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Re: Über Gott

8. Feb 2014, 22:49

das ist so ähnlich zu verstehen wie das Verhalten von einem Schwarm. Der einzelne Fisch, oder besser noch ne Termite, ist einzeln ziemlich plöd. Aber im Schwarm, also die Masse, zeigt ein Verhalten, was aus dem Individum nicht erklärbar ist. Schwarmintelligenz. Woher kommt diese Intelligenz, wenn nicht aus dem einzelnen Individum. Oder übertragen: der Mensch denkt, Gott denkt. Ob Gott, Götter oder Voladores: feinstofflich nicht existent, aber trotzdem da, als Form distributiver Intelligenz. Meme. Wenn "uns" jetzt Gedanken kommen, die ggfs. noch zu Handlungen führen, dann sollte man sich fragen, bin "ich" die Quelle, kommt das aus mir selber, oder bedient sich ein Mem, Gott, Voladores, was auch immer, gerade meines Bewusstseins. k.a. - so zumindest meine Interpretation des Rätsels :)
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homme
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Re: Über Gott

8. Feb 2014, 22:51

großer neger mit flammenschwert: Death is the road to awe!

andere szene

"i'm not afraid any more, tommy"
was ich sofort damit assozieren muss: http://www.youtube.com/watch?v=e7WYCzRMzVI
Typ: I'm going to die. ( :D )quote
Mädl: Together we will live forever. :klug:
Typ: forever :D
Anderer Kerle: forever :blacklol:

und ich dachte mir jo, die lesen hier auch mit. Klarer Fall.

andre sezene:

bärtiger kerle kommt an nen baum: steckt nen Dolch rein. Schmiert die Soße die da aus dem Baum kommt auf seine Wunden und plötzlich: :2daumen: alles flutschi.
Und der Kerl so: Wow: Dolch rein (in den Baum). Mund auf! und die Soße rein. :herzen:

Und der Kerl so ( und der Regisseur so) : 5 meo dmt alda! das weiße Licht.

Und "der Kerl geht in Blumen auf"
(Was der Schiller vielleicht vorzüglich als "der Alte gibt seinen Geist auf" bezeichnet würde.)
Der ist dann tot.


Und so gehts glatt weiter.

Also falls wer den Film wirklich noch nicht gesehen hat: The Fountain (2006) 100 Minuten imo gut angelegte Zeitverschwendung. Eine einzige Bildgewalt von vorn bis hinten. Und ist
last but not least in this context in this forum in this fred:
on topic!

ok ich lass das mal so stehen. und widme mich wieder den mir gegenwärtigen Dingen :hurra:


edit: ich halte mich heute Abend auch im Chat auf. Falls den jemand benutzt?

edit edit: ich bin draußen. Wetter is gut geworden. :freak:

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Re: Über Gott

9. Feb 2014, 04:42

man muss sagen können: ich lebe gerne

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homme
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Re: Über Gott

10. Feb 2014, 17:54

Ich schreib mal noch ein paar Sätze nüchtern dazu.

Es gab (wieder) 5-MeO-DMT. ca 15mg intranasal.
War weniger stark, als die Erfahrung zum Eingansposting.
Aber ich war auch wieder kurz davor, die Welt zu verstehen und ein wenig Gott zu sein.

Wie ich aber schon geschrieben hab: Ich hab da nicht unbedingt Bock drauf. :blacklol:
Ist ja schon ein bissl irre.

So in etwa dachte ich auch, als ich spürte, wie das alles wieder anfängt...
Und man beschäftigt sich ja damit (dieser Fred beispielsweise) um sich damit auseinanderzusetzen und gegebenfalls mal sehen was anders wird dadurch.

5-MeO-DMT lässt einem jetzt nicht unbedingt viel Zeit zur Reflektion während etwas passiert. Man wird eher Weggeblasen und sieht zu, wie das kommt.
Intranasal ist das aber ein wenig besser.
Long story short: Mir kam etwas in den Sinn was Eulenspiegel von sich gegeben hat:
Die eigene Wichtigkeit ist tödlich!
Das Gefühl eigener Wichtigkeit verlieren, [ist eine von drei] hilfreiche[n] Techniken.
Niemand von uns ist so wichtig, dass es gerechtfertigt wäre, so etwas wie die Unsterblichkeit für ihn zu erfinden."

Ich war dann nicht Gott :2daumen: :jepi: :blacklol:
Vielleicht wegen der moderateren Dosis, vielleicht weil hab ich auch echt angefangen "das" zu überwinden. Man wird sehen.

