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Antriebslosigkeit und Unlustgefühle

22. Nov 2011, 17:18

Habe grade einfach Lust meine Gesamtsituation darzustellen, weiß nicht ob es eine spirituelle Krise ist, auf jeden Fall ist es eine psychologische und persönliche... Auf ner gewissen Ebene vielleicht auch spirituell, hängt wohl davon ab wie man das definiert...

Heute hab ich festgestellt, dass ich meine Miete an eine andere BLZ übertragen hab und das Geld jetzt irgendwer anders hat... irgendwie läuft mein ganzes Leben zZ so... werfe ständig was runter oder es geht was kaputt, dann werd ich andauernd krank... hab so ne tief sitzende Lebensunlust in mir, irgendwie kommt alles so widerlich rüber... noch nicht mal traurig, nein oftmals richtig EKELHAFT! :nixplan:

Ja, mir gehts oft gut, richtig gut. Aber ich habe so viele Probleme, die man kaum ignorieren kann. Da wäre zum Beispiel die Uni. Ich hab das Gefühl dass ich nicht genug "Kraft" habe mein Leben zu genießen, so wie die Gesellschaft sich das vorstellt (fortgehen, mit Leuten quatschen, trinken, bla, finde ich eigentlich eher anstrengend und das OBWOHL ich die Leute gerne mag!) und mich dann noch für die Uni anzustrengen... wache halt oft auch auf und würde am liebsten nach ein paar Stunden wieder schlafen gehen...

Hat auch mit dem ungeplanten Unialltag zu tun, sprich man ist zu nichts gezwungen, jeden Tag beginnen die Vorlesungen/Seminare unterschiedlich, mal um 7.30, mal um 15.00. Ich LIEBE mein Studienfach (Philosophie) aber alles was ich anfasse versinkt sofort im Chaos und ich hab einfach keinen Bock dieses Scheiss Chaos zu ordnen...

Die letzten Sommerferien hab ich mal aus Gelegenheit H probiert und war dann etwa 3, 4 Wochen auf Tramadol, böser Fehler... ich habe das Gefühl, das hat meine Depressionen sehr verstärkt, irgendwie gibt es viel zu wenig positive Gefühle und hauptsächlich "Stress" oder "Langeweile". Muss allerdings auch zugeben dass es in letzter Zeit wieder ein bisschen besser wird... Nach dieser Phase hatte ich echt Selbstmordgedanken und das wegen den lächerlichsten Kleinigkeiten...

Mich belastet vieles aus der Vergangenheit... Meine Kindheit verlief eigentlich normal... in der Schule gings los, sollte in der ersten Klasse wohl wenns nach meiner Lehrerin gegangen wäre in die Sonderschule verwiesen werden... bin halt sehr impulsiv, wenn ich sauer bin schreie ich und wenn ich traurig bin heule ich, habe da ne vergleichsweise schlechte Impulskontrolle... Wurde allerdings besser, mitlerweile passiert es mir so gut wie nicht mehr... So mit 14, 15 war ich sehr kränkbar und zog mich stark zurück, hab mich auch immer für andere Sachen interessiert als meine Mitschüler, mochte zum Beispiel keinen Sport sondern interessierte mich für Esoterik, Nahtoderfahrungen, das Bizarre und Abeitige und war gerne allein. Fortgehen war schrecklich, komme von Alkohol oft schlecht drauf... THC oder Kaffee zum Beispiel wirken super aber betrunken gehen meine Gedanken oft schnell in eine negative Richtung. Unverhältnismäßig negativ... überhaupt machen mich viele Dinge unverhältnismäßig traurig und wütend... Und dann der Musikgeschmack meine Klassenkameraden.... :kotz: Ach ja, Freundin hatte ich auch erst einmal und Führerschein trotz mehrer Anläufe nicht gepackt... Hatte auch öfter mal Selbstmordgedanken, Paranoia, Angst schwer krank zu werden, Selbsthass, Hass auf die Menschen, den ich nur so halb logisch begründen konnte...

