Steiß
Und höllenheiß
Blauweiß geputztes Skelett
Auf einem Himmelbett
Und wie in einer Krippe
Mitten im Gerippe
Nördlich vom Sterz
Ein pochend rotes Herz
Der Schöpfung Glockenschlag
Äonennacht, Äonentag.

Vermißter Mensch in Katakomben
Selbstbegräbnis unter Bomben
Verwüstetes Elysium
Entartetes Mysterium.
Und deine Krone verschüttet im Herzen
Herausgebohrt, - gewürgt in Schmerzen
Ob nicht, ob einsichtig versöhnt
Was tut's! Du bist zum Gott gekrönt

Ganz unten kommst du im Himmel an
Wer im Wartesaal sitzt, der kommt auch dran.
Gut ist die Zeit dir nicht genutzt
Wenn du nur flackernde Lampen geputzt
Oder Heiligenscheine stolz polierst
Und Möchtegerne dekorierst
Oder Jungfrauen in weiße Särge staffierst.
Auch nicht, wenn du dich im Winde drehst
Und nicht an die Quelle der Schöpfung gehst

Alte graue Zellen
Aufbrechend erhellen
Drusen zerplatzen
Kristallene Katzen
Funkelndes Sprühen
Milchstraßenglühen
Berauscht verzückt
Versetzt verrückt
Prall gefüllt von Schöpfungslust
Weiberschöße, Weiberbrust
Samenströme, Schöpfungstanz
Im göttlichen Wirbel von Glück und Glanz.

Verbrüht, verbrannt, verkohlt, verdampft
Was vollgebetet, seelverrußt
Erziehungs- und moralverkrampft
Wird ausgeputzt, der Kern bewußt.
Der Schöpfung Hindernis verbannt
In Pfaffensturz und Staatenbrand.
Sich selbst entwürdigt und entweiht
Fleischfeindlicher Besessenheit
In ihrer faden Blässlichkeit
Und ausgestopften Häßlichkeit

Ruhend an der Schöpfung Quelle
Fern liegt Ichsucht und Gewalt
Aus der Dämm'rung tritt das Helle
Logos nimmt sich die Gestalt
Ungezählt bleibt Art und Wahl
Schönheit ist ihr Ideal
Grazie ihr hoher Mut
Geschmiedet in der eignen Glut.
Dem Geist, der willig, steht zur Seite
Das Fleisch, das weise uns geleite.
Spiele, Tanz und bunte Lieder
Gottbewußtsein taut sich nieder
In den Perlen, Diamanten
Zeichen des noch Unbenannten
Ew'ger Morgen uns geschenkt
Dort triffst du vom Impuls gelenkt
Die erhab'ne Götterspur
Der unendlichen Natur.

- Norbert J. Mayer

Finde das großartig. :herzen:


Gruß,
und Erraphex dir alles Liebe zum 31. :),
Schuh
~ Resting in Peace ~

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raellear
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Re: Gedichte, Songtexte, Lyrik

4. Mai 2009, 07:14

»An envelope arrived one of these days. Inside there was a short letter from an old girlfriend with the recommendation to digest the accompanying contents - a tab of very strong acid. Very Alice indeed!«
Fish (1997)

Und das kam u.a. dabei raus:
On the outskirts of nowhere
On the ring road to somewhere
On the verge of indecision
I'll always take the roundabout way
Waiting on the rain
For I was born with a habit, from a sign
The habit of a windswept thumb
And the sign of the rain
It's started raining
Bzw. weit mehr als das. Ein ganz beeindruckender Gedichtband, zu dem eine Band einfach ein unglaublich schönes Album geschrieben hat: Marillion - Misplaced Childhood. Sehr zu empfehlen.
"if we are able to give priority to the meditation then all else will eventually fall into place on its own accord"

hiob

Re: Gedichte, Songtexte, Lyrik

28. Mai 2009, 16:38

The moaning comes from upstairs
I hear them, as if
Upon the threshold of awakening
Ebony tides sweep me away again
Not waving, but drowning
Skyward glance through eyes sinking beneath the surface
Spiraling through indistinct memories
Meanings lost in the primal depths
A caress of the void: the scream falls still

Reality null - The landscape dissolves
Abysmal galleries of depthless gray
Realm of decaying logic

