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Re: Flüchtlingsproblematik

25. Jan 2016, 12:16

ja klar, das ist ein Riesenproblem, hatten wir vor Monaten schon:
n19 hat geschrieben:ohje.. http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... qus_thread

da fragt man sich, wo kommt der ganze Stacheldraht so plötzlich her.

Aber keine Grenze ist undurchlässig. Und kein Staat von der Grösse Deutschlands kann sich komplett einmauern und dauerhaft, auch nicht mit Waffengewalt, gegen Einwanderung verteidigen. ES GEHT NICHT. Wenn die Kriegsgebiete nicht schnellstens so kampffreien Zonen werden oder gemacht werden, und sich die Lebensbedingungen in den Schurkenstaaten Afrikas nicht schlagartig verbessern.. und und und. Dann werden wir uns auf weitere Einwanderung einstellen müssen. Und damit die Leute nicht heimlich durch Zäune klettern um hier in den Wäldern, in Garagen oder auf sonstwo unterkriechen, unregistriert und ausserhalb des Gesundheits- und Sozialsystems, und sich mit Diebstahl, Prostitution etc. etc. am Leben erhalten, müssen sie zwingend(!) vernünftig untergebracht werden. Das Entstehen einer illegalen Subkultur muss unbedingt verhindert werden; und das geht nur und ausschliesslich über Integration. Wir haben keine andere Option.

Und egal wie viele noch kommen, an der Notwendigkeit das richtig zu handlen ändert das garnichts.

In Deutschland gibts 40 Millionen Haushalte, davon sind 16 Millionen Singlehaushalte, Tendenz steigend. Wenn ich den meisten Singlehaushalten mal unterstelle, dass da auch Platz für 2 ist; und in jedem 4. Haushalt noch ein Zimmer frei ist - dann ist hier rein rechnerisch Platz für 10 Millionen mehr.

Man darf jetzt gespannt sein, ob und wie diese Potentiale freigelegt werden.. Optimierungen in den Beständen der grossen Immobiliengesellschaften wäre ne Idee.
Wobei ich die Zahlen bezweifel, nicht-registrierte kann man ja nicht zählen :). Und bei den letzten Razzien in diversen Unterkünften fand man Leute mit teilweise 20 unterschiedlichen Ausweisen/Papieren/Identitäten (aber gebürtig kam der Typ aus Tunesien, nicht Syrien).. so dass wg. Mehrfachregistrierungen die reale Zahl der Anwesenden vielleicht deutlich geringer als geschätzt ist?

Was ist der Grund, dass Leute sich nicht registrieren? Angst vor Abschiebung in das EU-Erstland was sie betreten haben.. also schlägt man sich unregistriert bis zum Zielland durch, und meldet sich erst da. Ohne EU-einheitliche Asylpolitik wird sich das auch nicht ändern.
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Re: Flüchtlingsproblematik

25. Jan 2016, 16:47

raterz hat geschrieben:habt ihr eigtl. kein mulmiges gefühl dabei, dass ca. 600.000 unregistrierte leute sich irgendwo in deutschland bzw. überall sonst in europa aufhalten?

Nö.
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Re: Flüchtlingsproblematik

25. Jan 2016, 19:50

Kopfpauschale - Die deutsche Asylbürokratie und ihre Folgen 08.12.2015 | 43:37 Min. | Quelle: Deutschlandfunk Nach den Misshandlungen in Flüchtlingsheimen vor allem in NRW räumte der zuständige Innenminister Ralf Jäger im Herbst 2014 ein, dass man Standards aus dem Auge verloren habe. Inzwischen reisen immer mehr Flüchtlinge nach Deutschland und das gesamte Asylsystem steht auf dem Prüfstand. Von Achim Nuhr http://www.deutschlandfunk.de, Das Feature Hören bis: 15.06.2016 20:15 Direkter Link zur Audiodatei http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/20 ... 163ac8.mp3
http://www.ardmediathek.de/radio/Das-Fe ... d=24582378

zumindest mal die letzten 15min hören!
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Re: Flüchtlingsproblematik

26. Jan 2016, 09:10

n19, das ist quatsch. natürlich gibt es undurchlässige grenzen. die ddr hatte sowas auch. klingt krass, aber ich sehe keine andere möglichkeit als europa vor den menschenmassen zu schützen, als durch hohe zäune, stacheldraht und bleikugeln.
ansonsten gibt es in den nächsten jahrzehnten hier eine überrennung und unsere kultur wird geschichte sein. kein land in europa will oder kann zig millionen von wirtschaftsflüchtlingen aufnehmen. prognosen gehen ja von vielen hunderten millionen aus, die in den nächsten jahrzehnten nach europa kommen wollen.

klar der westen muss ein bisschen mal aufhören im ausland brutal zu intervenieren - aber die geburtenzahlen in den ländern in afrika sprechen trotzdem für sich. da die islamischen länder auch wenig innovativ sind, ist das nämlich nicht NUR das problem des westens. das wäre zu einfach. die haben riesige familien und kaum einkommen und eine schwache wirtschaft - und die überflüssigen armen schweine werden dann losgeschickt, um dann hier noch ein bisschen geld abzustauben (und den islam zu verbreiten. aussiedler, die den islam verbreiten hat in muslimischen ländern eine lange tradition.. das ist das ehrvollste, was ein muslim tun kann. halt in den djihad ziehen.)

europa ist schwach, weil die menschen zu schwach sind sich, ihre werte und ihren besitz zu verteidigen. verteidigen heißt grenzen ziehen, halten, bewachen und dafür kämpfen.
da viele viele leute mittlerweile ja nationen schlimmer als den teufel sehen, ist dieser kulturkreis dem untergang geweiht. solche völkerwanderungen waren schon der untergang des alten europas in form des römischen reiches, das auch irgendwann zu schwach war seine grenzen zu schützen.