Anstatt Gott gedöns, kam ich auf die Aussage
man muss sagen können: ich lebe gerne.
Und es war auch subjektiv essentiell den Gedanken "in die Welt" hinauszubekommen. Das hat offenbar auch geklappt.
Ich habs heute davon nichts in der Zeitung gelesen, also scheint es nicht so bedeutend zu sein, wie mir vorkam :D :D :blacklol:

Ja.
Wunderbar :D
Viele Grüße

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Re: Über Gott

12. Feb 2014, 10:19

Einen Post so unfertig abzuliefern, wie ich dies mit meinem Letzten gemacht habe ist mir ein Greul. :nene:
Ehe ich jedoch damit fortfahren kann, muß ich erst mal meinen Dank aussprechen. Dir 'ohn' dafür, daß Du die Lawine losgetreten hast, Dir 'homme' für Deine Frage nach dem "noch mehr", sowie auch allen Anderen hier im Forum; Jede(r) hat das Seine dazu beigetragen.
Danke, daß ihr mir geholfen habt, eine scheinbar einfache Aussage durch mein SEHEN zu verifizieren. :bow:

Bedenkt bitte, daß es die einfachen Dinge sind, in denen große Kraft liegt.

Auch will ich das zum Anlass nehmen & versuchen, den Unterschied zu erhellen, was es bedeutet etwas mit dem Verstand zu erfassen oder es zu SEHEN.
Während der Verstand die fensterlose Bibliothek des Inventars durchwandert, das er erschaffen hat, taucht hin & wieder etwas Neues auf, das er noch nicht kennt. Das muß natürlich sofort katalogisiert & eingeordnet werden, damit er es ablegen kann.
Dies geschah auch mit dieser seltsamen Blume: "Das Leben ist süß."
Der Verstand legte sie sacht zwischen zwei Buchseiten, um sie zu pressen; anschließend brachte er das Buch in die Abteilung ".Spaß an der Freud'.", stellte das Buch in ein Regal & wandte sich etwas Anderem zu.
Während seiner Kindheit tauchte dauernd etwas Neues auf, so daß der Verstand mit dem Katalogisieren fast nicht hinterher kam & auch während der Pubertät, als das andere Geschlecht sein Interesse weckte, hatte er reichlich zu tun.
Inzwischen verwendet er einen Großteil seiner Zeit darauf, zwischen den leicht angestaubten Regalen seines Inventars umherzuwandern & mit seiner Lampe mal hierhin & mal dorhin zu leuchten, ist sie doch das einzige Licht, das die ihn umgebende Finsternis erhellt.
So nimmt er auch hin & wieder mal das Buch heraus, das diese Blume enthält, betrachtet sie, um mit Befriedigung festzustellen, wie perfekt doch die Pressung gelungen ist.
Natürlich ist sie mit den Jahren verblaßt & von der einstigen Strahlkraft ist wenig geblieben, aber das ist mit Allem so – ach, ja – wo hatte er das nur abgestellt: "So ist das Leben!"......

Jetzt konnte ich diese Aussage durch Euren Ansporn mit meinem SEHEN verifizieren & das war so völlig anders*.

SEHEN ist ein körperliches Wissen.

Die Vorherrschaft des Gesichtssinnes bei uns Menschen beeinflusst dieses körperliche Wissen und gibt ihm den Anschein, als habe es etwas mit den Augen zu tun, aber das stimmt so nicht. Es ist etwas dabei beteiligt, das alles erklärt, während das SEHEN stattfindet: Das Flüstern des Nagual.

Aber das führt schon wieder in die Irre, weil es nun mal keine Worte sind!

Es ist so unglaublich für den Verstand, daß es möglich sein soll, ohne Worte zu wissen, aber genau das geschieht beim SEHEN.

"Das Leben ist süß." & als ich das SEHEN durfte, war das nicht nur eine seltsame Blume, die zwischen zwei Buchseiten gelegt wurde, um sie zu pressen – es war wie ein Meer von Blumen!

Mein ganzes Sein wurde überflutet. Als würde jeder einzelnen Zelle eine Blume überreicht & jede war anders, roch anders, sah anders aus, fühlte sich anders an & das mit einer Intensität, die ich nur von Acid kenne & doch gab es keine Blumen. Es war etwas wofür es keine Worte gibt & so sitze ich hier und sage: "Das Leben ist süß."
& ....
würde es so gerne mit Euch teilen
& ....
kann es nicht. :verwirrt:
:nixplan:
Jetzt gibt es – wie sollte es auch anders sein – ein C.C.-Zitat zu dem Thema. :blacklol:
.... als der Alte, hemmungslos weinend, dummes Zeug zu schwatzen begann: Das Leben sei süß, und der geringe Preis, den man dafür bezahlen müsse, sei doch ein Witz.
Den zweiten Teil kann ich z.Z. nur intellektuell nachvollziehen, aber wer weiß?!? :D
Den Post vom 08.02. kann ich leider erst später fortsetzten; hier nur noch was zu "das war so völlig anders ":
Aber inwiefern ist das Sehen anders?