Ich seh mich jetzt nicht als Opfer meiner Gefühle oder so, aber die Kraft, die es kostet, meine Gedanken wieder in eine positive Richtung zu lenken... Ich weiß, dass es meine eigene Entscheidung ist meine Gedanken von etwas negativem in Richtung positiv zu lenken, allerdings bleibt das stetige Problem der Antriebslosigkeit, ich habe das Gefühl immer auf 35% statt auf 100 zu laufen... die ganze Zeit... und ich habe nicht das Gefühl irgendetwas dagegen tun zu können... habe auch teilweise so n bisschen "depressive Pseudodemenz", sprich, ich vergesse einfach Wörter oder irgendwelche Sachen, die ich eigentlich weiß...

Nun ja, dass ich mir solche Ausrutscher wie mit dem Tramadol nicht mehr leisten darf ist mir klar, es zieht mich einfach zu sehr runter... leider zieht mich alles runter außer Psychedelika, oder Gott sei Dank, wenn man an die Suchtproblematik denkt. Bei anderen Alltagssüchten (Essen zum Beispiel) ist das wieder ne ganz andere Geschichte...

Naja, Quintessenz des ganzen ist wohl folgendes: Ich habe nicht das Gefühl gleichzeitig glücklich sein und "funktionieren" zu können... Allerdings will ich funktionieren, meiner Eltern und Freunde wegen... Aber wenn ich mir das Leben so ansehe... so vieles löst bei mir so tiefen Hass aus...

Manchmal frage ich mich, mein Interesse für Drogen und "Bewusstseinserweiterung" (ja, was soll das eigentlich sein?) ist das nicht Selbstverarsche mit intellektuellem Beigeschmack? Und wieder auf der ganz anderen Seite, ist Selbstverarsch nicht eventuell GUT, wenn ich die Wahl zwischen Ekel oder aber der "verzweifelte Annahme das jemand oder zumindest irgendeine Kraft sich um das Licht am Ende des Tunnels kümmert" habe?

was noch dazu kommt ist ne gewisse "No Future"-haltung... ich kann mir nicht vorstellen, dass die Zukunft, zumindest in Europa allzu viel positives bereit hält. Dazu gibt es zu viele intolerante Leute, die nur ihren Lebensweg als richtig akzeptieren können und ich befürchte dass sie die Angst vor Wirtschaftskrisen oder (möglichen?) Umweltkrisen nicht grade toleranter machen wird... Würde eigentlich auch sofort wegziehen, bzw. in den Urlaub fahren und nicht mehr zurückkommen, hab nur grad kein Geld für den Urlaub. ;)

Auf der anderen Seite liegt das Problem wohl eher in mir, wie ich mein Leben angehe... Ich kanns schon auch positiv angehen aber das niedrige Leistungsniveau bleibt... oder ich bin halt mein Leben lang "viertelglücklich"... Hab auch das Gefühl mich ständig anregen und belohnen zu müssen. :pfeif: Für was andere Leute alles Kraft haben... wie kreativ die sind, ich hab nicht mal die Energie mir nen einheitlichen Kleidungsstil zusammenzustellen...

Ja, bla...^^ Dämmliches Durchschnittsgeheule halt von jemandem dem es leicht unterdurchschnittlich schlecht geht... aber trotzdem wäre es ihm lieber, ginge es ihm besser... Hab auch keinen Bock auf scheiss Antidepressiva, nennt mich verbohrt aber da traue ich jedes Wochenende Pilzen mehr... hab halt nur keine Connection da wo ich grad wohne und Internet ist teuer und ich brauche viiieeel Pilze. ;) Werde wohl ab morgen wieder zum Johanniskraut greifen... bin halt den Psychopharmaka gegenüber sehr skeptisch und vor allem dem System gegenüber, das dahintersteht... ich brauch keinen Arzt, ich habe den Wunsch mir selbst zu helfen... Hab auch nicht das Gefühl, dass mir Psychotherapie wirklich was "gebracht" hat, auch wenn die Therapeuten da teilweise sehr nett waren. Und das Medikament, das mir n Psychiater verschrieben hätte war Risperidon, keine Ahnung wie der ausgerechnet da drauf gekommen ist, war auf jeden Fall ganz furchtbar...

Mein Dad so: "Schlimmer als Kiffen werden die Tabletten auch nicht sein.", ich: "Das wage ich mal stark zu bezweifeln." :fies:

Und grad hab ich mich mit Kaffee angeschüttet, ich komm mir vor wie der Berthold aus Stromberg, wenn den jemand kennt. :( Ok, ich habe Freunde, aber keine Freundin und es geht ständig irgendwas schief...

