CreepyInPink
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Zeit/Raum/Ich-Verlust

6. Feb 2015, 16:04

Hallo ihr Lieben,

ich habe mich selber in eine ziemlich schwierige Situation katapultiert und trotz dem, dass ich für euch hoffe, dass niemand das so erlebt hat
würde ich mich echt über Antworten und Rat freuen.

Der Anfang dieser ganzen Bredouille liegt bestimmt schon ganze 3 Jahre zurück. Der Anfang der Anderen bredouille ganze 27^^ oder so...?
Ich hab mein ganzes Leben lang unter Depressionen gelitten inklusive etlicher Krankenhaus Aufenthalte und Tabletten und das ganze Drumherum. Bis dann vor 3 Jahren dieser Typ in meinem Leben auftauchte. Nicht dass es mir bis dahin an Typen gefehlt hätte...es ist eher die Erfahrung die das ganze mit sich brachte. Und die Abwärtsspirale...

Und da sind wir auch schon. Wir hatte irgendwie die krasseste Zeit unseres Lebens. Wir hatten bis dahin beide nur wenig von Freundschaft gewusst und er noch zusätzlich wenig von Beziehungen.
Wir waren echt ne Zeitlang sehr Glücklich und die Welt war ein strahlendes Etwas voller Glückseligkeit :D Ich weiss nicht ob das jemandem was sagt Das ganze war nicht die Art verdrogt glücklich( no offense! ich hab nix gegen Drogen), obwohl ich mit Ihm ein paar mal Drogen genommen hatte. Er war eher in der ganzen Szene drin. Na jedenfalls so strahlend wies Anfing so dunkel endete das ganze dann.
Irgendwie ist er bis dahin trotzdem zu etwas ganz Besonderem in meinem Leben geworden, das ich nicht verlieren wollte. Ich hatte dadurch gelernt, dass man in Beziehungen reden soll, ich hatte aber weder die Skills noch die Einsicht und das ganze ging fürchterlich nach hinten los und er wollte auch nicht reden.

Irgendwie sind seitdem so skurrile Dinge passiert. Ich bin ne Zeitlang nur duchs Leben getaumelt. Konnte in Gedanken nicht loslassen.
Wollte auch nicht, weil ich auf dem Trip war, dass etwas , dass mal eine Seele war doch nicht auf so eine schlimme At und Weise auseinandergehen könnte. Dann gabs wieder Kontakt, aber je mehr ich versucht hab alles was zwischen uns lag zu klären, desto mehr hab ich alles verloren. Ich hab noch nie so ein durcheinander erlebt. Wie zwei verschiedene Sprachen. Jemand versucht dem anderen was klarzumachen, will was gutes- und alles was daraus resultiert ist noch mehr Wut, irgendwie von beiden Seiten aus.

Sorry, dass ich so ausgeholt habe. Jedenfalls was jetzt mein spezifisches Problem ist. Jedes mal wenn das passiert ist und es waren in diesem Jahr 3 mal, habe ich gespürt dass alle meine Energie aufgebraucht ist. Und trotzdem weitergemacht und jedes mal ein Lvel tiefer.

Das erste Mal musste ich wieder auf Tabletten, die ich erfolgreich abgesetzt hatte. Das zweite mal in die Psychatrie. Und das dritte mal war jetzt. Es ist als ob alle Energie aus meinem Leben gewichen wäre. Als wenn ich in einem Moment lebe ohne Zeit. Ich habe absolut kein Zeitgefühl mehr. Ich vergesse jede Sekunde was ich machen wollte und das endet in einem Kreis von tausenden Wiederholungen. Kein Gefühl mehr für wer ich bin oder wer ich war. Alles ist einfach nur noch. Ich erinnere mich nicht an Dinge die ich gerade gemacht habe.
Ich habe kein Gefühl mehr für Niemanden. Nichts ist witzig, nichts ist traurig, weil alles einfach nur ist. Ich weiss nicht was ich mag. Ich weiss nicht was gut oder schlecht schmeckt, weil alles einfach nur ist. Ich weiss nicht was gutes verhalten oder schlechtes verhalten ist, weil es absolut keine Bedeutung hat. Alles nur eine aneinanderreihung von Sekunden. Ich bin nicht müde. Egal was ich mache ich werde nicht müde, ich bin aber auch nicht lebendig. Kennt das vielleicht jemand? Es fühlt sich an als hätte ich keine Seele. Ich kann niemandem mehr echtes Gefühl entgegenbringen.