Wenn du siehst, dann gibt es keine vertrauten Bilder mehr auf der Welt. Alles ist neu. Nichts war schon einmal da. Die Welt ist unglaublich! Es ist wirklich unmöglich, darüber zu sprechen.
Dann äußert man sein Urteil mit großer Gewißheit, und man weiß nicht, wie es dazu kam.
Am Anfang ist das Sehen sehr verwirrend, man kann sich leicht darin verlieren. In dem Maß aber, wie der Krieger sein Leben festigt, wird sein Sehen das, was es sein sollte, ein unmittelbares Wissen.
Das Sehen ist nicht so schwer. Die Schwierigkeit liegt darin, die begrenzende Mauer zu durchbrechen, die wir in Gedanken errichten und die uns an unserem Ort hält. Um sie aufzubrechen, brauchen wir nur Energie. Sobald wir Energie haben, geschieht das Sehen uns wie von selbst. Der Trick besteht
darin, unsere Festung der Selbstzufriedenheit und falschen Sicherheit zu verlassen.
Es geht ausschließlich darum, daß man Energie hat. Schwieriger ist es, sich zu überzeugen, daß man es kann. Dazu muß man dem Nagual vertrauen. Das Erstaunliche ist, daß Jeder sich alles durch eigene Erfahrung beweisen muß. Wenn ich dir davon erzähle, so nicht in der Hoffnung, daß du auswendig lernst, sondern daß du praktizieren wirst.
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Re: Über Gott

12. Feb 2014, 15:24

raterz hat geschrieben:Den Aspekt mit dem Bewußtsein leihen, verstehe ich nicht.
Lieber raterz,
ich versteh nicht, was Du nicht verstehst. :nixplan:
Sieh' es mal so: Wenn Du ein Buch liest, leihst Du den Figuren ja auch Dein Bewußtsein, aber spielt es denn eine Rolle, ob Du das "verstehst"? Es ist immer das Selbe: Was zählt ist ausschließlich Dein Erleben, weil Du nur dadurch etwas verifizieren kannst, ansonsten zählen die 'Voladores' doch eh nur zu Onkel Eules Märchenstunde.
Allerdings möchte ich das gerne zum Anlaß nehmen, das Thema Voladores in einen größeren Kontext zu stellen: Die"Anorganischen Wesen", zu denen sie ja auch zählen.
Mir war das alles irgendwie suspekt & es hatte – nach meinem Dafürhalten – definitiv etwas Düsteres an sich. Aber das ist mein persönliches Problem gewesen & nichts objektives.
Ich fand es sehr erhellend, was C.C. dazu Torres sagte:
»Innerhalb des Reiches unserer Wahrnehmung gibt es eine Kraft, die nichts mit dem zu tun hat, was wir ›Ich‹ nennen, und die wir durch das Träumen entdecken können. Diese Kraft kann sich ihrer selbst bewusst werden, die Eigenschaften unserer Persönlichkeit in sich aufnehmen und unabhängig handeln. Die damit verbundene Empfindung ist unbeschreiblich, weil es sich um ein anorganisches Wesen handelt.«
»Anorganisch?«
»Allerdings! Wir nennen unsere alltägliche Aufmerksamkeit ›organisch‹, weil sie auf einem organischen Körper beruht, richtig?«
Ich stimmte zu.
»Wie willst du dann den Körper nennen, mit dem du beim Träumen wahrnimmst und handelst?«
»Ich würde ihn als Erscheinung bezeichnen«, antwortete ich vorsichtig.
»Da stimme ich dir zu! Er ist ein anorganisches Wesen: Er hat eine Erscheinung, aber keine Masse. Für dich ist er lediglich eine mentale Projektion. Aus der Sicht dieses Wesens lebt jedoch unser physischer Körper in einer imaginären Welt. Wenn du die nötige Energie und Konzentration aufbringen könntest, um dir deines anderen Selbst bewusst zu werden, könntest du es fragen, was es von deiner Alltagswelt hält. Es würde dir antworten, dass es sie für ziemlich unwirklich hält, fast für einen Mythos. Und weißt du was? Es läge damit gar nicht mal so weit daneben! ....«
"Träume sind Schäume."
Sicherlich kann man sich auf den Standpunkt stellen, daß Träume keine Substanz haben – nur – beweisen läßt sich das genau so wenig, wie das Gegenteil.
Und so geht es schon wieder um das eigene Erleben.
».... Unser Traumkörper kann auf verschiedenste Weise eingesetzt werden. Er kann sich ohne Zeitverlust an jeden gewünschten Ort begeben, um dort Dinge zu entdecken oder einfach nur wahrzunehmen. Er kann sich sogar materialisieren und einen sichtbaren Doppelgänger erschaffen. Diesen können andere Menschen sehen, im Schlaf wie auch im Wachzustand. Er ist eine reine Erscheinung und hat keine Körperfunktionen. Für einen Menschen sieht er wie ein Mensch aus, aber Tiere sehen ihn anders.«
Ich unterbrach ihn: »Woher weißt du das alles?«
»Das ist sehr einfach. Ich verifiziere das ständig, weil mein träumender Doppelgänger über meine gesamte Aufmerksamkeit verfügt. Wenn ich etwas von ihm wissen möchte oder über die Welt, in der er sich bewegt, dann frage ich ihn und er antwortet mir. Du kannst das auch; es ist nicht sonderlich schwer. Du kannst dich mit deiner Energie verbinden, schon in dieser Nacht, sobald du eingeschlafen bist.«
»Wie?«
»Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Du kannst zum Beispiel in deinen Träumen nach einem Spiegel suchen. Sieh in diesen Spiegel und schau in deine Augen - da erwartet dich eine echte Überraschung!«
:lol:
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Re: Über Gott