Naja, habe auch das Gefühl, dass das alles einen gemeinsamen Grund hat, auch wenn es sich jetzt sehr unzusammenhängend anhört... eine falsche Art ans Leben heranzugehen, ein neurologischer Schaltkreis ist fehlprogrammiert oder ein nekrophiler Charakter nach Erich Fromm. Wer weiß...

Ja, irgendwelche Tips? Vielleicht durchschaut hier ja jemand etwas, das mir nicht auffällt, was der Fehler in meiner Scheiss Denkweise ist... Oder einer hatte/ hat das selbe Problem.

Vor allem will ich Leistungsfähig sein und mein riesen Ego etwas zurückfahren, das mich zerfrisst... Aber lös mal so ein Ego auf... Dauerhaft meine ich...

Andere Leute sind auch einfach mal viel selbstloser als ich... naja, ich bin zumindest vegan und plane mich etwas in ein linkes Projekt einzubringen, muss nur noch sehen wie...

hab auch den Plan mal richtig gute elektronische Musik zu machen aber nur mit Fruity Loops kommt man da nicht weit... mir fehlt da auch ein bisschen das Geld und viele VSTs bringen nur Fehlfunktionen... naja, will damit halt nur sagen, dass ich schon Pläne habe aber ich kann die auch immer schlecht ordnen...

Fuck... es soll in meinem Leben einfach mal ein bisschen was vorwärtsgehen!

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jase
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Re: Antriebslosigkeit und Unlustgefühle

22. Nov 2011, 17:54

Angenommen du hätteste eine Seele die nach deinem letzten Tod diverse Aufgaben aufgestellt hätte die du in deinem nächstem (deinem jetzigem) Leben bewältigen solltest, was würdest als Aufgabe identifizieren die momentan auf deinem Lebensplan steht?

Im Moment hast du sehr viele Schwierigkeiten und alles kotzt dich an, inklusive dir selber.. tust du Dinge dir dir gut tun? Wenn ja welche und ganz wichtig meiner Meinung nach um deine Motivation in die Gänge zu bringen - Erfolgserlebnisse. Fang mit kleinen Sachen an und du wirst sehen das es erleichtert und ermutigt wenn auch mal was klappt.

Liebe Grüße Digger :herzen:

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Re: Antriebslosigkeit und Unlustgefühle

22. Nov 2011, 18:43

Hmm, du hast natürlich absolut Recht.

Aber eine echte Lebensaufgabe lässt sich nicht ausmachen... ich glaube dazu ist mir momentan nichts wirklich wichtig genug... Habe eher das Gefühl, dass ich gerne irgendeine "echte" Aufgabe finden würde, aber weiß nicht welche...

Gibt es eine Art "Test" (meine jetzt keinen psychologischen, sondern etwas das man tun sollte, eine Erlebnis zur Selbstfindung) nach dem man eventuell ein stärkeres Bewusstsein dafür bekommt was man ist und wie man es ausleben kann?

Liebe Grüße!

Edit: Am ehesten tatsächlich noch, absolut wunschlos zu werden, das Ego aufzulösen... Vielleicht "muss" ich diesem Weg ja einfach folgen, dass es sozusagen keine Möglichkeit mehr zurück gibt... Auch wenn das vielleicht etwas pathetisch und pseudo klingt...

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jase
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Re: Antriebslosigkeit und Unlustgefühle

22. Nov 2011, 19:16

Nein ich meine eine Challenge oder ein Thema das du durch deine momentane Lebenslage lernen könntest? Es gibt Visionssuchen zum neuausrichten des Lebens.. z.B.

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Re: Antriebslosigkeit und Unlustgefühle

22. Nov 2011, 20:27

Meinst du sowas wie für die Uni mein Zeug endlich strukturieren? In drei Wochen halt ich ein Referat...

Oder auf der Gitarre ein Lied auswendig lernen?

Also Challenge assoziiere ich irgendwie mit Sport und da bin ich bis auf so Ausdauer und Kraft Sachen ne Niete.^^

Aber mir tut sich schon ein großes Feld auf. :denk: Ein ganz wichtiger Punkt wäre nicht so viel Zeit vorm Computer zu verbringen. :D Ich denke ich werde ab morgen Buch führen was ich so den Tag über mache und anfangs hin und wieder hier rein schreiben, hält mich hoffentlich vom Selbstbetrug ab...