The moaning has turned to screams
Whilst somewhere beyond, a voice drones the mad narrative
Of souls astray - reliving their mortal pains
Silhouettes writhing in murky air
Until a familiar voice whispered into my ear
One word was all that was spoken
Shattering the mirror of this fleeting oblivion
Into a thousand shards of broken light


The moaning comes from upstairs
I hear them, as if
Upon the threshold of awakening
Ebony tides sweep me away again
Not waving, but drowning
Skyward glance through eyes sinking beneath the surface
Spiraling through indistinct memories
Meanings lost in the primal depths
A caress of the void: the scream falls still

Reality null - The landscape dissolves
Abysmal galleries of depthless gray
Realm of decaying logic

The moaning has turned to screams
Whilst somewhere beyond, a voice drones the mad narrative
Of souls astray - reliving their mortal pains
Silhouettes writhing in murky air
Until a familiar voice whispered into my ear
One word was all that was spoken
Shattering the mirror of this fleeting oblivion
Into a thousand shards of broken light



The moaning comes from upstairs
I hear them, as if
Upon the threshold of awakening
Ebony tides sweep me away again
Not waving, but drowning
Skyward glance through eyes sinking beneath the surface
Spiraling through indistinct memories
Meanings lost in the primal depths
A caress of the void: the scream falls still

Reality null - The landscape dissolves
Abysmal galleries of depthless gray
Realm of decaying logic

The moaning has turned to screams
Whilst somewhere beyond, a voice drones the mad narrative
Of souls astray - reliving their mortal pains
Silhouettes writhing in murky air
Until a familiar voice whispered into my ear
One word was all that was spoken
Shattering the mirror of this fleeting oblivion
Into a thousand shards of broken light


Lyrics to A Caress Of The Void from Evoken

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getintoit
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Re: Gedichte, Songtexte, Lyrik

29. Jun 2009, 21:53

der text zu meinem leben:

einstürzende neubauten - ich warte

Ich warte mit geschlossenen Augen
warte auf den Morgen
Ich warte auf die Putzkraft
die soll den Blumenmüll entsorgen

Ich warte auf die Kellnerin
hab Monde mir bestellt ...
Ich warte durch die ganze Zeitung
bis es Zeit ist für die Welt

Ich warte mit dem Kugelschreiber
auf den Einfall der Ideen
Ich warte warte warte weiter
bis es Zeit ist zurückzugehen

Ich warte in den Zwischenräumen
vorgeblich ungeschützt
Ich warte auf die neue Sprache
die die mir dann nützt

Ich warte auf die Dopamine
die innerlich versprochen sind
Ich warte auf die Vorstellung
dass der Film endlich beginnt
Ich warte vor dem Automaten
warte auf mein Geld
Ich warte bis ein Stückchen Weltraumschrott
direkt vor meine Füsse fällt

Ich warte taste schwarze Tasten
weil Weiss bisher nur irrt
Ich warte warte warte weiter warte unbeirrt

Ich warte auf Katzengangeslärm
Ich warte auf Fischessang
Ich warte auf den einen grossen
unbeherrschten Klang

Ich warte auf die dunklen Massen
zwischen den Sternen noch unentdeckt
Ich warte auf die Untertassen
von den Nazis in den Anden versteckt

Ich warte am Rand der Welt
an dem es selbst Atomen schwindelt
Ich warte direkt am schwarzen Loch
Ich warte warte immernoch
Ich warte unverdrossen

Ich warte auf meiner Eisbergspitze
am Ende der Physik
auf Novemberhitze
und auf Dinge dies nicht gibt
Ich warte warte immer weiter
letztendlich auf Musik

Ich warte auf die eine
die ihren Namen wohl verdient
immer da war immer recht hat
auf die eine die die Sonne ausgräbt
das Gesetz der Gräber aufhebt
Ich warte auf die die taktlos erntet
honigtriefend
barfuss tanzend ohne Hemmschuh
die Ton für Ton der Starre entkommt
die jedem auf Anhieb bekannt vorkommt
Ich warte bis sie Türen Tore Schleusen öffnet
bis sie wolkenbrechend - Weckruf Fanfare -
überraschend aus dem Hinterhalt sich stürzt
Ich hoffe sie zettelt eine Hymne an
Ich warte bis es nichts mehr zu warten gibt

das Leben ist kein Irrtum, kein Irrtum und Musik
Ich warte
Ich warte immernoch
now i am become death, destroyer of worlds.