Das Ding ist seit ich mit diesem Menschen zusammen war glaube ich nicht an Psychosen oder Tabletten, er hat mir diese andere Art gezeigt auf die Dinge zu schauen. Und während das ganze passierte hatte ich ständig das Gefühl, dass es niemals im Frieden auseinandergehen kann und dass ich loslassen muss sonst passiert was noch schlimmeres. Als wenn das so ne Lebensaufgabe wäre zu wachsen.

Kann man so einen Selbstverlust vielleicht irgendwie durch Bewusstseinserweitete Drogen, wieder in den Griff kriegen? Von Jemandem der Ahnung hat?

Achja zur aufklärung: Gerade arbeite ich nicht, aber bisher konnte ich mich selbst organisieren, bevor es so abwärts ging.
Ich bin seit längerer Zeit krankgeschrieben und warte gerade bis ich mich für ein Studium bewerben kann.

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aisling
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Re: Zeit/Raum/Ich-Verlust

6. Feb 2015, 21:10

Wir hatten hier neulich was ähnliches, ich hatte da dieses Buch empfohlen
http://www.amazon.de/Kollision-mit-Unen ... 499607344/
Ich weiss aber nicht, ob das passend ist für dich ist. Diese Depersonalisierungs-Geschichten sind ein weites Feld und nach meiner Erfahrung liegt einfach nur der Fehler darin, an ein persönliches Ich zu klammern festzuhalten und daran zu glauben. Mein Weg war da eher sanfter und positiver und nicht so problematisch oder beängstigend. Ob du da überhaupt was mit anfangen kannst kann ich nicht sagen, ich glaube an einen Weg des "Erwachens" und erlebe ihn auch selber, momentan stärker denn je. Aber stelle auch fest, das da kaum welche dazu bereit sind ihr Ich einfach so loszulassen. Die Symptome sind in dem Bereich auch bei manchen Leuten so wie du sie beschreibst, aber ich weiss nicht ob du sowas willst, oder überhaupt bereit dazu bist. Ich denke viele würden da eher den anderen Weg gehen und die Person wieder festigen oder man wird mit Psychopharmaka wieder in die Spur gebracht. Für das fehlende Gefühl wäre eine MDMA Session vielleicht hilfreich, aber konkret kann ich da zu nichts raten, das kann man in einem Forum nicht so einfach beantworten. Dinge wie LSD oder Pilze sind sehr mächtig und können vielleicht genau das richtige sein, muss aber nicht...

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raterz
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Re: Zeit/Raum/Ich-Verlust

6. Feb 2015, 21:59

ich würd einfach gar nichts machen und abwarten. klingt halt nach ner art "initiation" von außen, gerade wenn es von personen ausgelöst wurde. wie aisling schon bemerkt, ist das, was du erlebst "näher an der wirklichkeit", als das, in dem die meisten menschen normalerweise rumhängen und für filme fahren. (den bekannten ego film ^^ )
andere versuchen sowas durch jahrelange meditation zu erreichen.

ja lies mal das buch, das könnte dir vielleicht weiter helfen!
ansonsten kannst du dich auch mit buddhismus auseinander setzen. das nicht-selbst (anatta) spielt da eine große rolle..
Don't worry, nothing is under control.