wer zu schwach ist, wird fallen und sterben. das ist ein uraltes natürliches gesetz. vielleicht wachen die gutmenschen mal aus ihrer utopie auf und stellen sich der realität der natur.
mich nervt vor allem diese schwachsinn einer friedlichen und kommunistischen utopie der gleichheit aller menschen mit muslimen zu teilen. hallo? der islam sagt, genau das gegenteil! kein muslim der welt will kommunismus, sondern dass die welt sich dem islam vollständig unterwirft. das ist die utopie der muslime - unterdrückung und vernichtung aller anderen religionen. das ist nicht bunt, sondern schwarz und rot (vor blut).
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Re: Flüchtlingsproblematik

26. Jan 2016, 11:14

ich bezieh mich hier die ganze Zeit auf Kriegsflüchtlinge, im wesentlichen aus Syrien. Die haben hier einen Anspruch auf Asyl, der im Grundgesetzt so verankert ist bzw. von den Allierten wurde, dass es nicht rauszustreichen ist.

Die DE-Grenze hätte man letztes Jahr nicht innerhalb von Tagen schliessen können.

Dass die EU-Grenzen bei Griechenland schlecht gesichert sind ist klar. Dass GR die Drohung von 03/2015 wahrgemacht hat, wiederhole ich hier nochmal: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 71489.html

Würde DE die Leute, Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge nicht aufnehmen, würden die sich im Süden der EU "stauen", Italien und Griechenland wären dann innerhalb von wenigen Tagen komplett überrannt und "failed". Usa/Obama haben letzte Woche übrigens nochmals die EU/Merkel ermahnt(!), einen Rückstau in GR nicht zuzulassen, damit GR nicht im totalen Chaos versinkt, weil es ja wichtiger/wichtigster Nato-Stützpunkt ist.

Ich gebe Dir aber Recht, die Antrags-Verfahren müssen extrem beschleunigt werden, und es sollte auch sortiert werden, wer einen Asyl-Anspruch hat, und wer nicht. Das Problem, wohin mit denen, die keinen Anspruch haben, wenn die Herkunftsstaaten (sofern überhaupt ermittelmar) diese Leute nicht "zurücknehmen", ist auch noch zu klären. Das Problem der ätzend langen Verfahren wird in den letzten 15min von dem Podcast behandelt, hörs Dir mal an.

DE-Grenzen dicht: Katastrophe für alle Grenzbewohner die beruflich pendeln, und wäre das Ende der just-in-Time-Produktion/Fertigung. Der Schaden, der durch neue Lagerkapazitäten, nicht-kalkulierbare Transportzeiten innerhalb der EU und dadurch bedingte höhere Kosten entstehen würde, wäre schon nicht ohne. Dann lieber Mehrausgaben für Wohnungsbau etc.

Dein Einschätzung von Muslimen kann ich nicht teilen; mit Sicherheit gibt es Fanatiker. Aber die, die ich kenne sind keine.

Raterz, äussere Dich doch mal bitte explizit nur zu den Kriegsflüchtlingen (wo aus Syrien die Menge ja für die EU überschaubar ist und man handhaben könnte.
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Re: Flüchtlingsproblematik

26. Jan 2016, 15:11

kriegsflüchtlinge sind ja ok, aber wer will das jetzt schon heraus finden wer wirklich syrer ist und wer nicht?

ansonsten nehmen die herkunftsstaaten also die wirtschaftsflüchtlinge sowieso nicht zurück - d.h. die bleiben für immer hier, außer man findet eine andere lösung. mit jeder million die da kommt, haben wir nur neue millionen von harz IV empfängern. das ist schmarotzertum. mit harten konsequenzen könnte man für abschreckung sorgen, aber sowas trauen sich die deutschen seit dem WWII nicht mehr.
aber man könnte bspw. gefängnisstrafen für falschaussagen im asylbereich machen. dann würden sich die leute mehrmals überlegen, ob sie wirklich falsche daten angeben.
die außengrenzen müssten durch einen riesigen EU Font gesichert werden. Schlepper Boote müssen auf hoher See zurück gebracht werden, und zwar konsequent - dann würde auch niemand mehr probieren mit dem Boot rüber zu kommen.
Die Landgrenzen müssen auch gesichert sein. Solche Spots an diesen Grenzen für echte Flüchtlinge sind dann ok - diese könnten dann EU weit nach einem festen Plan verteilt werden. Kommen mehr als Plätze zu vergeben sind, bleiben sie da, wo sie sind.
Das was wir gerade erleben ist halt der Beginn. Entweder das wird so umgesetzt, oder Europa ist Geschichte - als erstes wird aber die EU zerfallen und Schengen aufgelöst.
Dann haben die Amerikaner gewonnen und europa destabilisiert. Deshalb ist es ja eigtl. so wichtig mit dieser Krise korrekt umzugehen, weil davon unser aller Schicksal abhängt. Die Anti-Politik, wie sie Merkel ausführt, führt in eine Katastrophe.

zu den muslimen: das ist keine frage des individuums, sondern des kollektivs. wo kommen deine muslime her? aus islamischen staaten? weil da beschwert sich kaum keiner, dass die scharia angewendet wird und so späße wie frauenunterdrückung ;)
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Re: Flüchtlingsproblematik

26. Jan 2016, 18:52

nähern wir uns ein bisschen an? ;)

Wie kann man rausfinden, wer Syrer ist und wer nicht?
Nochmal meine Bitte, Dir das Podcast anzuhören!

