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Psychedelicious
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Re: Buddhismus und Psychedelika

4. Feb 2013, 14:05

Manchmal wird ein Sotapanna ja mit einer Person welche eine Kenshō-Erfahrung hatte gleichgesetzt.

Wenn ich am Meditieren bin ist jegliches Konzept dieser Art nur hinderlich, dennoch resonieren sie mit mir.

Tante €dith:
Jetzt warst du, Sinusmodul, schneller
SinusModul hat geschrieben:Sie führen imho weg von dem was ist. Stelle dir die Frage 'was ist nötig um mich genau Jetzt gut zu fühlen'. Mach diese Frage zum Mittelpunkt deines Daseins und deiner Handlung und deiner Denkweisen!
Dafür muss man auch nicht viel Wissen und vor allem rennt man nicht ständig anderen Lehren hinterher.


hm.... :taetschel:

Jepp, stimmt schon, der Theravada führt weg von dem was ist - soll er ja auch, ist ja sein erklärtes Ziel. (auf einer Ebene zumindest)

Ist ja nen Lieb gemeinter Tipp, aber IMHO ungefähr so daneben wie Heino auf der Psycrowdelica. Denn für mich klingt die Frage: "'Was ist nötig um mich genau Jetzt gut zu fühlen?" völlig deplaziert. Nicht nur dass diese Frage kaum noch mehr Ich-bezogen sein könnte, sondern auch noch ein Bedürfniss miteinbringt
Hast du dich schon mal mit den Grundsätzen des Buddhismus beschäftigt?
Hier mal die 4 edlen Wahrheiten als Anfang.
Man kann deine Daseins-, Denk-, und Handlungs-Prämissen-Frage IMHO der 2. edlen Wahrheit unterordnen.
Zuletzt geändert von Psychedelicious am 4. Feb 2013, 14:45, insgesamt 1-mal geändert.
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SinusModul
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Re: Buddhismus und Psychedelika

4. Feb 2013, 14:17

Diese ganzen Begriffe und Einteilungen kreieren eine Erwartungshaltung.

Der Verstand wird nach einer "xy-bla-Erfahrung" bei vielen sehr aktiv und fängt an danach zu suchen und sie zu analysieren.

Was war das, was bedeutet das, an welcher stelle stehe ich, bin ich erleuchtet etc. das sind alles nur Resultate eines analysierenden und aktiven Verstandes, der die Erfahrung nicht einfach sein lassen kann, sonder sie versucht zu greifen! Da gibts aber nichts zu greifen! Die Erfahrung die du gemacht hast 'Stromeintritt' oder wie auch immer, kannst du nicht analysieren. Behalte sie lediglich als Erfahrungseindruck in deinem Bewusstsein und denk nicht mehr über sie nach! Lass sie einfach sein!
Identifiziere dich nicht damit!
Lass sie einfach sein.

Deshalb sehe ich psychedelische Erfarhungen mittlerweile im Bezug auf innere Arbeit /Erleuchtungsgedöns sehr kritisch, da sie den Verstand aktiv machen!
Je aktiver dein Verstand, desto weniger bist du im Hier und Jetzt! Und da nur das Hier und Jetzt existiert, besteht die Gefahr sich immer mehr von dem was ist zu entfernen!

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Re: Buddhismus und Psychedelika

4. Feb 2013, 14:47

SinusModul hat geschrieben: Man Selbst weiß immer am besten was in diesem Moment am besten für einen ist! Damit hört man auf sich im Außen zu orientieren und switcht hin zu der Orientierung aus seinem Inneren, die immer die wichtigste sein sollte.