CreepyInPink
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Re: Zeit/Raum/Ich-Verlust

7. Feb 2015, 19:05

aisling hat geschrieben: Mein Weg war da eher sanfter und positiver und nicht so problematisch oder beängstigend. Ob du da überhaupt was mit anfangen kannst kann ich nicht sagen, ich glaube an einen Weg des "Erwachens" und erlebe ihn auch selber, momentan stärker denn je.


Wie war das denn bei dir? Bei mir ist das eher dem Wahsinn gleich. Ich meine wenn man ständig nur Erwacht, dann gibts da ja kein Ende
Welchen Sinn hat dieses Erwachen, dann? Also die Frage stellt sich deshalb, weil ich ja irgendwie feststecke und wenn ich ja nix mehr ändern wollte, dann würde ja nix mehr passieren..oder habe ich da was falsch versatnden? Man sucht ja dann schon noch Erfüllung in seinem Tun und so..Ich hab irgendwie auch dran geglaubt- also ensthaft-es hat sich gut angefühlt und ich dachte ich wäre auf dem richtigen Weg. Ich war energetisch und mehr selbstsicher.aber vor allen Dingen war ein Teil davon, dass Menschen auf ne ganz besondere Art miteinander verbunden sind. Ich weiss nicht ob dir das was sagt ;) und jetzt sitze ich hier mehr verloren als jemals zuvor.
Für das fehlende Gefühl wäre eine MDMA Session vielleicht hilfreich.

Warum gerade MDMA?

Hey,

danke schonmal für eure Antworten und die Lektüre. Habs mir bereits bestellt :D
Ich hätte da allerdings noch ein paar Fragen an dich aisling, weil du anscheinend Erfahrung auf dem Gebiet hast.

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aisling
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Re: Zeit/Raum/Ich-Verlust

7. Feb 2015, 23:42

Ich habe nur indirekt Erfahrung mit Depression, also habe jemanden durch und aus einer Depression begleitet und ich kann mir heute immer noch nicht vorstellen wie das ist in dieser Abwärtsspirale zu sein, ich selber hatte das "Problem" nie.

Ja, das kann sich durchaus sehr wahnsinnig anfühlen, es ist ein sterben und eine Bereitschaft loszulassen. Der Wunsch nach einem Sinn kommt aus dem Verstandes-Ego und dieser wird dir dabei nicht weiter helfen. Auch "Erfüllung im Tun" ist da so ein Thema, das wird auf dieser Schreib-Ebene schnell recht komplex, dabei ist es eigentlich sehr einfach. Aber ich weiss auch zu wenig über dich um da jetzt noch mehr dazu zu sagen.

Warum MDMA? Du schreibst du wärst gefühlsmässig so abgestumpft, da kann eine gute MDMA-Session helfen. Zu MDMA vielleicht noch ein Buchtip:
http://www.amazon.de/Ins-Herz-Dinge-lau ... 907080033/
Naja, das kann unter Umständen auch LSD, Psilocybin, Ayahuasca, Iboga usw. aber das kann man hier nicht so einfach jemanden raten, wo man kaum die Hintergründe kennt.

Dein Beitrag lässt noch vieles offen und so kann ich nur ins Blaue schiessen, wenn du das vertiefen möchtest oder Fragen hast können wir das auch gerne per PM fortführen.

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Sonntagskind
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Re: Zeit/Raum/Ich-Verlust

8. Feb 2015, 09:13

Hallo CreepyInPink,

was ich gerade nicht herauslese, ist, ob du dich derzeit - etwa während der Phase des Krankenscheins - in therapeutischer Behandlung befindest? Wurden bei dir ausschließlich Depressionen diagnostiziert, z.B. während der Krankenhausaufenthalte?

Du schreibst, du glaubst "nicht an Psychosen oder Tabletten", aber nimmst du derzeit welche ein bzw. falls nicht, welche hast du denn zuletzt genommen?