Das "rausfinden" geht erstaunlich einfach und schnell. Andere Staaten (NL) schaffen das ja auch. Man braucht dazu einen syrischen Muttersprachler, am besten jemanden, der in den letzten Monaten hergekommen ist. Es sind ja durchaus welche dabei, die ihre Herkunft glaubhaft machen und nachweisen können. z.B. der Typ aus dem Podcast (letzte 15min), der seit 15 Monaten auf seine Arbeitserlaubnis wartet.. also Leute mit einem guten Bildungsniveau und die englisch sprechen. In einem kurzen Gespräch können die Syrer von nicht-Syrern (z.B. den Tunesier, der seine Pässe vermutlich in GR oder Türkei gekauft hat) unterscheiden. Man redet ein bisschen.. Sprache, Dialekt, stellt Fragen nach Herkunft und klappert dann das Detailwissen über diese Region ab. Stadt Land Fluss Spiel. Mit google und google.maps. Was war in der angeblichen Herkunftstadt so los.. bekannte Personen und Ereignisse. 30 Minuten, am besten noch telefonisch, damit der Interviewer anonym (und geschützt) bleibt. 10 Callcenter mit ja 100 Syrern könnten so am Tag 3000 Identifizierungen durchführen. Es wird auch so gemacht, aber nicht im grossen effizienten Stil, leider.

Gefängnisstrafen bei Falschaussagen: Nonsens, das kostet unendlich. Bei Betrugsversuch keine Einreise oder schnelle Ausreise veranlassen, imo.

Schlepperboote: wenn die kentern, und darauf sind die ausgelegt, greift das internationale Seerecht, muss man retten, ist auch gut so. Zurückbringen? Wohin? Was meinste wie die Türkei reagiert, wenn griechische Militärschiffe in deren Gewässer eindringen.. die ballern die ab. Es gibt aber Frontex-Einheiten, die z.B. an Land solche Kähne sabotieren, so dass die erst garnicht in See stechen können. Die operieren in einer Grauzone als Sabotage-Teams, ziemlich krass. Aber kämpfen gegen Windmühlen.

Die Sicherung der EU-Aussengrenzen: bedank Dich bei Siriza/Tsipras. Erst die Verarsche mit der Finanzrettung, jetzt sowas. Daher ja der Deal mit der Türkei, vielleicht sind die ja verlässlicher - aber umsonst machen die die Drecksarbeit nicht für die EU. Hier rächt sich jetzt das ewig Nein zum EU-Beitritt Türkei - auch hier geht der "Dank" an GR.

Falls die EU scheitert, so übel das wird - dass Du das als Nachteil für DE siehs, wundert mich ein bisschen ;) - mir persönlich macht das weniger Angst/Sorgen als der ausufernde EU-Zentralisierungswahn. Wieviel mrd wurden in Polen/Ungarn/GR versenkt.. von DE aus.. wofür? Wenn die sich jetzt, wo es ans leisten und mitwirken geht, so gegenüber DE verhalten. Ne danke. USA wollen die EU auch nicht so destabilisieren, dass sie zerbricht. Im Gegenteil, die legen werd auf eine geschlossene Nato-Front/Stützpunkte.

"Meine Muslime" kommen grösstenteils aus der Türkei, aber auch Pakistan, Mazedonien, Kosov, ex-Jugos.

Guter Freund ist irgendwann mit seinen Eltern aus der Türkei gekommen, er hat dann hier Abi gemacht und danach seinen Dipl.Ing., kenn ihn von der Uni. Er hat noch deutlichen türkischen Aktzent, sein jüngerer Bruder (hat bwl studiert) kaum noch, und die kleine Schwester der beiden ist aktzentfrei, hat Wirtschaftsrecht in London studiert und ist direkt dageblieben, sie ist die cleverste der 3 :D

Die Eltern, ich glaub Vater ist neulich gestorben, sprachen nicht ein verständliches Wort deutscht, ich vermute sogar beide Legastheniker, aus der Pampa hinter Ankara. Haben hier aber mit viel viel Arbeit nen Gemüseladen geführt, dann das Eckhaus gekauft und die wirtschaftliche Basis für die Kids aus dem Nichts geschaffen. Mama mit Kopftuch etc., Kinder sehr westlich.

TROTZDEM wurde mein Freund und seine Geschwister im Laufe der Zeit zwangsverheiratet, was ich erst garnicht verstehen konnte, warum die das mitmachen. Die Frau von meinen Freund ist übrigens Steuerberaterin :). Jahre später hab ich dann erfahren wie das gelaufen ist.. in allen 3 Fällen: die haben sich alle "irgendwie" schon vorher kennengelernt, die Gemeinde ist ja bundesweit vernetzt.. und länger schon so ne Art geheime Verhältnisse gepflegt. :D wie romantisch. Und als diese dann jeweils sehr fest waren, heiratsfest sozusagen, wurde das dann jeweils an die Eltern der betroffen über Freunde/Verwandte rangetragen.. so in der Art: Ibrahim muss langsam mal heiraten.. Tochter x von Herrn y wäre ne gute Wahl.. lol. Es wurden dann Treffen der Familien arrangiert, mit prächtig Essen ausserhalb. Die Kids spielten mit.. so als würden sie sich zum ersten Mal sehen lol lol.. bisschen reserviert tun.. und dann zu Hause: nur Euch zuliebe, liebe Eltern, mach ich das. :muah: Und damit war die Norm des Kollektivs erfüllt. Also auch in dieser Kultur wird nix zu heiss gegessen wies gekocht wird, bzw. geschrieben steht. Sicher gibt es üble radikale Ausnahmen, aber die kenn ich nicht (persönlich). Ich sehe keinen Grund, warum es bei den syrischen Flüchtlingen prinzipiell anders als da laufen kann. Allen ist gemeinsam, dass sie, als sie als Kinder/Jungendliche nach DE gekommen sind, begriffen haben, dass sie hier eine grossartige Chance haben, und haben diese genutzt, mit Fleiss, bisschen Ehrgeiz und viel orientalischem Humor - jedenfall besser als ich damals als dauerkiffender Weltmeister im Hefeweizentrinken. :nene:

Was für ein Schlamassel. Ich hatte doch tatsächlich gehofft, letztes Jahr, dass die verwaltungstechnische Bewältigung hier etwas besser funktioniert. Aber von wegen. Fail.