12. Feb 2014, 23:22

oh - eine synchronizität ^^

hab gerade einen alten traumtagebuch eintrag gelesen:
dann ein traum, der angelehnt war an villoldos spiegel technik. es war die ganze zeit (im spiegel) eine spinne, bis es irgendwann ein krebs/wassersäuger wurde. es haben sich die ganze zeit vor meinem augen wörter geformt, die ich aber nicht behalten konnte.
ansonsten hab ich es ehrlich gesagt nicht so mit den träumen. vor allem nicht mit den luziden. an wichtige träume mit message erinnere ich mich gut. den rest nicht. sehe darin keinen sinn mehr :nixplan:

das mit den anorganischen wesen verstehe ich jetzt aber zu 50%. :D
andere frage: warum stehen manche anorganische wesen bspw. so auf bestimmte emotionen? :verwirrt:
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Re: Über Gott

13. Feb 2014, 12:48

homme hat geschrieben:Vernunft, Ratio, Logik - das sind einige der Mittel die mir als Mensch gegeben sind um mich mit der Natur und allem was ist auseinandersetzen zu können.

Logik hinterfrage ich nicht, zugegeben. Wenn Logik im allgemeinen fehlerbehaftet ist, dann ist mein Weltbild fürn Arsch.
A Beautiful Mind hat geschrieben:Ich habe immer an Zahlen geglaubt, an die Gleichungen, die Gesetze der Logik, die zur Vernunft führen. Aber nach lebenslangen Bestrebungen dieser Art frage ich - was ist die Logik in Wahrheit, wer entscheidet was Vernunft ist? Meine Suche führte mich durch das Physische, das Metaphysische, das Wahnhafte und wieder zurück. Und ich habe die wichtigste Entdeckung meiner Karriere gemacht, die wichtigste Entdeckung meines Lebens - nur in den rätselhaften Gleichungen der Liebe kann man irgendwelche logischen Gründe finden.
(Irgendwann ist alles gesagt, irgendwann stoßen Worte an ihre Grenzen, irgendwann sind Worte als Transportmittel sehr unzureichend. Und dennoch unerlässlich im menschlichen Miteinander, befördern sie doch auch Energie...)
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Re: Über Gott

13. Feb 2014, 15:13

ums mal mit Horkheimer zu sagen:
Je intensiver das Interesse eines Individuums an der Macht über Dinge ist, desto mehr werden die Dinge es beherrschen, desto mehr werden ihm wirklich individuelle Züge fehlen, desto mehr wird sein Geist sich in einen Automaten der formalisierten Vernunft verwandeln.
/edit: aus: http://le-bohemien.net/2014/02/13/geld- ... -religion/

daher: only love can kill the demon (/Anmerkung: der Vernunft) http://www.youtube.com/watch?v=X6vajABAgDA :D
Zuletzt geändert von n19 am 13. Feb 2014, 15:16, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Über Gott