Ich finde es schwierig, dem Text zu entnehmen, was genau bei dir gerade los ist, daher würde ich keine bestimmte Literatur momentan empfehlen wollen. Jedenfalls wünsche ich dir, dass du bald einen Hebel für dich findest! :)
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aisling
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Re: Zeit/Raum/Ich-Verlust

9. Feb 2015, 18:33

Sonntagskind hat geschrieben: Ich finde es schwierig, dem Text zu entnehmen, was genau bei dir gerade los ist, daher würde ich keine bestimmte Literatur momentan empfehlen wollen.
Kann den Einwand gut verstehen verfrüht Literaturempfehlungen rauszugeben. Den Widmer habe ich heute nochmal zur Hand genommen und muss den nochmal unterstreichen. Ich habe hier stark das Thema Depression und Beziehung (Symbiose?) heraus gelesen und da kenne ich kaum ein besseres Buch wie das vom Widmer. Es geht da nicht nur um MDMA und LSD ;)
Das Buch ist 26 Jahre alt und es ist immer noch unglaublich, wie in der klassischen Psychotherapie sämtliche transpersonalen Ebenen ausser Acht gelassen werden und Widmers Buch ist da immer noch ein Standardwerk. Es ist vielleicht nicht akademisch genug, aber bei Depression und Interesse an diesen Substanzen ist das Buch schon fast ne Voraussetzung, bevor man ernsthaft an Selbstheilung mit trippen denkt.

Ansichtssache
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Re: Zeit/Raum/Ich-Verlust

20. Feb 2015, 17:15

Liebe(r) CreepyInPink,

da ich sowohl mit Depressionen als auch mit veränderten Bewusstseinszuständen mehr oder weniger viele und krasse Erfahrungen gesammelt habe fühle ich mich mal aufgefordert was zu schreiben. Ich hoffe dass es hilfreich ist, sofern du es lesen solltest und nicht bereits etwas ganz anderes versuchst oder bereits (vielleicht ja zu deinem besten?) wieder in einem ganz anderen Zustand bist, was man ja nie so ganz ausschließen kann...

Zuerst hat sich die Geschichte so ähnlich zu einer Geschichte, die sich grade in meinem Leben abspielte angehört, dass ich dachte, ich könnte der Typ sein, von dem du redest, erst dann ist mir anhand der Details klar geworden, dass das nicht stimmen kann.

Ich glaube schon, dass es wichtig ist über Gefühle zu reden, gleichzeitig habe ich auch das Gefühl, dass ich dadurch schon vieles kaputt gemacht habe, von daher ist es vielleicht auch verständlich, dass dein Freund das nicht wollte, vielleicht hat er ähnliche Erfahrungen gemacht, wenn er psychische Probleme hat und Psychedelika nimmt kann es durchaus sein, dass sich seine Gefühle auch so schnell ändern oder ihm selber so undurchsichtig oder vielleicht gar unwichtig geworden sind, dass er keinen Sinn sieht, darüber zu reden. Vielleicht ist das innere Chaos so groß, dass er sich über seine Gefühle selber im unklaren ist oder aber er ist sich viel zu sehr im klaren darüber und hat die Befürchtung, dass sein allzu gutes Durchschauen dessen, was ihn und andere Antreibt oder eben Blockiert auf Unverständnis oder gar große Ablehnung stoßen könnte. Kannst du wirklich wissen, ob du alles ertragen könntest, das er dir vielleicht vorenthalten hat? Oder kann es sein, dass du ihm mit dem, was du so ausgestrahlt und zu erzählen hattest vielleicht den Eindruck vermittelt hast, dass jetzt auch noch über das zu reden, was er so fühlt einfach "zu viel" werden könnte?