/edit: von meinen muslimische Freunden würdest Du übrigens deutlich mehr Zustimmung bekommen als von mir.. erweitere Deinen Bekanntenkreis mal um diese Bevölkerungsgruppe, Du wirst Dich wundern
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Re: Flüchtlingsproblematik

26. Jan 2016, 19:24

ja wir nähern uns an :D

kann mit deinem letzten post aufjedenfall viel anfangen. :2daumen:
der schengenraum ist für deutschland wichtig. aber stimmt, wenn der wegbrechen würde, könnte diese exportweltmeisterei auch endlich aufhören und vermehrt mal wieder der binnenmarkt gefördert werden. auch keine schlechte idee.. refugees welcome! :blacklol:
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Re: Flüchtlingsproblematik

26. Jan 2016, 22:31

so viele Leute sind in den letzten Jahren in Flüchtlingslagern der UNHCR geflüchtet, in ihre Nachbarländer. Syrer, bzw. syrische Familien leben da teils seit 4-5 Jahren. Und diese Lager sind nicht in Deutschland. Die Flüchtlinge verlieren nicht nur zunehmend die Hoffnung, zurückkehren zu können, sondern die Lebensmittelversorgung in diesen Lagern verknappt sich zunehmends, weil die UHCR keine Mittel mehr bekommt. Die Kinder der dort lebenden Leute werden auch zunehmend älter, Schulen sind da ein Fremdwort in den Lagern, was sollen die Leute machen, ausser sich nach Alternativen umzuschauen und sich aufn Weg zu machen?
Die Zahl der Flüchtlinge weltweit hat einen neuen Höchststand erreicht. Rund 59,5 Millionen Menschen waren Ende 2014 auf der Flucht vor Kriegen, Konflikten oder Verfolgung, wie das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) am Donnerstag mitteilte.

Wegen zahlreicher bewaffneter Konflikte wie in Syrien, im Südsudan und in der Ukraine erhöhte sich die Zahl der Flüchtlinge im vergangenen Jahr um 8,3 Millionen Menschen. Wie aus dem UNHCR-Jahresbericht mit dem Titel "Welt im Krieg" hervorgeht, ist das der stärkste jemals verzeichnete Anstieg der Flüchtlingszahlen. Ende 2013 waren noch 51,2 Millionen Flüchtlinge registriert gewesen. Besonders alarmierend: Die Hälfte aller Flüchtlinge sind Kinder.
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... lucht.html
Im Kampf gegen die Flüchtlingskrise haben die EU-Staaten die zugesagten Zahlungsverpflichtungen bisher weit verfehlt. In hohen EU-Kreisen hieß es, "die beim Brüsseler Flüchtlingssondergipfel im September für das Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag vereinbarten Zahlungen seien bei Weitem nicht geflossen".

So gebe es bisher anstelle der zugesagten 1,8 Milliarden Euro für den Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika zur Bekämpfung von Fluchtursachen lediglich Zusagen von 24,3 Millionen Euro – 8,9 Millionen Euro davon kommen allein von den Nicht-EU-Ländern Norwegen und der Schweiz.

******Deutschland hat bisher, ebenso wie Frankreich, Großbritannien und Österreich, für den Treuhandfonds Afrika überhaupt keine Mittel zugesagt.******
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... nicht.html

wtf? Guckt Euch mal die Unterstützungen an.. 24,3 Millionen und von DE kommt nix? Aber MRDen in Richtung Türkei und GR verschieben, und dann jammern weil die Leute die Lager verlassen und hier herkommen. :nene: wtf bleibt denen denn noch übrig? Mal ne Rechenaufgabe: Einnahmen aus GEZ-Gebühren sind pro Jahr ca. 8 MRD, 8000 Millionen. Wieviel Prozenz davon wären 24,3 Millionen? Raterz, rechne mal bitte :) :nene: Stattdessen: nix. 0 EUR.

dabei ist das alle nicht neu, die prekäre Situation der UNHCR geht bis mind. 2001 zurück:
Nach Berichten aus Afghanistan wird die Atmosphäre in Städten wie Herat wegen fehlender Informationen über die Lage immer gespannter. Viele Menschen seien so arm, dass sie sich keine Batterien für das Radio kaufen könnten, sagte Janowski. Fernsehen sei unter dem Taliban-Regime verboten.

Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Ruud Lubbers, will mit Vertretern der US-Regierung die Lage erörtern. Zu weiteren Einzelheiten machte Janowski keine Angaben.