Denn niemand weiß besser was gut für dich ist, außer du selbst!
SinusModul hat geschrieben:Die Erfahrung die du gemacht hast 'Stromeintritt' oder wie auch immer, kannst du nicht analysieren. Behalte sie lediglich als Erfahrungseindruck in deinem Bewusstsein und denk nicht mehr über sie nach! Lass sie einfach sein!
Identifiziere dich nicht damit!
Lass sie einfach sein.
Du scheinst einen Weg gefunden zu haben, der gut für dich funktioniert. Was mich stört ist, dass du zu meinen scheinst, dies sei ebenfalls das beste für andere...
Sicherlich meinst du es gut und möchtest helfen, allerdings weiß man eben nur selbst am besten, was gut für einen ist. :pfeif:

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Psychedelicious
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Re: Buddhismus und Psychedelika

4. Feb 2013, 14:53

SinusModul hat geschrieben:Diese ganzen Begriffe und Einteilungen kreieren eine Erwartungshaltung.

Der Verstand wird nach einer "xy-bla-Erfahrung" bei vielen sehr aktiv und fängt an danach zu suchen und sie zu analysieren.

Was war das, was bedeutet das, an welcher stelle stehe ich, bin ich erleuchtet etc. das sind alles nur Resultate eines analysierenden und aktiven Verstandes, der die Erfahrung nicht einfach sein lassen kann, sonder sie versucht zu greifen! Da gibts aber nichts zu greifen! Die Erfahrung die du gemacht hast 'Stromeintritt' oder wie auch immer, kannst du nicht analysieren. Behalte sie lediglich als Erfahrungseindruck in deinem Bewusstsein und denk nicht mehr über sie nach! Lass sie einfach sein!
Identifiziere dich nicht damit!
Lass sie einfach sein.

Deshalb sehe ich psychedelische Erfarhungen mittlerweile im Bezug auf innere Arbeit /Erleuchtungsgedöns sehr kritisch, da sie den Verstand aktiv machen!
Je aktiver dein Verstand, desto weniger bist du im Hier und Jetzt! Und da nur das Hier und Jetzt existiert, besteht die Gefahr sich immer mehr von dem was ist zu entfernen!
Oh je ... glaube du verstehst mich komplett falsch. :verwirrt:
Weder habe ich je eine Stromeintrittserfahrung gehabt, noch meine ich irgendwo zu stehen.
Auch will ich nichts greifen, festhalten, mich mit irgendwas identifizieren oder nicht identifizieren geschweige denn gut gemeinten Tipps!! (dennoch Danke :bow: ist süß) .... mir gehts hier nicht um mich und/oder meine Erfahrung.

Ich wollte mich lediglich mit Leuten über das Konzept unterhalten ^^
Das Einbringen des Ibogatrips war eher dazu da noch eine Verbindung mit dem Threadtitel herzustellen. Hab mich auch schon als ich nicht auf Iboga war mit diesen Konzepten beschäftigt ;)

Mich interessiert da eigentlich konkret reallaer dazu.

Gibts hier Leuts die sich mal durch die Visuddhimagga durchgearbeitet haben? Und das Shobogenzo?

Will hier nochmals auf meinen Edit im obigen Post hinweisen, und mich am liebsten mit Leuten unterhalten denen die angesprochenen Konzepte geläufig sind.
Bitte keine gut gemeinte Hilfe von Leuten welchen diese Konzepte fremd sind :freak:
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Re: Buddhismus und Psychedelika

4. Feb 2013, 16:35

kk bin still (die Konzepte interessieren mich auch nicht, deshalb sorry). Ich versuch nur Impulse in die richtige Richtung zu triggern, stößt aber leider noch nicht auf Resonanz.

Und tschüß :knuddel:

Edit: Sorry mir fällt noch ein toller Klugscheißersatz ein den ichmir nicht verkneifen kann (der Drang ist heut einfach in mir vorhanden):

Das Konzept zu verstehen bringt dich der Wahrheit nicht näher, nur dem Konzept, nicht aber der Wahrheit. (Wahrheit ist das was ist, jetzt).