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Yagé
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Re: Gedichte, Songtexte, Lyrik

30. Jun 2009, 11:26

Eugen Roth - der starke Kaffee

Ein Mensch, der viel Kaffee getrunken,
Ist nachts in keinen Schlaf gesunken.

Nun muß er zwischen Tod und Leben
Hoch überm Schlummerabgrund schweben

Und sich mit flatterflinken Nerven
Von einer Angst zur andern werfen

Und wie ein Affe auf dem schwanken
Gezweige turnen der Gedanken,

Muß über die geheimsten Wurzeln
Des vielverschlungnen Daseins purzeln

Und hat verlaufen sich alsbald
Im höllischen Gehirn-Urwald.

In einer Schlucht von tausend Dämpfen
Muß er mit Spukgestalten kämpfen,

Muß, von Gespenstern blöd geäfft,
An Weiber, Schule, Krieg, Geschäft

In tollster Überblendung denken
Und kann sich nicht ins Nichts versenken.

Der Mensch in selber Nacht beschließt,
Daß er Kaffee nie mehr genießt.

Doch ist vergessen alles Weh
Am andern Morgen - beim Kaffee.


Der gute Mann schrieb viele Gedichte. Einige faszinieren mich, andere sprechen mich weniger an. Aber er ist definitiv der Erwähnung wert.
Die Realität ist Spiegelbild der Seele; wird nun das Innere verzerrt, so verschieben sich auch die Wesenszüge der Wirklichkeit.

hiob

Re: Gedichte, Songtexte, Lyrik

3. Jul 2009, 15:39

also der roth....biste dir sicher, dass er nicht über methamphe spricht. :freak:
fühlt sich allemal ähnlich an.... :pfeif:



rilke.... :beten:

seine worte versöhnen mich, den unversöhnlichen, mit der welt.
:herzen:
jeder wird in seinen worten nur so viel tiefe lesen können, wie er in sich selber schon gefunden hat.
sein gesang ist fast so erhaben wie der einer nachtigall.... ;)





In tiefen Nächten grab ich dich


In tiefen Nächten grab ich dich, du Schatz.
Denn alle Überflüsse, die ich sah,
sind Armut und armseliger Ersatz
für deine Schönheit, die noch nie geschah.

Aber der Weg zu dir ist furchtbar weit
und, weil ihn lange keiner ging, verweht.
O du bist einsam. Du bist Einsamkeit,
du Herz, das zu entfernten Talen geht.

Und meine Hände, welche blutig sind
vom Graben, heb ich offen in den Wind,
so dass sie sich verzweigen wie ein Baum.
Ich sauge dich mit ihnen aus dem Raum

als hättest du dich einmal dort zerschellt
in einer ungeduldigen Gebärde,
und fielest jetzt, eine zerstäubte Welt,
aus fernen Sternen wieder auf die Erde
sanft wie ein Frühlingsregen fällt.

hiob

Re: Gedichte, Songtexte, Lyrik

27. Aug 2009, 09:07

Dante Alighieri - La Divina Commedia
Paradies - Gesang 31

So sah ich denn, geformt als weiße Rose,
Die heil’ge Kriegsschar, die als Christi Braut
Durch Christi Blut sich freut in seinem Schoße.

Allein die andre, welche, fliegend, schaut’
Und singt des Ruhm, der sie in Lieb’ entzündet,
Die Huld, die hehre Kraft ihr anvertraut,

Sie senkt, ein Bienenschwarm, der jetzt ergründet
Der Blüten Kelch, jetzt wieder dorthin eilt,
Wo würz’ger Honigseim sein Tun verkündet,

Sich in die Blum’, im reichen Kelch verteilt,
Und flog dann aufwärts aus dem schönen Zeichen,
Dorthin, wo ihre Lieb’ all-ewig weilt;

Lebend’ger Flamm’, ihr Antlitz zu vergleichen,
Die Flügel Gold, das andre weiß und rein,
So daß nicht Reif noch Schnee den Glanz erreichen.

Und in die Rose zog von Reih’n zu Reih’n
Frieden und Glut, von ihnen eingesogen
Im Flug zur Hohe, stets mit ihnen ein.