13. Feb 2014, 15:16

immer dieses liebe-konzept. dazu müsste man eigtl. nen zweiten thread aufmachen. imo. nämlich völlig überbewertet ^^
wirkliche liebe ist die weisheit des nicht-getrennt seins. aber wenn man das entwickelt, ist es nicht auf personen oder gegenstände beschränkt. in einer anderen person kann man es nicht finden - auch wenn wir irrigerweise danach suchen. es ist nur in und durch uns selbst zu finden.
romantische liebesberziehungen sind nur archaische überlebensprogramme, der der erhaltung der art und fortpflanzung der DNS dient. wer darin meint irgendetwas göttliches gefunden zu haben, hat imo. nicht mehr alle tassen im schrank :spinnst: :D
Zuletzt geändert von raterz am 13. Feb 2014, 15:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Über Gott

13. Feb 2014, 15:19

raterz hat geschrieben:aber wenn man das entwickelt, ist es nicht auf personen oder gegenstände beschränkt. in einer anderen person kann man es nicht finden - auch wenn wir irrigerweise danach suchen. es ist nur in und durch uns selbst zu finden.
Wo steht denn in meinem Zitat etwas von Personen oder Gegenständen? ^^

Nicht umsonst habe ich in meinem längeren Posting zu "guten Abend, guten Nacht" übrigens den letzten Satz geschrieben. :pfeif:
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Re: Über Gott

13. Feb 2014, 15:23

Sonntagskind hat geschrieben:
raterz hat geschrieben:aber wenn man das entwickelt, ist es nicht auf personen oder gegenstände beschränkt. in einer anderen person kann man es nicht finden - auch wenn wir irrigerweise danach suchen. es ist nur in und durch uns selbst zu finden.
Wo steht denn in meinem Zitat etwas von Personen oder Gegenständen? ^^
tja das macht das bringt das wort "liebe" mit sich. sollte man nicht verwenden imo.. "weisheit des nicht-getrennt seins" ist viel besser bspw.
liebe wird ja auch gerne noch mit anderen anhaftung verwechselt.
liebe & hass sind dualistisch und damit nicht der höchste sinn, den man finden kann

-edit-

ich reagiere nur allergisch auf das wort "liebe" in solchen zitaten, srry :irre:
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Re: Über Gott

13. Feb 2014, 15:29

raterz hat geschrieben:tja das macht das bringt das wort "liebe" mit sich. sollte man nicht verwenden imo.. "weisheit des nicht-getrennt seins" ist viel besser bspw.
liebe wird ja auch gerne noch mit anderen anhaftung verwechselt.
liebe & hass sind dualistisch und damit nicht der höchste sinn, den man finden kann

-edit-

ich reagiere nur allergisch auf das wort "liebe" in solchen zitaten, srry :irre:
Halten wir mal fest: Du reagierst recht heftig auf das Wort (und dem bei dir zugrunde liegende Konzept von) Liebe. Hmhm.
:lupe:

(Fiel mir gerade ein: trigger-happy. :blacklol: ;) )
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Re: Über Gott

13. Feb 2014, 15:40

korrekt erkannt watson :D
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Re: Über Gott

13. Feb 2014, 16:09

raterz hat geschrieben:1.) .... anorganischen wesen verstehe ich ....
2.) .... warum stehen manche anorganische wesen bspw. so auf bestimmte emotionen?
Zu 2.) => Weil Sie kein Steak essen können{& auch keinen Salat}.
Zu 1.) => Es spielt doch keine Rolle, was Du meinst zu verstehen; es ist auch ohne Belang, ob es die "Voladores" nun gibt oder ob es "nur" Dein EGO ist oder das "ICH-Mem" oder Ötzelkrötzel, was Dich zum Sklaven macht.
Wenn Du Dir nicht bewußt machst, daß Du festhängst – das Du im Gefängnis sitzt – das Du ein Sklave bist, ist das Streben nach Freiheit lediglich eine intellektuelle Spielerei.
Stell Dir vor die Südstaaten hätten gesiegt & Du wärst ein Nachfahre der Sklaven die sich auf den Baumwollfeldern zu Tode rackern. Deine Eltern waren ihr Leben lang versklavt, ebenso Deine Großeltern & deren Eltern & deren & deren & deren & ....
Du kannst Dich in den Zustand einrichten – mehr oder weniger bequem – oder Du sagst Dir: "Als ich Geboren wurde, wußte ich nicht, daß ich zu einem Leben in Sklaverei verdammt sein würde. Ich habe mich damit nicht einverstanden erklärt & ich habe auch nichts unterschrieben; darum will ich frei sein!"
Die Zauberer behaupten, daß wir in einer Blase stecken. In einer Blase, in die wir im Augenblick unserer Geburt gesteckt werden. Zuerst ist die Blase offen, aber dann beginnt sie sich zu schließen, bis sie uns ganz eingeschlossen hat. Diese Blase ist unsere Wahrnehmung. Unser Leben lang leben wir in dieser Blase. Und was wir an ihren gewölbten Wänden sehen, ist unser eigenes Spiegelbild. Das, was da reflektiert wird, ist unsere Ansicht der Welt. Diese Ansicht ist zuerst eine Beschreibung, die uns im Augenblick unserer Geburt gegeben wird, bis unsere ganze Aufmerksamkeit von ihr gefangengenommen wird und aus der Beschreibung unsere ganze Welt wird.
Anfänglich ist die Blase weich & durchlässig; sie verformt sich wie eine Seifenblase in der Luft. Mit dem anhaltenden Abfluß der Energie hin zu den Rändern der Energieblase, wird sie zunehmend starr & bekommt einen metallischen Schimmer. Ich habe ja bereits geschrieben, daß das Ergebnis eine undurchdringliche Schicht ist, die Zweierlei bewirkt:
1.) Macht sie es Dir unmöglich, die Wunder der Dich umgebenden Welt wahrzunehmen.