Lubbers berichtete am Montag in New York von Bemühungen, Iran und Pakistan zur Aufnahme weiterer afghanischer Flüchtlinge zu gewinnen. Käme es zu einem Abkommen, müsste die internationale Gemeinschaft zumindest die finanzielle Last mit den beiden Gastgeberländern teilen, sagte Lubbers nach einer Unterredung mit UN-Generalsekretär Kofi Annan. Schon jetzt halten sich in beiden Nachbarstaaten Millionen afghanischer Flüchtlinge auf.
und jetzt sag noch jemand, das ist alles Merkels Schuld. Von der wegen. Das sind Entwicklungen, die sich seit über 10 Jahren abzeichnen und allen EU-Politikern bewusst sein müssten. In der Öffentlichkeit wird das ja leider in der Detailtiefe nicht wahrgenommen oder registriert. Da heisst es dann: omg, ganz plötzlich und unerwartet haben wir seit ein paar Wochen ein Problem, WO IST DER SCHULDIGE. Ganz beschämend in dem Zusammenhang das Verhalten der SPD und ihrem fetten degenerierten Vorsteher, der sich trotz seiner Masse schneller als eine Fahne im Wind dreht, dem sogar in der Apokalypse nur Wählerstimmen interessieren, die er so aber nie bekommen wird. Wenn DE zugrunde geht, dann wg, solchen Typen, aber nicht wg. den Flüchtlingen aus Kriegsgebieten.

hier noch eine Posse aus meiner Nachbarschaft in Essen: http://www.derwesten.de/politik/nach-de ... 91717.html von letzem WE, gibt tausend Artikel dazu.

und noch was vom WE: wie sich eine tolle Location ruiniert.. http://www.ruhrbarone.de/update-unperfe ... olg/120520 werd den Laden nicht mehr betreten. Kollektive Massenpsychose. Raterz, nach soviel Annäherung heute komm ich in Dir in Deiner ursprünglichen Einschätzung es könnte einen "Bürgerkrieg" geben, ein ganz ganz ganz klein bisschen entgegen. Aber nur ein bisschen. :) Bevor es soweit kommt, rotten wir im Westen die Rechten aus lol. Jedenfalls drehen die Leute zunehmend durch, anstatt sich den Problemen zu stellen und die Ursachen zu ergründen. Würde man die Russland-Sanktionen canceln und sich frei machen von Nato- und US Lakaientum, und innerhalb der EU Einigkeit finden, wäre das imo noch alles lösbar. Sind "unsere" Entscheider aber nicht. Insofern haften "wir" jetzt für die politische/gesellschaftliche Blödheit unserer Bevölkerung. Wie war das mit dem Auswandern :)
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Re: Flüchtlingsproblematik

27. Jan 2016, 05:40

Die letzten Entwicklungen der letzten Nacht....


So. Jetzt ist es geschehen. Soeben ist ein 24-jähriger Syrer, der tagelang am Lageso bei Minusgraden im Schneematsch angestanden hat, nach Fieber, Schüttelfrost, dann Herzstillstand im Krankenwagen, dann in der Notaufnahme - VERSTORBEN.

Wer übernimmt hier Verantwortung? Wer stellt sich der Schuld, die die versagende Verwaltung oder der politische Wille – wer weiß noch, was hier vor sich geht? – jetzt auf sich geladen haben?

Wie wollt Ihr damit jetzt umgehen? Weiter verschieben, vertuschen, schönreden? Reagieren? Egal, was Ihr tut: Dieses Opfer eines Menschenlebens hätte verhindert werden müssen.
Wir haben es alle kommen sehen. Und nicht seit zwei Tagen. Seit einem halben Jahr.

Jetzt ist es zu spät. Er ist tot.

Seit einem halben Jahr sehen wir Anwohner, was geschieht. Seit einem halben Jahr helfen wir, rennen, pflegen, ernähren, versorgen, heilen… und sagen immer wieder, es wird Tote geben, wenn das so weiter geht. Und es wird heruntergespielt, beschönigt, weggeredet. Es wird so getan, als sei das alles normal, nur eine kleinere Verwaltungskrise, bald haben wir alles im Griff, wir verbessern hier ein bisschen und schrauben da ein wenig, das wird schon.

Mindestens vier Fehlgeburten haben nicht gereicht – sind das keine Toten? – ein ermordetes Kind, das aus dem Chaos entführt werden konnte, hat nicht gereicht – ist das kein Toter? - mehrere Wiederbelebungen auf dem Gelände, Herzinfarkte, Diabetes-Schocks, allnächtliche Rettungswagen-Einsätze für kollabierte Personen und so weiter und so weiter haben nicht gereicht, um klarzumachen: Das hier ist keine ideologische Diskussion.
Wir melden Bedarf an, nicht aus Prinzip oder Lustigkeit. Es geht hier um Menschen mit Augen, Ohren, Kälteempfinden… um Kinder. Um Alte.
Und kein Vertun: Die Situation am Lageso ist weiterhin lebensbedrohlich.
Während ich diese Zeilen schreibe, geht es zwei Straßen entfernt munter so weiter.

Der Junge, der jetzt gestorben ist, war 24. Einer der „jungen, gesunden Männer“, die ja alles abkönnen, um die sich keiner kümmern muss, und die in erster Linie misstrauisch beäugt werden – was wollen die hier? Wieso sind die nicht im Bombengebiet geblieben? Wieso versuchen sie, aus der Ferne die Situation ihrer Familie zu verbessern, wenn sie es doch in der Nähe, im Krieg …GARNICHT können? Und Nein, an die Hasser, in Syriens Bürgerkrieg ist „sollen sie doch eine Waffe in die Hand nehmen und IHR LAND verteidigen“ keine Option,

informiert Euch mal, wer da so alles mit welchen überdimensionierten Mitteln bombardiert und gut ausgestattet unterwegs ist – und dass „eine Waffe in die Hand nehmen“ im Zweifelsfall immer gegen die eigenen Landsleute geht. Der eine Ex-Soldat Assads, ja, Deserteur, den ich am Lageso kennenlernen durfte war geflohen, weil er die Greueltaten „seiner“ Armee nicht mehr mitanschauen konnte. Weil seine „Hört auf, lasst sie in Ruhe“ – Rufe nichts nützten. Ins Gespräch kamen wir, weil er mich um eine Decke bat. Damit er mit Fieber die Nacht nicht draußen verbringen musste – Decke hin oder her! – brachten wir ihn privat unter.
Der Junge, der jetzt gestorben ist, hat es bis hierher geschafft, und wir – unser Staat, unsere Gesellschaft, unser Land! – haben ihn weniger als geschützt.