*duck*

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Re: Buddhismus und Psychedelika

4. Feb 2013, 18:12

Hast ja eigentlich auch recht. :umarm:
Wollte hier halt eher ganz allgemeine Konzeptverschwurbelung betreiben, als persöhnliche Tipps zu erhalten :strubbel:

Aus einer Jetzt-Extremistischen Sicht sind solche Konzeptverschwubelungen tatsächlich völlig irrelevant.

Sind Konzepte wie der Stromeintritt oder die Beschreibungen der Bardos nun eher kontraproduktiv weil sie einen nicht radikal im Jetzt halten -
Oder können solche Konzepte die Fähigkeit im Jetzt zu verweilen begünstigen oder gar triggern?

Scheint ja schon so zu sein dass die Schriften denen solche Konzepte entnommen werden, das Verweilen im Jetzt eher zu fördern scheinen...
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Re: Buddhismus und Psychedelika

4. Feb 2013, 18:49

KP ich wuerd nicht behaupten dass ich selbst ein Stream-Enterer bin wobei ich denke dass ich das Bangha-Nana zumindest schonmal erlebt habe (ohne Drogen). Kenne definitiv jemanden, der Stream-Enterer ist und dem schaue ich in die Augen und sehe viel Licht und Weisheit. :) Aber er redet verstaendlicherweise nicht darueber. Ist im Theravada ja auch so ueblich.
Imho ist das auch besser so. Erfahrungen untereinander zu vergleichen und in Konzepte zu fassen hat die grosse Gefahr, dass man sich selbst als besser, schlechter etc. einordnet und ich sehe hoechstens einen guten, erfahrenen Lehrer als kompetent genug an diese Dinge wirklich zu beurteilen.
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Re: Buddhismus und Psychedelika

4. Feb 2013, 20:04

also im palikanon wird jede menge geredet von stromeingetreten, wer es nicht ist usw. man darf das ruhig auch anders herum sehen: das ist auch sehr motivierend für andere. ;)

aber ob jmd. von den ersten drei fesseln befreit ist, oder nicht - kann man schlecht von außen beurteilen. kann nur jeder von sich selbst behaupten. es ist allerdings tatsächlich anscheinend verpönt, sich bspw. als arhat zu outen. da wird dann viel egoquatsch projeziert. finds aber trotzdem gut, wenn das leute machen. dieses "konzept", ist ja nur die idee, dass der buddhistische weg tatsächlich funktionieren kann, mehr nicht.

:bow:
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Re: Buddhismus und Psychedelika

4. Feb 2013, 23:42

Imho braucht es Zeit und Erfahrung, um andere Menschen in der Beziehung korrekt einschaetzen zu koennen. Selbst der Buddha soll ja gesagt haben, dass man wirkllich erst einen Praktizierenden beurteilen kann, wenn man eine Zeit lang mit ihm gelebt hat.
Ajahn Chah hat sich auch nie als Arhat geoutet, aber er hat es auch nicht dementiert. Deswegen tendiere ich dazu, seine Zurueckhaltung als ein Ja zu deuten. ;) Und Goenka ist definitiv keiner, das hat er auch selbst so gesagt.
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Re: Buddhismus und Psychedelika

5. Feb 2013, 10:17

Das Video von Hans Gruber fand ich nicht schlecht. Fasst nochmal ganz sachlich zusammen, was in der Diskussion auf seinem Blog auch gesagt wurde. Insgesamt auch mit wenig Polemik etc.
Und irgendwo stimmt es auch. Jeder Ansatz hat seine Macken und es ist gut zu wissen, was die Macken des eigenen Ansatzes sind. :)
Wir haben bei uns einen Theravada-Moenchen aus Sri Lanka und den werde ich mal nach den Semesterferien ein bischen zu der Thematk ausfragen.
Es ist ja ein interessanter Fakt, dass ich in meiner Zeit in Indien oefters mal Moenche in den Goenka-Zentren gesehen habe. Und gemessen an Kleigungsstil und Verhalten gehe ich mal davon aus, dass das auch Theravadins aus Sri Lanka oder Indien waren. Sollte ich auch mal n bischen zu recherchieren. ^^
Klar letzlich braucht man imho ein gewisses theoretisches Rahmenkonzept in dem man sich einordnet. Und um die Erfahrungen, die man gemacht hat, besser verstehen zu koennen.
Fuer mich persoenlich ist das Theravada-System so das Einleuchtenste, mit dem ich mich gut identifizieren kann und was mir inhaltlich keine grossen Schwierigkeiten bereitet. Sieht bei Vajrayana auf jeden Fall anders aus. )
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Re: Buddhismus und Psychedelika