Und, ob sie zwischen Blum’ und Höhe flogen,
Doch ward durch die beschwingte Menge nicht
Des Höchsten Blick und Glanz der Ros’ entzogen.

Denn so durchdringend ist das höchste Licht,
Das seinen Schimmer nach Verdienste spendet,
Daß nichts im Weltenall es unterbricht.

Dies Freudenreich, gesichert und vollendet,
Bevölkert von Bewohnern, neu und alt,
Hielt Lieb’ und Blick ganz auf ein Ziel gewendet.

O dreifach Licht, du, einem Stern entwallt,
Dort, wo man dich schaut, sel’gen Frieden hegend,
Schau’ her auf uns, die wilder Sturm umbaut.--

Wenn die Barbaren, kommend aus der Gegend,
Die stets die Bärin deckt, in gleicher Bahn
Sich mit dem lieben Sohn im Kreis bewegend,

Zu jenen Zeiten, als der Lateran
Die Welt beherrscht’, von Staunen überwunden,
Rom und der Römer große Werke sah’n;

Wie ich, der ich, dem Menschlichen entwunden,
Zum Höchsten kam, von Zeit zur Ewigkeit,
Von Florenz zu Gerechten und Gesunden,

Wie mußt’ ich staunen solcher Herrlichkeit?
Lust fühlt’ ich, nicht zu sprechen, nichts zu hören,
Geteilt in Staunen und in Freudigkeit.

Gleichwie ein Pilgrim, der sein lang Begehren
Im Tempel des Gelübdes, schauend, letzt,
Und hofft von ihm einst andre zu belehren;

So war ich, zum lebend’gen Licht versetzt,
Den Blick, lustwandelnd, durch die Stufen führend,
Jetzt auf, jetzt nieder und im Kreise jetzt.

Gesichter sah ich hier, zur Liebe rührend,
In fremdem Licht und eignem Lächeln schön,
Gebärden, sich mit jeder Tugend zierend.

Im allgemeinen könnt’ ich schon ersehn,
Wie sich des Paradieses Form gestalte,
Doch blieb mein Blick noch nicht beim einzlen stehn;

Und da mir neuer Wunsch im Herzen wallte,
So kehrt’ ich, um zu fragen, mich nach ihr,
Wie das, was ich nicht einsah, sich verhalte.

Sie fragt’ ich, und ein andrer sprach zu mir.
Sie suchend, fand ich mich bei einem Greise,
Gekleidet in der andern Sel’gen Zier.

Auf Aug’ und Wang’ ergoß sich gleicherweise
So Gut’ als Freude--fromm war Art und Tun,
Wie’s Vätern ziemt, in lieber Kinder Kreise.

Und wo ist sie? so sprach ich eilig nun.
Drum er: Beatrix hat mich hergesendet
Von meinem Platz, um dir genugzutun.

Du wirst, den Blick zum dritten Sitz gewendet
Des höchsten Grads, sie auf dem Throne schau’n,
Der ihren Lohn für ihr Verdienst vollendet.

Ohn’ Antwort hob ich rasch die Augenbrau’n--
Sah sie--sah ew’ge Strahlen ihr entwallen
Im Widerschein und ihr die Krone bau’n.

Vom Raum, aus dem die höchsten Donner hauen,
War nimmer noch ein Menschenblick so weit,
Und war’ er auch ins tiefste Meer gefallen,

Als ich von meiner Herrin Herrlichkeit,
Doch sah ich klar ihr Bildnis niederschweben
Rein, unvermischt, in lichter Deutlichkeit.

O Herrliche, du, meiner Hoffnung Leben,
Du, der’s zu meinem Heile nicht gegraut,
Dich in den Schlund der Hölle zu begeben,

Dir dank’ ich alles, was ich dort geschaut,
Wohin du mich durch Macht und Güte brachtest,
Und deine Gnad’ und Tugend preis’ ich laut.

Die du zum Freien mich, den Sklaven, machtest,
Mir halfst auf jedem Weg, in jeder Art,
Die du zu diesem Zweck geeignet dachtest,

Hilf, daß, was du geschenkt, mein Herz bewahrt,
Damit sich dir die Seele dort geselle,
Die Seele, die gesund durch dich nur ward.