Wochenlang war ich nachts am Lageso. Privatpersonen haben mittlerweile tausende Menschen notbehelfsmässig untergebracht, die wir von dort aus vermittelt haben - darunter so viele Kinder.

Dabei bin ich drei Mal so krank geworden von der Kälte und Nässe, dass ich es schließlich aufgeben und meine Hilfe auf tagsüber verlegen musste. Wochenlange Erkältungen und Arbeit mit Sängern von Weltklasse vertragen sich nicht derart gut.

Ich hatte die Wahl. Jedes Mal, wenn ich von dort wegging, ging ich mit dem Schauder des Bewusstseins, ein absolutes Privileg im Vergleich zu Hunderten zu haben – weggehen zu können. Ich hatte keine Ahnung, wie die Menschen die Kälte überhaupt aushielten – aushalten! In den dünnen Kleidern, die ich direkt vor mir sah, fragte ich mich aus meiner frierenden Vermummeltheit mit fünf Kleiderschichten: Wie halten sie das aus? Ganz einfach. Abwesenheit von Wahl.

Während ich das schreibe, ist die Situation zwei Straßen weiter diesselbe – solange nicht eine Jacke, nicht eine Mütze, nicht ein Schlafsack vom Senat bezahlt wurden, muss man es so beschreiben. Auch wenn die unglaublich starken Helfer, die dort Jacken, Mützen, Schals, heiße Getränke und Suppe verteilen Abhilfe schaffen und sich investieren in einem Maße, das sich keiner vorstellen kann, der nicht mitgemacht oder es nicht wenigstens mit eigenen Augen gesehen hat. Dass sie ganz konkret und tatsächlich Leben retten, dürfte spätestens jetzt klar sein.

Letzten Freitag, wo ich lediglich für einen Syrer den Einstellungsbescheid abholen wollte und mit vier anderen besprechen, was jetzt die nächsten Schritte sind, habe ich das erste Mal auf dem Heimweg geweint. Bis dahin war das Vertrauen, dass diese Stadt, dieses Land doch irgendwann den humanitären Knall hören muss, immer noch nicht ganz gebrochen – dass es eben dauert, dass wir aber die funktionierenden Verhältnisse, die wir gewohnt sind, doch irgendwann wieder erleben werden, auch im Lageso-Kontext.

Aber diesmal war es nicht nur einfach zu kalt. Es waren nicht nur die vielen, vielen Menschen, die in der Kälte standen, die weinenden Kinder, Menschen jeden Alters, die verzweifelt warteten – es war das Gefühl, dass sich etwas geändert hat auf dem Platz. Dass etwas weggefallen ist: Das Gefühl der vorübergehenden Ausnahmesituation… das war weg. Präsent war stattdessen ein neues: dass sämtliche Alarmstufen sowohl in den Medien als auch von diversen, doch bedeutenden Politikern schon durchlaufen sind, dass schon lang genug laut genug geschrien wurde, und dass eine neue Stufe erreicht ist – eine Stufe der Verzweiflung, in der schon alles gesagt ist und die Situation in ihrer ganzen Dimension eine Art von Normalität erreicht hat. Dass die Flimmerhärchen in sämtlichen Gehörgängen so überreizt und überbrüllt sind von dem Thema, weil sich die zu den Ohren gehörenden Körper nicht in Bewegung gesetzt haben, dass sie sich auch nicht mehr in Bewegung setzen werden und also kein Schrei mehr nützt.

Ich kenne zu viele, die aufgeben, die sich nicht mehr hintrauen. Die schon Tage vor ihrem berühmten „Termin“ Panikattacken haben, Bauchkrämpfe… ja man staunt, das sind Menschen!!! Die haben ANGST vor dem Lageso. Ein Junge postet ein Foto auf Facebook, wo ein Schmetterling an einen Stein gebunden versucht zu fliegen und den Stein zu ziehen, um sich am Tag vorher Mut und Zuspruch zu holen. Ich habe auch Angst, wenn ich für jemanden hingehe. Die Knie zittern hunderte Meter vorher. Gottseidank, gottseidank gibt es furchtlose Helfer, Helfer, die nicht krank werden, Helfer, die ihren Beruf temporär auf Eis legen, die seit Monaten durchhalten und bleiben und weitermachen und tagelang und stundenlang dort sind und helfen helfen helfen!!! Ihr rettet Menschenleben.

Dirk Voltz, der den Jungen aufnahm, war selbst bis vor wenigen Tagen länger im Krankenhaus – Erschöpfungszustand. Er hat den Krankenwagen gerufen, ist mirgefahren – jetzt ist er zuhause und muss mit dem Geschehenen irgendwie klarkommen. Wird dieser Staat Verantwortung übernehmen? Wird der Helfer, der den Jungen zu retten versuchte, und das Notaufnahme – Team eines Berliner Krankenhauses jetzt auch mit dieser Last allein gelassen?

Bitte lest selbst…

ICH >> Brauchst du Gesellschaft?
Darf ich unsern Chat zitieren. Ich schreib grade. Kann nicht anders. Wütend, traurig, alles!!!!

du kannst mich immer zitieren, ich werde jetzt erst einmal heulen. Vielen Dank, ich sitze im Taxi zurück in meine Wohnung. Geht schon. Muss ja. Aber ich werde mich erst einmal ein paar Tage abmelden

>>Natürlich!!!!!!