Naja, ich denke es wird schon wenn ich will, das Problem ist der Teil von mir der nicht will.

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anima
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Re: Antriebslosigkeit und Unlustgefühle

22. Nov 2011, 22:42

Mein lieber Herr Gesangsverein, da finde ich mich aber ohne mühsames Suchen in einigen deiner Zeilen wieder :)

Mag "vielleicht etwas pathetisch und pseudo kling[en]" ;) und in persönlicher Betroffenheit - das weiß ich aus eben dieser - erscheint so eine Aussage auch kaum hilfreich, aber: Alles ist gut :nick:

Viele Methoden können dir 'da raus helfen' und es macht sicher Sinn sich mit derartigen auseinanderzusetzen, aber 'da durch' musst du (irgendwann) auf alle Fälle.
Etwas, das jemanden auf bestimmte Weise betrifft - und du scheinst be-/getroffen - kann an eben diesem jemand niemals spurlos vorbeigehen/vorübergehen; nicht die challenge'ste Challenge vermag das zu schaffen, sie kann nur Raum zum Atmen geben, was oft hilft, um sich dann 'bei vollen Kräften' in das Eigentliche zu bewegen bzw. sich dazu bewegen zu lassen, in das Eigentliche einzutauchen, es zuzulassen, zu erleben und dann, also, zu durchleben. In deinem Fall scheint dies - wie in meinem kaum anders - ein manifestes Empfinden von Leere zu sein, das Hand in Hand mit der Abscheu und dem Ekel vor und an der Welt (andere Menschen; gewisse Situationen; Überzeugungen; was auch immer im Speziellen) daherkommt.

Sind türlich größtenteils Aussagen, die auf Vermutungen basieren, aber wie gesagt nehme ich an, dass wir hier einiges teilen/gemeinsam haben.

Laß den Kopf nicht hängen und versteif dich nicht darauf den Sinn oder die Aufgabe finden zu wollen. Jeder Sinn und jede Aufgabe ist gleichgültig oder, um einem Mißverstehen entgegen zu wirken, gleichwertig und anzunehmen keine/n Aufgaben/Sinn zu haben, ist nur Resultat eines Selbstbetrugs und ist im Grunde vielmehr eine negative Formulierung des Umstands, sich keiner/keinem aktuell bewusst zu sein ... und das wiederum ist sicher keine Schande & nicht unüblich, sondern bezeichnet den Menschen überhaupt in seinem Dasein. Womöglich hat ihn gerade dies sogar damals aus den Bäumen getrieben ;)
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getintoit
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Re: Antriebslosigkeit und Unlustgefühle

22. Nov 2011, 23:30

ich als anwalt rate:

bezüglich der musiziererei (symptomatisch sozusagen) ist es bei dir vllt ähnlich wie bei mir.
du bist ergebnis orientiert. das wiederum hindert dich am eigentlichen tun, denn nich der weg is dein ziel, sondern die unzufriedenheit kein top-ten hit aus dem arm zu schütteln lässt dich an der methode zweifeln und so kommt der wunsch nach neuem equipment auf.

n kreislauf ist geboren. :<

ich spekuliere (bzw schliesse von mir auf andere): du willst also gar nicht musizieren sondern musiker sein. nur funzt das so natürlich nich. :D

vllt fällt es dir, genau wie mir wenn es ums musizieren geht, einfach schwer das tun als sinnhaft zu empfinden ohne unmittelbar verwertbare ergebnisse.

ansonsten würde ich animas letztem absatz zustimmen.
wobei sich mir als simplen geist mal wieder die frage stellt wie denn die praxis so umzusetzen wäre. xD
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anima
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Re: Antriebslosigkeit und Unlustgefühle

23. Nov 2011, 09:43

getintoit hat geschrieben:wobei sich mir als simplen geist mal wieder die frage stellt wie denn die praxis so umzusetzen wäre. xD
Schuh würde jetzt fragen (in meine Worte gekleidet): "... dieses dauernde Anmerken deiner Überzeugung der eigenen geistigen Unzulänglichkeit ... wie würdest du das deuten, wenn es ein manifestes Traumsymbol wäre?" :D

Aber um auf deine Frage zu antworten: Die einzig mögliche praktische Umsetzbarkeit liegt wohl im Nicht-versteifen, also Locker-bleiben und nicht alles sofort als gravierend zu erwarten/denken ... was imo einem tatsächlich simplen Geist tendenziell leichter fallen sollte, als irgendwelchen Großkopfert'n :lol:
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Dr.Schuh
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Re: Antriebslosigkeit und Unlustgefühle