Du bist abgeschnitten vom Mysterium.

2.) Macht sie genau das: Reflektieren.

Du betrachtes Dich in den Spiegelungen Deines Selbst & das ist die Bedeutung des Wortes Selbstreflektion.
homme hat geschrieben:
Eulenspiegel hat geschrieben:
homme hat geschrieben:Was willst du denn erreichen? Welche Dinge in deinem Leben wertest du nach ein wenig reflektion nicht als Zeitverschwendung?
Rekapitulation statt Reflektion. :blacklol:
Aufhören zu reflektieren führt imo eher früher als später den Bach runter.
Rekapitulation ist der Amboß auf dem wir unsere Ketten zerbrechen können.
Rekapitulieren bedeutet, Deine Gewohnheiten anzupirschen und sie systematisch und unbarmherzig zu untersuchen. Dies erlaubt Dir, Dein Leben in seiner Gesamtheit zu sehen und nicht wie eine zufällige Abfolge von Augenblicken.
Die Rekapitulation ist eine grundlegende Übung; ohne sie gibt es keinen Weg.
Don Juan bezeichnete die Lehrlinge, die nicht rekapituliert hatten, als ›radioaktiv‹. Don Genaro wollte ihnen nicht einmal die Hand geben, und wenn er sie zufällig berührte, lief er ins Bad, um sich zu waschen, als hätten ich und die anderen Lehrlinge eine ansteckende Krankheit. Er sagte, daß ich voller Dreck sei, der aus jeder Pore meines Körpers quoll. Durch seine wiederholten witzigen Bemerkungen prägte sich in mir die Vorstellung ein, daß die Rekapitulation ein elementarer Akt der Hygiene ist.
Rekapitulation besteht im Wesentlichen darin, eine Liste aller Verletzungen zu erstellen, die durch Deine Interaktionen mit anderen Menschen entstanden sind. Der nächste Schritt ist, zu dem Moment, an dem das Ereignis stattgefunden hat, zurückzukehren. Dort kannst Du das zurückholen, was zu Dir gehört, und den anderen das wiedergeben, was zu ihnen gehört.
Beginne damit, Deinen Tag zurückzuspulen; rekonstruiere Gespräche, entziffere Bedeutungen, erinnere Dich an Gesichter und Namen, suche nach Zwischentönen und versteckten Andeutungen und nimm die eigenen und fremden Emotionen auseinander. Überlässe nichts dem Zufall, ergreife die Erinnerungen des Tages, eine nach der anderen und säubere sie mithilfe Deines Atems.
Erforsche ebenso ganze Kapitel und Bereiche Deines Lebens wie zum Beispiel die Partner, die Du hattest, die Häuser, in denen Du lebtest, Schulen, Arbeitsplätze, Freunde und Feinde, Streitigkeiten und glückliche Momente und so weiter.
Im Idealfall gehst Du chronologisch vor, von der gegenwärtigen Erinnerung bis zur am weitesten entfernten, an die Du Dich erinnern kannst.
Aber am Anfang ist es am einfachsten, sich bestimmte Themen vorzunehmen.
Eine sehr nützliche Variante dieser Übung, die allen zugänglich ist, ist die zufällige Rekapitulation.
Wenn Du darüber nachdenkst, stellst Du fest, daß Du eigentlich ständig rekapitulierst. Alle Erinnerungen, die Deinen inneren Dialog bilden, können so genannt werden.
Jedoch rufen wir diese Erinnerungen unwillkürlich wach. Anstatt sie aus der Stille heraus anzupirschen, beurteilen wir sie und reagieren automatisch auf sie. Das ist schade.
Nutze diese Gelegenheit zu Deinem Vorteil, denn diese Erinnerungen, die scheinbar zufällig auftauchen, sind Warnungen Deiner schweigenden Seite.
Zum Rekapitulieren sind keine speziellen Bedingungen notwendig; Du kannst die Übung in jedem Augenblick, an jedem Ort durchführen, wann immer Du den Drang danach verspürst: beim Gehen, im Bad, bei der Arbeit oder beim Essen - wann immer es möglich ist. Das Wichtigste ist, es zu tun!