So fleht’ ich heiß--und sie, von ferner Stelle,
Sie lächelte, wie’s schien, und sah mich an,
Dann schaute sie zurück zur ew’gen Quelle.

Damit du ganz vollendest deine Bahn,
Begann der Greis, auf der dich fortzuleiten
Ich Auftrag von der heil’gen Lieb’ empfah’n,

Laß deinen Blick durch diesen Garten gleiten,
Denn stärken wird dir dies des Auges Sinn,
Und ihn auf Gottes Strahlen vorbereiten.

Und sie, die mich entflammt, die Königin
Des Himmels, läßt uns ihre Gnade frommen,
Weil ich ihr vielgetreuer Bernhard bin.

Wie der, der von Kroatien hergekommen,
Um unser Schweißtuch zu betrachten, nicht
Satt wird, zu sehn, wovon er längst vernommen,

Und, wenn man’s zeigt, zu sich im Innern spricht:
Herr Jesus Christus, wahrer Gott, hienieden
War wirklich so geformt dein Angesicht?

So ich, als mir der Anblick ward beschieden
Der Liebe dessen, der in dieser Welt,
Betrachtend, schon gekostet jenen Frieden.

Er sprach: Was Schönes dieses Reich enthält,
Wird, Sohn der Gnade, sich dir nimmer zeigen,
Wenn sich dein Blick nur tief am Grunde hält.

Doch laß den Blick von Kreis zu Kreise steigen,
Bis daß er sich zur Königin erhöht,
Vor der sich fromm des Himmels Bürger neigen.

Aufschaut’ ich, und, wie, wenn die Früh’ ersteht,
Der Ost den Himmelsteil mit goldnen Strahlen
Besiegt, in dem die Sonne niedergeht,

So, steigend mit dem Blick, wie wir aus Taten
Die Berg’ ersteigen, sah ich einen Ort
Im höchsten Rand all andres überstrahlen.

Und als ob früh der Ost, da, wo sofort
Die Sonne steigen soll, sich mehr entflamme,
Wenn sich das Licht vermindert hier und dort;

So sah ich jene Friedens-Oriflamme
Inmitten mehr erglüh’n, und bleicher ward
Bei ihrem Glanz der andern Lichter Flamme.

Ich sah viel tausend Engel, dort geschart,
Sie feiernd, mit verbreitetem Gefieder,
Verschieden jeglichen an Glanz und Art.

Und Schönheit lachte bei dem Klang der Lieder
Und bei dem Spiel und strahlt’ in Seligkeit
Aus aller andern Sel’gen Augen wieder.

Und reichte meiner Sprache Kraft so weit,
Als meine Phantasie, doch nie beschriebe
Ich nur den kleinsten Teil der Herrlichkeit.

Bernhard, bemerkend, daß mit heil’gem Triebe
An seiner glüh’nden Glut mein Auge hing,
Erhob auch sein’s zu ihr mit solcher Liebe,

Daß mein’s zum Schauen neue Glut empfing.

hiob

Re: Gedichte, Songtexte, Lyrik

3. Sep 2009, 19:53

wer glaubte, das motiv der "fliegenden papiertüte" aus american beauty sei eine schöpfung des drehbuchautors, ist natürlich vollkommen falsch gewickelt.

das motiv ist so alt wie der wind selber....

nun ja...zumindest um 1900 wars schon beliebt:


"Ich sah einmal auf einem menschenleeren Platz zu, wie große Papierfetzen, – ohne daß ich vom Winde etwas spürte, denn ich stand durch ein Haus gedeckt, – in toller Wut im Kreise herumjagten und einander verfolgten, als hätten sie sich den Tod geschworen.
Einen Augenblick später schienen sie sich beruhigt zu haben, aber plötzlich kam wieder eine
wahnwitzige Erbitterung über sie, und in sinnlosem Grimm rasten sie umher, drängten sich in einen Winkel zusammen, um von neuem besessen auseinander zu stieben und schließlich hinter einer Ecke zu verschwinden.
Nur eine dicke Zeitung konnte nicht mitkommen; sie blieb auf dem Pflaster liegen und klappte
haßerfüllt auf und zu, als sei ihr der Atem ausgegangen und als schnappe sie nach Luft."...