23. Nov 2011, 10:18

Schuh würde jetzt fragen..
Getis Satz ist doch irgendwo berechtigt. Ich verstehe den Absatz nach dreimaligem Durchlesen nicht ganz. :strubbel:
Dass das Urteil mit dem simplen Geist eine unnötige Dreingabe ist, die eigentlich keine Sau interessiert, wird ihm wohl selbst klar sein. ^^

@Topic:

1) Wieviel kiffst Du denn? Weniger kiffen hilft, Motivationsprobleme, Unstrukturiertheit und Sinnfragen zu überwinden, sollte es Dir das Wert sein.
2) Mach dir, wenn es dir taugt, Wochenpläne. Löse dich von allem, und beschäftige dich nur mit dem, was jetzt auf dem Plan steht.
3) Johanniskraut ist eine wunderbare Pflanze. Nimm sie ruhig 1/2 Monate.

http://www.youtube.com/watch?v=QTUo74oCvJs

ich hab nicht mal die Energie mir nen einheitlichen Kleidungsstil zusammenzustellen...
What the fuck.. :lol:

€²
Habe eher das Gefühl, dass ich gerne irgendeine "echte" Aufgabe finden würde, aber weiß nicht welche...
Wie wäre es damit, aus dieser Scheiße rauszukommen? ;)

Lieber Gruß
Schuh
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Psychedelicious
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Re: Antriebslosigkeit und Unlustgefühle

23. Nov 2011, 10:36

Dr.Schuh hat geschrieben: 1) Wieviel kiffst Du denn? Weniger kiffen hilft, Motivationsprobleme, Unstrukturiertheit und Sinnfragen zu überwinden, sollte es Dir das Wert sein.
!

Kiffen kann enorm phlegmatisch machen. Als ich nonstop gekifft hab, brauchte ich erst mal ne Pause von 2-3 Monaten um zu merken wie sich dieser Vorhang des Kiffs hebt. Dann kam aber auch der Antrieb wieder...

Balsam für die Seele und energetisch fördernd: Sport.
Zwing dich mindestens 2 mal die Woche Sport zu machen - bist dann viel ausgeglichener und auch viel motivierter und energiegeladener....
Da kommt meistens dann die Kiff-Gemütlichkeit und man will dann doch eher rumhängen anstatt Sport zu machen, aber wenn manmal kapiert hat und erlebt hat wie gut Sport einem tut will mans gar nicht mehr vermissen... Endorphine ftw
There are, strictly speaking, no enlightened people, there is only enlightened activity. - Shunryu Suzuki Roshi

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Re: Antriebslosigkeit und Unlustgefühle

23. Nov 2011, 14:12

@ anima:

Ich gebe dir theoretisch vollkommen Recht, praktisch ist es genau diese Beliebigkeit die mich aufhält, weil es halt im Großen und Ganzen Recht egal ist, ob ich etwas tue was mir momentan gefällt oder etwas, das mir das Gefühl gibt, "weitergekommen" zu sein. Andererseits denke ich mir dann oft am Ende des Tages, dass ich zu nichts gekommen bin. Vielleicht muss ich mir auch einfach mal darüber im klaren werden, wie wichtig es mir ist im weitesten Sinne Erfolg zu haben... Hab halt auch null Ehrgeiz, nur wegen Freunden und Familie will ich halt ein bisschen was "schaffen".

Obwohl vielleicht schon meine weitschweifige Wortwahl viel zu dem Thema aussagt...

Das mit dem Traumsymbol versteh ich nicht ganz... auch wenn sichs an getintoit richtet, die eigene Unzulänglichkeit muss doch nicht mehr gedeutet werden? Vielleicht ist eine gewisse (oftmals angenehme) Gleichgültigkeit die andere Seite oder die Konsequenz dieses Gefühls nicht gut genug zu sein. Ich müsste es wohl besser integrieren, so dass es mich antreibt... Weiß aber nicht ob ich das jetzt richtig verstehe...

@getintoit:

Hmm, du hast es absolut richtig erfasst... obwohl es mir gestern z.B. gelungen ist das Musikmachen an sich zu genießen... Man sollte eventuell wirklich nicht allzuviel nachdenken dabei...