Heul hier und hau in die Tastatur gleichzeitig
---
Eigentlich bin ich müde und will gleich mal schlafengehen, es ist schon spät, langer Probentag vor mir und so… da erreicht mich folgende Nachricht:
2:11am
Oh Mensch Reyna, das geht so alles nicht mehr. was können wir tun?
Ich finanziere seit Monaten Menschen, jetzt werden die auch noch krank
hab gerade einen Mann hier liegen, überlege, ob ich einen Krankenwagen rufen muss
>>Echt??? Was haben die? Oh Gott
Was hat er?

ich weiß es nicht, er hat 39,4 Fieber, SChüttelfrost und kann nicht mehr sprechen. Ich denke, ich rufe einen Krankenwagen jetzt
>>Mach das definitiv!!!
Sag Bescheid wenn Du Hilfe brauchst! Ich komm auch vorbei

danke, hab angerufen

Ok, sitze im krankenwagen herzstillstand
>>ich glaubs nicht F***!!!!!!!! (…) Brauchst DU dort support??? Ich komm vorbei und halt Deine Hand das kann doch nicht sein Du bist doch selbst noch krank
Geht Arabisch - Englisch - Übersetzung auch??? Hasan ist noch wach

Mein Freund Matthias ist Arzt, er bringt wen mit. zum übersetzen
meld mich gleich
>>Ich geb Khaled deine No per Telefon sofort möglich
Er hat versucht dich anzurufen, er macht das fantastisch - Muttersprachler und liebster Mensch - geht das per Telefon und hilft bis der von Matthias kommt?

Danke Reyna, bin in Klinik Matthias ist jetzt hier. Kann ich Khaled noch etwas anrufen?
Kann er mich adden, bitte?
>>Ja!
Ich sag's ihm
Hab dir seine nr auch geschickt - du hast ihn grade scheint's weggedrückt

bin in klini
k
>>Kannst nicht trl.?
Der hält sich grade für euch noch wach

Nein, er stirbt. kann nicht telenieren
>>Dirk du darfst in der Situation nicht allein sein. Schnips mit dem Finger und ich komm.
Name Klinik reicht

Er ist gerade verstorben Ich melde mich hiermit offiziell ab
>>Ich bin mit allem, was ich habe an Geist und Herz bei dir. Jetzt, den Rest der Nacht und morgen und immer. Tränen
…an eine Freundin…
Julia, der Junge ist soeben verstorben. Was machen wir denn alle jetzt??? Was machen wir bloss? Ich flenne hier nur noch und bin wütend und so verzweifelt... Weil nichtmal vier oder mehr Fehlgeburten nichtmal ein ermordetes Kind nichtmal ein 24-jähriger mit Fieber und Herzstillstand der jetzt TOT ist etwas ändern werden. Und wenn sie nach diesem Menschenopfer etwas ändern dann haben wir alle seit Monaten gesehen dass das geschehen musste. Aber sie werden sich aus der Verantwortung winden. Vielleicht hatte er eine nicht erkannte Herzkrankheit. Dann war die schuld und nicht die Strapazen am Lageso. Jetzt ist alles aus das macht niemals irgendwer wieder gut!!!!!


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Re: Flüchtlingsproblematik

27. Jan 2016, 12:40

da muss man sicher mal die Obduktionsergebnisse abwarten - sofern die Leiche überhaupt auftaucht und sich das nicht als Fake, mit dem Ziel auf die Situation vor-Ort hinzuweisen, herausstellt.

In der Nähe (gegenüber?) vom Lageso steht schon länger das alte Gebäude vom Innenministerium leer.. 500.000,- Miete pro Monat (ade Steuergelder9, beheizbar etc. - wird aber nicht genutzt. Im Lageso ist der Krankenstand z.Z. wohl extrem hoch, nix genaues weiss aber aber nicht. Letzte Lageso-Meldung war die Besetzung der obersten Leitung mit einem McKinsey-IT-Berater.
Offiziell hat der Bundestagsabgeordnte Hans-Christian Ströbele (Grüne) bereits vor einigen Wochen bei der Bundesregierung angefragt, warum eine Zwischennutzung des leerstehenden ehemaligen Bundesinnenministeriums in Berlin Moabit nicht als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden kann.

Die Antwort lautete, der "Mietvertrag des Bundes zur Nutzung des Gebäudes Alt-Moabit 101D läuft noch bis zum Juli 2016". Der Mietvertrag sehe für die rund 850 Büroräume ausschließlich Büronutzungszwecke vor. "Vor einer Übergabe an den Vermieter müssen noch Rückbaumaßnahmen stattfinden. Eine Zwischennutzung des Gebäudes ist nicht möglich." In der Realität bedeutet das, dass die gewaltige Immobilie unweit des Berliner LaGeSo leer steht und dabei monatliche Mietzahlungen von rund 570.000 Euro verschlingt.
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Re: Flüchtlingsproblematik

27. Jan 2016, 15:56

n19 hat geschrieben:da muss man sicher mal die Obduktionsergebnisse abwarten - sofern die Leiche überhaupt auftaucht und sich das nicht als Fake, mit dem Ziel auf die Situation vor-Ort hinzuweisen, herausstellt.
Ich bin ja auch gerne mal skeptisch, habe aber die Geschichte des helfenden Hauptakteurs schon länger verfolgt. Diejenige, die das geteilt hat und ebenfalls involviert ist, ist die Spielleiterin der Staatsoper Berlin. Ich glaub nicht, dass sie Geschichten dazuerfinden müsste - schon in ihrem eigenen Interesse.