5. Feb 2013, 14:37

Ketatripping Angel hat geschrieben:.... ich muss mich entschuldigen, ....
1.) Kommt diese Aussage bei Dir so oft, daß sie an Glaubwürdigkeit verliert.
2.) MUSST Du oder ist es Dir wirklich ein Bedürfnis? Wer zwingt Dich dazu, daß Du das mußt?
3.) Hör auf mit der negativen Selbstverherrlichung! :blacklol: :umarm:
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Re: Buddhismus und Psychedelika

6. Feb 2013, 10:30

Psychedelicious hat geschrieben: Aus einer Jetzt-Extremistischen Sicht sind solche Konzeptverschwubelungen tatsächlich völlig irrelevant.
Da der jetzige Moment das einzige ist was existiert, kann nicht von extremistisch gesprochen werden, diesen zum Mittelpunkt seines Daseins zu machen und folglich alle Energie auf ihn zu richten. Eher ist es extremistisch, sich diesem einzig existierendem Moment durch ständiges Denken in Illusionen zu entziehen und ihn nicht wahrzunehmen, weil der Verstand sich ständig mit wichtigen Dingen beschäftigen möchte (Konzepte, Probleme, Meinungen etc.).

Psychedelicious hat geschrieben:
Sind Konzepte wie der Stromeintritt oder die Beschreibungen der Bardos nun eher kontraproduktiv weil sie einen nicht radikal im Jetzt halten -
Oder können solche Konzepte die Fähigkeit im Jetzt zu verweilen begünstigen oder gar triggern?

Scheint ja schon so zu sein dass die Schriften denen solche Konzepte entnommen werden, das Verweilen im Jetzt eher zu fördern scheinen...
Kein Konzept wird dir helfen im Hier und Jetzt zu sein. Im Gegenteil. Konzepte sind Verallgemeinerungen. Wir sind aber 7 Milliarden Individuen und jeder erfährt sich anders und individuell. Niemals werden 2 Menschen das 'Bardos' auf die gleiche Art erfahren, genauso wie es schlicht nicht 2 komplett identische Gesichter gibt.

Konzepte sind nützliche Wegweiser, Landkarten. Und sie sind sehr gefährlich, da Menschen dazu neigen sich damit zu Identifizieren. Sonst gäbe es kein Buddhismus. Jemand der die Wahrheit kennt, ist kein Buddhist, er ist!

(Fühl mal den unterschied wenn du sagst 'Ich bin Psychedelischious' und dann sagst 'Ich bin....' ohne ein Subjekt dahinter zu setzten. Schlicht 'Ich bin....')

Mit dem Hier und Jetzt ist es ähnlich wie mit Stille und still sein. Du kannst Stille nur erfahren, sie aber nicht zu einem Konzept machen. Sobald du über Stille nachdenkst (ein Konzept daraus machst) bist du nicht mehr still!

Und das Problem mit den ganzen Konzepten sehe ich darin, dass es da um DInge geht, die nur erfahren werden können, nicht aber verstanden werden können (wie das Bsp mit der Stille). Füllst du dein Bewusstsein nun aber mit einer enormen Flut an Informationen und Konzepte über Dinge die sowieso nicht verstanden werden können, musst du doch zugeben das es schlicht sinnlos ist, ja sogar hinderlich! Denn nur durch dein eigenes, persönliches Erfahren wirst du Wissen darüber erlangen. That's the only way!