Ein dunkler Verdacht stieg damals in mir auf: was, wenn am Ende wir Lebewesen auch so etwas
Ähnliches wären wie solche Papierfetzen? – Ob nicht vielleicht ein unsichtbarer, unbegreiflicher
»Wind« auch uns hin und her treibt und unsre Handlungen bestimmt, während wir in unserer Einfalt glauben unter eigenem, freiem Willen zu stehen?
Wie, wenn das Leben in uns nichts anderes wäre als ein rätselhafter Wirbelwind? Jener Wind, von dem die Bibel sagt: Weißt du, von wannen er kommt und wohin er geht? – – – Träumen wir nicht auch zuweilen, wir griffen in tiefes Wasser und fingen silberne Fische, und nichts anderes ist geschehen, als daß ein kalter Luftzug unsere Hände traf?«


zitat aus gustaf meyrinks "golem"....

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Phönix
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Re: Gedichte, Songtexte, Lyrik

4. Sep 2009, 08:40

Sehr schön. Ich hab mich das schon gefragt, als ich American Beauty gesehen habe, kannte aber keinen Text, indem dieses Motiv schon aufgegriffen wurde. Ein schönes Gleichniss...
"Würden die Pforten der Wahrnehmung gereinigt, so erschiene dem Menschen alles, wie es ist: unendlich. Denn der Mensch hat sich selbst eingesperrt, so dass er alle Dinge nur durch die engen Ritzen seiner Höhle sieht.“
(William Blake)

Aitsch_Gee

Re: Gedichte, Songtexte, Lyrik

4. Sep 2009, 23:06

Waiting for the night
Depeche Mode

I'm waiting for the night to fall
I know that it will save us all
When everything's dark
Keeps us from the stark reality

I'm waiting for the night to fall
When everything is bearable
And there in the still
All that you feel is tranquillity

There is a star in the sky
Guiding my way with its light
And in the glow of the moon
Know my deliverance will come soon

I'm waiting for the night to fall
I know that it will save us all
When everything's dark
Keeps us from the stark reality

I'm waiting for the night to fall
When everything is bearable
And there in the still
All that you feel is tranquillity

There is a sound in the calm
Someone is coming to harm
I press my hands to my ears
It's easier here just to forget fear

And when I squinted
The world seemed rose-tinted
And angels appeared to descend
To my surprise
With half-closed eyes
Things looked even better
Than when they were open

Been waiting for the night to fall
I knew that it would save us all
Now everything's dark
Keeps us from the stark reality

Been waiting for the night to fall
Now everything is bearable
And here in the still
All that you feel is tranquility

http://www.youtube.com/watch?v=IMsZ9IHJeF4 (ge-/erlebte Erinnerungen auf youtube <33)

hiob

Re: Gedichte, Songtexte, Lyrik

9. Sep 2009, 00:09

Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

Hermann Hesse



:heul:

Aitsch_Gee

Re: Gedichte, Songtexte, Lyrik

15. Jan 2010, 17:37

Tricky - Peyote sings

Peyote sings
'Excuse me, what you're looking at?
Aren't you that?
Yes I am, why?
I've seen you on television
Yeah I do that stuff, helps me sell my vision
So you're a prostitute?
I guess so would you rather I shoot?
What you're looking at?
Aren't you that?
Yes I am, why?
I've seen you on television

Peyote sings

Are you rich are you wealth?
Why you do this?
I can't do nothing else
To be truthful to you
I don't like your voice
That's ok, neither do I
The only difference between me and you
Is that I get by
'Excuse me, what you're looking at?

Peyote sings

Do you think you're a good father to your daughter?
Yeah, and when I'm not
I burn in fire and drown in water
'Excuse me, what you're looking at?
What you're looking at?

Peyote sings

When's your new album?
I heard the last one's falling
I don't know, I don't listen to the charts
I listen to the calling
'Excuse me, what you're looking at?
'Excuse me, what you're looking at?
What's it feel like being famous?
Feels like a muppet in a puppet show
So why'd you do it?
It's like I said this is all I know

'Excuse me, what you're looking at?
Peyote sings

'Excuse me can I ask you a question?
Why'd you ask so many questions?
I don't know I guess I need a life
Yeah Mister Chen says I need a wife
I need a crutch, no not to touch
To lean on

'Excuse me why'd you ask so many questions?
Can I ask you a question?
Why'd you ask so many questions?
I don't know I guess I need a life
Yeah Mister Chen says I need a wife
I need a crutch, no not to touch
To lean on to be strong
'Excuse me, what you're looking at?