Du hast den Eindruck, dass du in deiner eigenen Sprache sprichst und er in seiner, dass es unmöglich ist echten Kontakt herzustellen? Ich kenne das Gefühl gut und weiß, dass ich nicht damit allein bin. Teilweise führt es so weit, dass ich denke, es nützt sowieso nichts, irgendjemandem irgendwas zu sagen, da sowieso niemand in der Lage ist mich zu verstehen und ich den anderen ebenfalls nichts geben kann. Dennoch zeigt die Erfahrung, dass es nicht so sein muss... Ob es bei deinem Freund noch mal einen Versuch wert ist oder nicht musst du wohl selber entscheiden, sich Abstand zu geben und mit sich selber bzw. anderen sozialen Kontakten klarzukommen halte ich aber auch für sehr wichtig.

Alle Energie ist aufgebraucht, es ist keine Kraft mehr da etwas neues zu Versuchen, weil keine Liebe da ist, die einen zu etwas oder jemandem hinzieht und keine Angst, die einen irgendetwas vermeiden lässt. Vielleicht können einem ja die Drogen die Angst nehmen, aber die Liebe musst du schon selber finden. Ich kenne dieses Gefühl gut, dass es nichts mehr gibt, das man wirklich will und dadurch die Lebenskraft die man braucht um sich zu konzentrieren oder etwas durchzuziehen einem abgeht. Allerdings merke ich gerade, dass das nicht wahr ist. Ich glaube nicht, dass das was du beschreibst der Zustand vollkommener Gleichgültigkeit ist, wie ihn manche nach langjähriger Meditation erleben. Ich glaube, dass dein inneres Chaos so groß ist, dass da so viele Gefühle sind, dass du nicht mehr sagen kannst, was du eigentlich willst oder fühlst. Dazu passt es, dass du mit allem überfordert bist.

Aber Vorsicht: Ich schließe natürlich von mir auf andere. Ich erzähle das, was ich gerade herausfinde, anhand meiner eigenen Erlebnisse. Ich kann nur sagen, wie es sich für mich anhört, natürlich weiß ich nicht mit Sicherheit, was du gerade erlebst und wie das mit deinem Unbewussten zusammenhängt.

Aber da wäre vielleicht eine Aufgabe für dich: Herauszufinden, wie das, was du gerade erlebst mit deinem Unterbewussten zusammenhängt. Wie man das macht, Therapie, Drogen, Meditation? Ich würde vieles ausprobieren, aber foltere dich bitte nicht selber mit Erfahrungen die du momentan vielleicht gar nicht verkraften kannst. Ich weiß, dass manche Leute, grade Esoteriker, sowas indirekt empfehlen aber ich habe damit keine guten Erfahrungen gemacht. Oft nehmen diese Leute ihre Ratschläge zu teilweise krassen Drogen- oder Selbsterfahrungstrips aus anderen Kulturen, die sie gar nicht oder nur als Besucher/Forscher kennen und an deren Wirksamkeit sie möglicherweise vor allem deshalb glauben, weil sie aus welchen Gründen auch immer daran glauben wollen. Wenn es dir aber nicht zu krass vorkommt und du den Leuten wirklich vertrauen kannst kann ich mir aber auch vorstellen, dass es was bringt.

Ich glaube übrigens nicht, dass du keine Seele hast (zumindest nicht weniger als jemand anderes) oder dass du keine "echten" Gefühle (Was wären falsche Gefühle? Wieso sollten deine Gefühle "falsch" sein?) hast, auch mit solchen Sorgen und Gefühlen von innerlich "hohl/leer" sein habe ich meine Erfahrung, glaub das nicht. Auch wenn es dir vielleicht schwerfällt zu glauben, aber mit dir ist alles in Ordnung, du hast vielleicht Probleme oder fühlst dich schlecht, aber du als Person bist in Ordnung und es wert gemocht zu werden, wenn du dir das selber erlaubst.