Dazu sind keine bestimmten Körperhaltung nötig. Die einzige Bedingung ist, daß Du Dich wohlfühlst, damit der physische Körper keine Aufmerksamkeit verlangt und sich nicht in die Erinnerungen einmischt.
Zauberer nehmen diese Übung dennoch sehr ernst. Einige benutzen zu diesem Zweck Kisten aus Holz, Hochbetten, Schränke oder Höhlen. Andere bauen sich einen Hochsitz in den Wipfeln eines großen Baums oder graben ein Loch in die Erde und bedecken es mit Zweigen.
Eine gute Methode besteht darin, im Dunkeln im Bett zu sitzen, vor dem Schlafen. Jedes Mittel, das Dich von Deiner Umgebung isoliert, ist hilfreich, wenn Du ernsthaft rekapitulieren willst.
Wenn Du Dich für ein Ereignis entschiedest und es in all seinen Teilen wiedererschafft hast, atme ein, um die Energie wiederzugewinnen, die Du zurückgelassen habst. Und atme aus, um die Fasern, die andere in Dir hinterlassen haben, zurückzugeben. Der Atem ist magisch, denn er ist eine Leben spendende Funktion.
Diese Art der Atmung wird von einer Bewegung des Kopfes zu beiden Seiten begleitet, welche »das Ereignis ausfegen« genannt wird.
Ob Du von rechts nach links einatmest oder umgekehrt, spielt keine Rolle. Dies ist Energiearbeit, es gibt keine festen Regeln. Was zählt, ist die Absicht. Atme ein, wenn Du etwas wiederherstellen willst, und atme alles aus, was nicht zu Dir gehört. Wenn Du das mit Deiner gesamten Lebensgeschichte machst, dann wirst Du nicht länger an eine Kette von Erinnerungen gebunden sein und kannst Deine Aufmerksamkeit auf die Gegenwart richten. Seher beschreiben dies als ›dieDinge sehen, wie sie sind‹ oder ›dieZeit objektiv sehen‹.
Mit den Erinnerungen, die Du entdeckst, mußt Du nichts Bestimmtes tun. Die Erinnerungen finden ihren eigenen Weg und die Leuchtkraft ordnet sich durch die Atmung von selbst. Versuche es und mache Dich erreichbar; der Geist wird Dir sagen, wie Du es machen sollst.
Die Rekapitulation beginnt in Dir und trägt sich dann selbst. Es geht darum, den Verstand still werden zu lassen. Dann wird Dein Energiekörper die Führung übernehmen und das tun, was er gern tut. Du wirst Dich gut fühlen und behaglich. Es erschöpft Dich nicht, es gibt Dir Ruhe. Dein Körper wird es als ein unbeschreibliches Energiebad wahrnehmen.
Aber Du solltest die richtige Einstellung dazu haben. Verwechsele die Übung nicht mit einer psychologischen Analyse. Wenn du Interpretationen suchst, gehe lieber zu einem Psychiater. Er wird Dir sagen, was du tun mußt, um der Idiot zu bleiben, der du bist.
Halte auch nicht nach ›Lektionen‹ Ausschau. Die ›Moral von der Geschichte‹ findest du nur in Märchen für Kinder.
Rekapitulieren ist eine besondere Form des Pirschens und sollte mit einem Sinn für Strategie ausgeführt werden.
Es geht darum, unsere Existenz zu verstehen und in Ordnung zu bringen. Sie so zu sehen, wie sie ist, ohne Bedauern, ohne Vorwürfe oder Glückwünsche, mit vollkommener Gleichmütigkeit, mit einer Leichtigkeit des Geistes, sogar mit Humor. Nichts in unserer Vergangenheit ist wichtiger als etwas anderes und letztendlich sind alle Beziehungen vergänglich.
Am wichtigsten ist es, überhaupt damit anzufangen, denn die Energie, die Du von Beginn an wiedererlangst, gibt Dir die Kraft fortzufahren und komplexere Aspekte Deines Lebens zu rekapitulieren. Anfangs ist es notwendig, die größten Investitionen anzugehen: die am meisten belastenden Gefühle. Danach gehe zu den Erinnerungen, die so tief vergraben sind, daß Du sie scheinbar vergessen hast – auch sie sind immer noch in Dir und müssen rekapituliert werden.