@Schuh:

Kiffen ist bei mir nicht das große Problem. Vielleicht ein bis zweimal pro Monat und dann für 2 Tage völlig breit um ein wenig von den haluzinogenen Effekten mitzunehmen... Gehöre aber auch nciht zu den Leuten die schon mit 14 angefangen haben... stimmt schon, diese 2 Tage sind im Nachhinein meistens recht inaktiv....

Mit dem Wochenplan hast du Recht... hmm... ich habe immer große Angst mich festzulegen. Ich glaube für mein Unterbewusstsein klingt "Regel" auch oft wie "Zwang", muss da evtl. auch noch ein wenig aus meiner inneren Pubertät herauskommen... Ich schreib mir für ab morgen mal so nen Plan. Ist vielleicht der Tipp der mir jetzt am schnellsten weiterhilft!

Johanniskraut werde ich auf jeden Fall weiter nehmen... Mit dem einheitlichen Kleidungsstil, klingt schon ein bisschen :freak:. Ich denke es ist eher so: ich kann mich keiner speziellen Subkultur zuordnen und interessiere mich wenig für Kleidung... also... was stört mich noch mal genau? Vielleicht denk ich auch manchmal ein bisschen komplizierter als es nötig wäre. :idee: Bzw. identifiziere mich so komisch mit wünschen, die gar nicht meine eigenen sind...

Aber ist auch eher allgemein gemeint... also dass ich teilweise nicht mal die Kraft/ Lust aufbringen kann Dinge einzukaufen, die ich mir eigentlich vorgenommen habe... Schuhe, Akustikgitarre, Reader für die Uni sind da solche Beispiele...

Ist auch oft so, eigentlich hab ich schon ne Meinung zu nem Thema, aber ich denke es dann so oft durch bis ich mir gar nicht mehr sicher bin, was ich eigentlich glaube...

aus der Scheiße rauskommen, absolut richtig... Ich denke Sport nützt mir trotz allem viel, man kann bei mir auch immer noch Fahrrad fahren.^^ Außerdem mache ich (ziemlich genau 2 mal die Woche) Sit Ups und Liegestützen, aber das ist halt nicht sehr zeitintensiv... Hebt die Laune jedoch durchaus für ein, zwei Stunden!

Vielen Dank nochmal für die Anregungen!

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Re: Antriebslosigkeit und Unlustgefühle

23. Nov 2011, 14:38

ich habe immer große Angst mich festzulegen.Ich glaube für mein Unterbewusstsein klingt "Regel" auch oft wie "Zwang", muss da evtl. auch noch ein wenig aus meiner inneren Pubertät herauskommen...
Ist ja auch kein Zwang, dich an den Plan zu halten. Würde das mehr als Anhaltspunkt oder Stütze und Hilfe zur Übersicht begreifen. Man kann auch mal was verschieben. Allein dieses bewusste Verschieben geht mir spätestens beim dritten mal aber so auf die Eier, dass ichs dann halt spätestens nach 3 Tagen mache, um es endlich abzuhaken - und frei zu haben. Und der Überblick hilft auch sehr dabei. Zudem vergisst man nichts mehr, und muss abends im Bett nicht dauernd nachdenken, was man schon wieder verpeilt hat. Hinzu kommt, dass du, wenn halt nichts draufsteht wirklich frei hast, und du auch keine "Ach, ich müsste aber noch, ich könnte aber noch.."-Gedanken mehr haben brauchst. Das ist überhaupt das allerbeste. ^^

Ist bestimmt nicht jedermann'S Sache. Aber mir hat's geholfen, und hilft es immer noch, wenn viel ansteht, oder ich anfange zu viel aufzuschieben. Ich mach das mit Thunderbird. :2daumen: Die ersten Wochen hat's sogar richtig Spaß gemacht, die Dinge eins nach dem andern abzuhaken, nachdem ich sie ewig vor mir hergeschoben hatte. Bäm bäm bäm...

Mir war das auch immer zu wider. Wie alles was nur nach Struktur riecht. Ich bin ja Freigeist und überhaupt undso.. :freak:
Aber meine Güte. Wenn man da eben ein wenig behindert ist, und es einem hilft, seine Termine auf die Reihe zu kriegen... :lol:

Letztlich schafft das mehr Freiheit, als es kostet, habe ich für mich die Erfahrung gemacht. :bow:
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Re: Antriebslosigkeit und Unlustgefühle

23. Nov 2011, 15:21

Ansichtssache hat geschrieben:die eigene Unzulänglichkeit muss doch nicht mehr gedeutet werden?
Weshalb "?"?