Random fact: Bin heute von einer Syrerin (Porzellanteint, blondierte Haare, westlicher Style) gefragt worden, wie lange ich schon in Deutschland lebe. Sie war recht ungläubig als ich sagte, ich sei Deutsche, durch und durch. Bin mal gespannt, wann mich die erste Bürgerwehr zu greifen versucht.^^

Zudem: vergangene Woche auf einem öffentlichen Platz von einem verjunkt aussehenden Typen mit Bart gefragt worden, ob ich deutsch sprechen würde. Ich sagte: Och, so ein bisschen. Er grinste schief und fragte, wer mir das beigebracht hat. Ich sagte, wenn ich mich recht erinnere, meine Eltern.
Für 'ne Anmache wär's reichlich schräg - und ich bin sehr gespannt, was die Zukunft in dieser Richtung so bringen wird.
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Re: Flüchtlingsproblematik

27. Jan 2016, 18:48

abwarten, ist alles möglich. z.Z. drehen fast alle am Rad. Für micht klingt das nach Fake, aus welchen Motiven auch immer. Wenns kein Fake ist, meine Prognose: werden die Helfer der untelassenen Hilfeleistung beschuldigt, weil sie ihn nicht direkt ins KH gebracht haben.

Die "Hosen-Posse" hatte ich neulich auch quasi live mitbekommen über eine involvierte Freundin, bevor es durch die Presse ging.. dachte erst noch, das darf doch wohl nicht wahr sein. Wars dann aber doch. http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/la ... n-rauswurf
Zudem: vergangene Woche auf einem öffentlichen Platz von einem verjunkt aussehenden Typen mit Bart gefragt worden, ob ich deutsch sprechen würde. Ich sagte: Och, so ein bisschen. Er grinste schief und fragte, wer mir das beigebracht hat. Ich sagte, wenn ich mich recht erinnere, meine Eltern.
:lol:
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halt uns bitte auf dem Laufenden, man lernt ja nie aus :D
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Re: Flüchtlingsproblematik

27. Jan 2016, 23:30

Das Rätsel ist gelöst: Der Helfer von "Moabit hilft" hat zugegeben, die Geschichte vom Tod eines Flüchtlings erfunden zu haben. Er hatte über soziale Netzwerke erzählt, dass ein 24-jähriger Syrer in der Nacht zuvor nach langem Warten vor dem Lageso gestorben war. Warum er das getan hat, bleibt unklar.
ach guck an. Warum wundert mich das nicht. :nixplan: :spinnst: :nene: klassischer Fall von Bärendienst, aber schon cool, sich (bekifft oder nicht) innerhalb weniger Minuten im Presseapparat zu verewigen. :lol: Jeder Scheiss wird unreflektiert geteilt und publiziert. Sonntagskind, in Situationen/Zeiten wie diesen z.Z. sind persönliche Sympathien/Freundschaften kein Garant mehr für die Verlässlichkeit von Informationen (ausser von mir, lol), man muss alles, ausnahms- und gnadenlos, imo, durch rationale Filter jagen. Interessant und bememerkenswert ist jedenfalls, wieviele sich betroffen fühlten, egal ob Presse oder Einzelpersonen, und den Vorfall für +möglich+ hielten. Das sagt sehr viel über das mangelnde Vertrauen, breitbandig, in die Behörde aus, und ist imo genial an dem Fake. Respekt.

http://www.rbb-online.de/politik/thema/ ... ageso.html
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Re: Flüchtlingsproblematik

28. Jan 2016, 05:42

Das ist jetzt schon heftig. Für alle Beteiiligten.
Ich lese Dirk (-> Das ist Dirk: http://www.welt.de/vermischtes/article1 ... fnahm.html - ist zwar welt.de, aber ich kann's nicht ändern^^) seit einigen Monaten und er hat wirklich viel an allen Ecken und Enden geholfen, Menschen bei sich selbst und Freunden untergebracht, die Leute neu eingekleidet usw. Andere haben ihm ganz offensichtlich vertraut, wie im Falle von Reyna, von deren Profil ich die Nachricht gestern morgen hatte. Und nicht nur das: Dirk hat sie - wie ja gut nachzulesen - mit der Meldung in eine Krise gestürzt, hart am Rande des Nervenzusammenbruchs. Er hat sein Profil mittlerweile gelöscht, ihres ist unverändert.

Fakt scheint jedenfalls zu sein, dass er zuletzt wegen eines Erschöpfungszustandes in einer Klinik war. Vielleicht sollte diese Geschichte mal - von offizieller Seite - zum Anlass genommen werden, genauer hinzusehen und notfalls jemandem eine Auszeit zu verpassen, der permanent über seine eigene Grenzen geht bzw diese womöglich gar nicht wahrnimmt. Aber dazu wird erst recht kein Personal vorhanden sein.
n19 hat geschrieben:ach guck an. Warum wundert mich das nicht. :nixplan: :spinnst: :nene: klassischer Fall von Bärendienst, aber schon cool, sich (bekifft oder nicht)
Diese Unterstellung ist IMO jedoch auch nicht so wirklich lustig.^ ^

Eben war ich - zum ersten Mal übrigens - auf der "Moabit hilft"-Seite. Dort steht:
Wir von Moabit hilft haben Dirk in den vergangenen Monaten als verlässlichen und integren Unterstützer an unserer Seite kennengelernt, der sich auf unterschiedlichste Weise für viele geflüchtete Menschen engagiert hat. Er hat uns heute Morgen mit der Meldung über den Tod eines geflüchteten Menschen informiert. Diese Meldung ist offensichtlich falsch. Wir kennen seine Motivation für diese Meldung nicht, und wollen dies auch nicht kommentieren. Dirk hat sein Facebook-Profil gelöscht und war bis jetzt für uns nicht zu sprechen.
n19 hat geschrieben:Sonntagskind, in Situationen/Zeiten wie diesen z.Z. sind persönliche Sympathien/Freundschaften kein Garant mehr für die Verlässlichkeit von Informationen (ausser von mir, lol),
Hmja, genau. :lol: Gut fände ich, wenn du das dann noch kombinieren könntest mit weniger Spekulation hinsichtlich des Grundes für das Verhalten. ;)
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