Anfangs kann die Rekapitulation harte Arbeit sein, weil Dein Geist nicht an diese Art von Disziplin gewöhnt ist. Doch wenn die schmerzlichsten Wunden erst einmal geschlossen sind, erkennt die Energie sich selbst und Du wirst geradezu süchtig nach der Übung. Dann hilft Dir jeder Teil der Leuchtktaft, den Du zurückgewinnst, dabei fortzufahren. An dem Punkt, an dem Du freiwillig beginnst, das Netz Deiner persönlichen Geschichte zu entwirren, machst du einen entscheidenden Schritt nach vorne.
Rekapitulation hat nie ein Ende; sie sollte bis zum Ende unseres Lebens gehen und darüber hinaus.
Strecke jede Nacht Deine Fasern aus und erinnere Dich, was den Tag über passiert ist. So bleibt die Liste der Ereignisse auf dem Laufenden. Einmal im Jahr widme Dich einer vollständigeren Übung. Ziehe Dich dazu einige Wochen lang von allem zurück.
Er warnte uns davor, diese Übung für eine Routine zu halten, nur weil sie täglich durchgeführt werde: »Wenn wir die Ganzheit unserer Energie nicht wiedererlangen, werden wir nie genug Kraft haben, eigene Entscheidungen zu treffen. Es wird immer ein Hintergrundrauschen geben, einen fremden Befehl. Und ohne die Kraft seiner Entscheidungen ist ein Mensch nichts.
Das Wiedererleben von Ereignissen ist deswegen ideal, weil es die Wunden der Vergangenheit heilt und die Energiekanäle freispült. Auf diese Weise bricht man auch die Fixierung, die vom Blick anderer Leute ausgeht. Man deckt die Verhaltensmuster der Menschen auf und kann von niemandem mehr festgenagelt werden.
Du wirst wieder ein selbstbestimmtes Wesen und entscheidest selbst, was du aus Deinem Leben machen willst.
Die Übung hat zwei Hauptwirkungen: Der unmittelbare Effekt ist, dass sie unseren inneren Dialog anhält. Wenn Du fähig bist, Deinen inneren Dialog anzuhalten, dann stärkst Du die Verbindung zu Deiner Energie. Das befreit Dich von der Bindung an die Erinnerungen sowie von der Last der Gefühle und läßt Dir genügend Energie übrig, die Du dazu nutzen kannst, um die Grenzen Deiner Wahrnehmung zu erweitern. So lernst Du, die unmittelbare Wirklichkeit zu schätzen und nicht die Interpretation der Realität.
Zum ersten Mal kommt ein Krieger mit dem Konsens der Zauberer in Kontakt, mit einer Beschreibung einer Wirklichkeit, die auf unbegreifliche Weise vollständig ist.
In dieser Phase ist es ganz normal, daß er über alles lacht, weil Energie Glücksgefühle mit sich bringt. Dank seiner Rekapitulation ist er glücklich, voller Freude und lebhaft wie ein Kind. Andererseits wird er aber auch zu einer Furcht einflößenden Person, weil das Treffen von Entscheidungen aufgrund seiner vollständigen Leuchtkraft kein Hindernis mehr für ihn darstellt. Er trifft seine Entscheidungen, wann immer er will, und das kann andere Menschen manchmal durchaus erschrecken.
Dann brauchst Du eine Extraportion Nüchternheit und geistige Klarheit. Denn ohne sie würdest Du unnötige Risiken eingehen und Dich selbst und andere in Gefahr bringen. Werde Knurd! :D
Eine weitere Wirkung der Rekapitulation ist, dass sie eine Einladung an den Geist darstellt. Sie sorgt dafür, daß er zu uns kommen und mit uns leben möchte.
Die Innere Stille macht Dich zum Gastgeber für das Abstrakte/den Geist/das Brahman; das ist so, als würde die Queen auf eine Tasse Tee vorbeikommen, aber solange es in Deinem Unterbewußtsein zugeht wie in Get Busy – nun, wie willst Du den Geist willkommen heißen, wenn kein Platz ist?
And I'll spread my wings 'till sun and moon, singing the song of life, dancing the dance of life, becoming life itself, no longer knowing, that I am.

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