Von "müssen" war nie die Rede. Aber Mensch kann/könnte und daraus kann - aber muss nicht ;) - Erkenntnis (allgemein: über das Selbst) wachsen.
Dieser Ansatz stammt ja nicht von mir und auch praktiziere ich ihn (dergestalt) nicht - vielleicht weil ich zu wenig Übung & Erfahrung im Träumen hab - kann mir jedoch vorstellen, dass da Interessantes bei rumkommt.
Ansichtssache hat geschrieben:praktisch ist es genau diese Beliebigkeit die mich aufhält
Hemmende Beliebigkeit? Das liegt imo nicht im Wesen der Beliebigkeit, das Aufhalten. Wenn sie dir derart erscheint, dann liegt womöglich in deinem Empfinden von Beliebigkeit ein Hindernis. Vielleicht fehlt es ja an Liebe, der sich die Beliebigkeit bedienen könnte? Selbstliebe wäre da ein Ansatz für Überlegungen.

Als Gegensatz zu Verpflichtung entbehrt Beliebigkeit imo auch allem geschafft/verbockt-, richtig/falsch-Denken. Sie ist Ausdruck von Intuition und kann als solche nur akzeptiert und nicht etwa erfüllt werden. Dazu bedarf es sicher Gelassenheit und Vertrauen, was leider keine selbstverständlichen Eigenschaften sind, die aber trotzdem im Bereich des Möglichen erreichbar/umsetzbar sind.

Weshalb möchtest du denn kategorisierbar sein (Kleidung; Subkultur usw.)?
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Re: Antriebslosigkeit und Unlustgefühle

23. Nov 2011, 16:52

Dieser Ansatz stammt ja nicht von mir und auch praktiziere ich ihn (dergestalt) nicht
Wieso "()" ? ^^ Weder dergestalt noch sonstwie? In welcher Gestalt denn sonst noch nicht? :freak:

Btw verstehe ich auch nicht, was getis dezente negative Selbstverherrlichung mit Traumsymbolen zu tun hat.
Das Spiel "Was würde es bedeuten, wenn es ein Traum wäre?" spielt man mit Dingen, die einem scheinbar zustoßen. :verwirrt:

Und von mir stammt es btw auch nicht. Ich kenn's von Eulyssius, und der hat's glaubich von Rhea Powers.
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Re: Antriebslosigkeit und Unlustgefühle

23. Nov 2011, 17:16

Dr.Schuh hat geschrieben:Wieso "()" ?
anima hat geschrieben:vielleicht weil ich zu wenig Übung & Erfahrung im Träumen hab
Dr.Schuh hat geschrieben:Weder dergestalt noch sonstwie? In welcher Gestalt denn sonst noch nicht?
Ich habe nur geschrieben, dass ich das "Spiel "Was würde es bedeuten, wenn es ein Traum wäre?"" nicht spiele. Bezüglich andersgearteten Deutungsmethoden/Spielen hab ich keine Aussage gemacht.
Dr.Schuh hat geschrieben:Das Spiel "Was würde es bedeuten, wenn es ein Traum wäre?" spielt man mit Dingen, die einem scheinbar zustoßen.
Die Regeln des Spiels waren mir nicht bewusst. Kannst du auf das "scheinbar" näher eingehen?
Ist scheinbar, was sich meinem Begreifen nicht eröffnet und unscheinbar z.B., dass mein Daumen schmerzt, wenn ich zielgerichtet mit dem Hammer draufhaue? Ist Unzulänglichkeit denn nichts, das einem scheinbar widerfährt? Bin ich also wirklich unzulänglich oder erscheine ich mir nicht vielmehr (nur) so? Oder anders: Ist Unzulänglichkeit (irgend)ein Defizit oder erscheint mir dergestalt mein Dasein nicht vielmehr in gewisser Weise defizitär? Gibt es also Unzulänglichkeit außerhalb eines bestimmten/individuellen Empfindens? Und daran anschließend: Sind (manche) Empfindungen nichts, das einem scheinbar zustößt?
http://www.youtube.com/watch?v=CyazQPo9l2c :musik:
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