Genauso sinnlos ist es sich mit seinen Chakren auf einer theoretischen Ebene zu befassen. Solang du keines deiner Chakras selbst spürst ist es schlicht sinnlos sich damit auf theoretischer Ebene zu befassen, da dadurch nur die Gefahr besteht eine Erwartungshaltung zu kreieren. Und woher weißt du wo das Solar-Plexus Chakra in deinem Organismus ist (wir sind alle Individuell), wenn du es nicht fühlen kannst.

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Re: Buddhismus und Psychedelika

6. Feb 2013, 14:51

ist doch alles bekannt und nichts neues, was du da erzählst - da widerspricht dir auch niemand. trotzdem wird im buddhismus nicht die landkarte unbedingt (zumind. anfangs) als hindernis gesehen. sie kann sich natürlich dazu entwickeln, wenn man mehr wert auf diskutieren, als auf meditation legt.
der gewinn einer landkarte ist aber eben, dass er in diesen erfahrungsgebieten auf hindernisse und gefahren hinweist. außerdem gibt er eine struktur von erfahrungen vor, die nacherlebt werden sollen. ohne die ganzen konzepte wäre es eben nicht der buddhismus, sondern nur stille meditation, die ja auch vor buddha schon bekannt war. führt aber leider nicht von sich aus zur befreiung.
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Re: Buddhismus und Psychedelika

6. Feb 2013, 21:06

slightly offtopic.
SinusModul hat geschrieben: Und das Problem mit den ganzen Konzepten sehe ich darin, dass es da um DInge geht, die nur erfahren werden können, nicht aber verstanden werden können (wie das Bsp mit der Stille). Füllst du dein Bewusstsein nun aber mit einer enormen Flut an Informationen und Konzepte über Dinge die sowieso nicht verstanden werden können, musst du doch zugeben das es schlicht sinnlos ist, ja sogar hinderlich! Denn nur durch dein eigenes, persönliches Erfahren wirst du Wissen darüber erlangen. That's the only way!
Ich erlebe Konzepte tlw. sogar als förderlich - auch in der Arbeit in dem Raum, der eigentlich nicht beschreibar ist. Manches habe ich gar als grundlegend erlebt um in dem Augenblick der Erfahrung damit erst, hm, "richtig" umzugehen. Manchmal erlebe ich etwas, mit dem ich intuitiv nicht umzugehen weiss, kann es erst durch Konzepte "einsortieren" um dann beim nächten Kontakt geradezu selbstverständlich damit umzugehen.
SinusModul hat geschrieben: Genauso sinnlos ist es sich mit seinen Chakren auf einer theoretischen Ebene zu befassen.
Tja, ich habe gerade erst durch's kürzliche Studium der Chakren (aus Sicht der Yogis) angefangen weiter mit der Chakren betreffenden Energie zu spielen bzw. zu lenken - also, auch hier die entsprechende Literatur / Konzepte als hilfreich empfunden.

Geht für mich Hand in Hand.

Und dann empfinde ich es oft schlicht als inspirierend mir entsprechende Literatur zuzuführen - tlw. motivierend, erdend, energetisierend, öffnend, etc... Sie kann auf jedenfall deutlichen Einfluss auf mich haben, den ich als energetisch bezeichnen würde (mehr als es reines Kopfgewixe hat).

Man sollte bei der Arbeit mit Konzepten halt im Hinterkopf behalten, dass es eben nur Konzepte sind (map territory problem).
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Re: Buddhismus und Psychedelika

6. Feb 2013, 22:09

Ja du hast recht. Ich neige schnell dazu das sehr extrem oder schwarz weiß darzustellen.

Ich würde jetzt gern sehr viel dazu schreiben, aber bei jedem Satz den ich grad anfange zu schreiben, fallen mir so unglaublich viele Ecken auf die Missverstanden werden können. (Und das waren grad einige Sätze :D)

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