Wenn du denkst du musst loslassen, sonst passiert was schlimmes, wie sollst du das machen? Diese Haltung irgendwas tun zu müssen verhindert doch grade das loslassen. Du musst gar nichts. Solang du niemandem über die Maßen schadest passt das schon was du tust. Klar hast du die Lebensaufgabe zu wachsen, aber deshalb musst du dich nicht jeden Tag stressen, das wird schon. Lerne, die Dinge zu tun, ohne dich anzustrengen. Du kannst alles ausprobieren, du kannst auch einfach gar nichts tun aber es gibt keinen Grund dich so zu stressen. Du musst keinem ideal genügen, weder spirituell noch sonst irgendwie. Das sage ich mir mittlerweile und seitdem geht es mir besser und besser!

Rein aus Interesse, was studierst du? Ich fange auch in absehbarer Zeit wieder an. ;) Ich hoffe, dir hat etwas geholfen von dem was ich geschrieben habe oder zumindest das Gefühl gegeben, dass es Leute gibt, die nachvollziehen können, wie du dich so fühlst. :)

@aisling: das Buch werde ich mal lesen, scheint ja fast schon überfällig zu sein! Danke fürs posten.

CreepyInPink
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Re: Zeit/Raum/Ich-Verlust

22. Jun 2015, 15:12

Hey,
kommt jetzt vielleicht etwas spät^^ ,aber danke nochmal für alle Tips und Beiträge.

Das hat mir auf jeden Fall viel Angst genommen <3 <3
...und dass keiner PSYCHATEEEEER! geschrien hat, denn wenn es etwas gegeben hätte dass mir in der Situation noch mehr Angst gemacht hätte dann wärs definitiv das gewesen...

CreepyInPink
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Re: Zeit/Raum/Ich-Verlust

22. Jun 2015, 19:08

Achja und @ Ansichtssache,

also ersmal danke für deine Ehrlichkeit und die tiefen Einblicke.
Also ich studiere gar nicht, Ich wollte lange zeit studieren, aber ich werds wohl sein lassen.

Wegen der Energie Geschichte und dem Chaos... ja ich glaube auch, dass es eher das ist, denn wenn das das sein sollte was man nach jahrzehnter langer Meditation vorfindet, dann dreht um Leute solange ihr noch könnt und rette sich wer kann :D

Das mit der Liebe ist schon son Thema bei mir da hast du wohl ins Schwarze getroffen, aber auch der Ausdruck von Liebe im Leben und so, alles Dinge an denen ich mit Sicherheit arbeiten muss.
Mir ist aber auch bewusst, dass alles was da passiert ist eine Wiederholung von Traumata war und was an meiner Konstitution zu dem ganzen beigetragen hat weiss ich mitlerweile auch ziemlich genau. Das sind eher die Lösungen die mir Probleme bereiten. Und
schade auch dass das der Preis sein musste.

Deine Erfahrung mit dem zu viel Reden kann ich nur teilen ^^ Früher hätte ich auch nie gedacht dass es selbst dafür eine goldene Mitte gibt. Gerade wo für mich als leiseren Menschen Reden immer Goldstatus hatte.

Zu dem was alles in Ihm vorgegangen sein könnte kann ich leider gar nichts wissen und je mehr ich darüber nachdenke desto weniger weiss ich auch.
Das was du sagst hört sich sehr plausibel an und ich hoffe, dass es ähnliche Gründe gewesen sind, die Ihn getrieben haben. Obwohl ich von dem letzteren eher überzeugt bin dass man alles was man vorenthalten bekommt nicht ertragen kann.. aber das nur mal so nebenbei, ich weiss ja noch nicht mal ob es überhaupt irgendwas mit vorenthalten zu tun hatte oder womit überhapt.

Tatsächlich scheinen wir echt viele ähnliche Erfahrungen gemacht zu haben, denn ich kann mich in so einigem wiedererkennen.......geradezu unheimlich :D Wie kannst du das alles aus dieser nichtssagenden story rausgelesen haben :D

Na jedenfalls Danke :)

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