Peyote sings

'Excuse me, what you're looking at?
Peyote sings
Aren't you that?
Yes I am, why?
I've seen you on television
Yeah I do that stuff, helps me sell my vision
Do you prostitute?
I guess so would you rather I shoot?

Can I ask you a question?
Why'd you ask so many questions?
I don't know I guess I need a life
Yeah Mister Chen says I need a wife
A crutch, not to lean
A crutch, not touch, to lean on
What you looking at?
'Excuse me, what you're looking at?

Peyote sings

What does fame feel like?
It feels like a muppet in a puppet show
So why'd you do it ?
It's like I said, this is all I know

http://www.youtube.com/watch?v=1Ui586WUstk (leider nicht vollständig)

Tricky - Hell is Round the Corner

Tricky:
I stand firm for a soil
I lick a rock off foil
So reduce me, seduce me
Dress me up in Stüssy
Hell is round the corner where I shelter
Isms and schisms, we're living on a skelter
If you believe I'll deceive common sense says you are thief
Let me take you down the corridors of my life

Tricky and Martina:
And when you walk, do you walk to your preference
No need to answer 'till...

Tricky:
I take further evidence.
I seem to need a reference to get residence
A reference to your preference to say
I'm a good neighbour, I trudge
So judge me for my labour
Lobotomy ensures my good behavior
The constant struggle ensures my insanity
Passing the indifference ensures the struggle for my family
We're hungry, beware of our appetite
Distant drums bring the news of a kill tonight
The kill which I share with my passengers
We take our fill, take our fill, take a feel

I stand firm for a soil
I lick a rock off foil
So reduce me, seduce me
Dress me up in Stüssy
Confused by different memories
Details of Asian remedies
Conversations, of what's become of enemies
My brain thinks bomb-like
So I listen he's a calm type
As I grow
And as I grow, I grow collective
Before the move sit on the perspective
Mr. Quail's in the crevice
And watches from the precipice
Imperial passage
Heat from the sun someday slowly passes
Until then, you have to live with yourself
Until then, you have to live with yourself

I stand firm for a soil
Lick a rock off foil
So reduce me, seduce me
Dress me up in Stüssy

Martina:
Hell is round the corner where I shelter
Isms and schisms, we're living on a skelter
If you believe I'll deceive and common sense says you are the thief
Let me take you down the corridors

Tricky:
My brain thinks bomb-like, bomb-like
My brain thinks bomb-like, bomb-like, bomb-like
My brain thinks bomb-like
Beware of our appetite

http://www.youtube.com/watch?v=sR7ZWO3EyHo :hypno:

Aitsch_Gee

Re: Gedichte, Songtexte, Lyrik

27. Jan 2010, 22:52

Alanis Morissette - Thank U

How bout getting off of these antibiotics
how bout stopping eating when I'm filled up
how bout them transparent tangeling carrots
how about that ever elusive kudo

Thank you India
thank you terror
thank you disillusionment
thank you frailty
thank you consequence
thank you thank you silence

How bout me not blaming you for everything
how bout me enjoying the moment for once
how bout how good it feels to finally forgive you
how bout grieving it all one at a time

Thank you India
thank you terror
thank you disilluisionment
thank you frailty
thank you consequence
thank you thank you silence

The moment I let go of it
was the moment I got more than I could handle ooh
the moment I jumped off of it
was the moment that I touched down

How bout no longer being masochistic
how bout remembering your divinity
how bout unabashedly bawling your eyes out
how bout not equating death with stopping

Thank you India
thank you providence
thank you disillusionment
thank you nothingness
thank you clarity
thank you thank you silence

http://www.mojvideo.com/video-alanis-mo ... f390fef788

--

Natasha Bedingfield - Soulmate


Incompatible, it don't matter though
'cos someone's bound to hear my cry
Speak out if you do
you're not easy to find

Is it possible Mr. Loveable
is already in my life?
Right in front of me
or maybe you're in disguise

Who doesn't long for someone to hold
who knows how to love you without being told
somebody tell me why I'm on my own
if there's a soulmate for everyone

Here we are again, circles never end
How do I find the perfect fit?
There's enough for everyone
but I'm still waiting in line

Who doesn't long for someone to hold
who knows how to love you without being told
somebody tell me why I'm on my own
if there's a soulmate for everyone

If there's a soulmate for everyone

Most relationships seem so transitory
They're all good but not the permanent one

Who doesn't long for someone to hold
who knows how to love you without being told
somebody tell me why I'm on my own
if there's a soulmate for everyone

Who doesn't long for someone to hold
who knows how to love you without being told
somebody tell me why I'm on my own
if there's a soulmate for everyone
If there's a soulmate for everyone

http://www.youtube.com/watch?v=aJUk5YVc-Gs

Aitsch_Gee

Re: Gedichte, Songtexte, Lyrik

6. Apr 2010, 04:15

Musste am WE an diese Worte (zumindest Auszüge davon) denken, wobei ich das Zitat nicht gleich einordnen konnte. Ging um ein Bild, das ich vor Augen hatte, das war der passende Text dazu.
getintoit hat geschrieben: Ich warte warte immer weiter
letztendlich auf Musik

...

Ich warte bis es nichts mehr zu warten gibt
das Leben ist kein Irrtum, kein Irrtum und Musik
Ich warte
Ich warte immernoch
Tolle Worte! <3

--
The Boss ;)

I get up in the evening
and I ain't got nothing to say
I come home in the morning
I go to bed feeling the same way
I ain't nothing but tired
Man I'm just tired and bored with myself
Hey there baby, I could use just a little help

You can't start a fire
You can't start a fire without a spark
This gun's for hire
even if we're just dancing in the dark

Message keeps getting clearer
radio's on and I'm moving 'round the place
I check my look in the mirror
I wanna change my clothes, my hair, my face
Man I ain't getting nowhere
I'm just living in a dump like this
There's something happening somewhere
baby I just know that there is

You can't start a fire
you can't start a fire without a spark
This gun's for hire
even if we're just dancing in the dark

You sit around getting older
there's a joke here somewhere and it's on me
I'll shake this world off my shoulders
come on baby this laugh's on me

Stay on the streets of this town
and they'll be carving you up alright
They say you gotta stay hungry
hey baby I'm just about starving tonight
I'm dying for some action
I'm sick of sitting 'round here trying to write this book
I need a love reaction
come on now baby gimme just one look

You can't start a fire sitting 'round crying over a broken heart
This gun's for hire
Even if we're just dancing in the dark
You can't start a fire worrying about your little world falling apart
This gun's for hire
Even if we're just dancing in the dark
Even if we're just dancing in the dark
Even if we're just dancing in the dark
Even if we're just dancing in the dark
Hey baby

http://www.youtube.com/watch?v=QSmZMqHA ... re=related

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Re: Gedichte, Songtexte, Lyrik

17. Apr 2010, 17:02

Find ich sehr schön den Text. :nick:

Faithless - Bombs

So much more than I thought this world could ever hold
So much more than I thought this world could ever hold

We think we're heroes, we think we're kings
We plan all kinds of fabulous things
Oh look how great we have become

Key in the door, the moment I've been longing for
Before my bag hit the floor
My adorable children rush up screaming for a kiss,
and a story, they're a gift to this world
My only claim to glory
I surely never knew sweeter days
Blows my mind like munitions
I'm amazed

So much heaven, so much hell
So much love, so much pain
So much more than I thought this world could ever contain
So much war, so much soul
One man's loss, another man's goal
So much more than I thought this world can ever hold

We're just children, we're just dust
We are small and we are lost
And we're nothing, nothing at all

One bomb, the whole block gone
Can't find me children and dust covers the sun
Everywhere is noise, panic and confusion
But to some, another fun day in Babylon
I'm gonna bury my wife and dig up my gun
My life is done so now I got to kill someone

So much heaven, so much hell
So much love, so much pain
So much more than I thought this world could ever contain
So much war, so much soul
One man's loss, another man's goal
So much more than I thought this world could ever hold

So much more than I thought this world could ever hold
So much more than I thought this world could ever hold

So much heaven, so much hell
So much love, so much pain
So much more than I thought this world could ever contain
So much war, so much soul
One man's loss, another man's goal
So much more than I thought this world could ever hold
"It's only after we've lost everything, that we're free to do anything!" Fight Club

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