PsychoMutti
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Cannabis und Schwangerschaft

24. Jan 2017, 17:32

Moin Leute, hier mal ein Kneifzangenthema
Ich bin seit mehr als 10 Jahren Cannabis Konsumentin, sehe für mich Cannbis als Medizin, hat für mich persönlich viele Vorteile gegenüber den von der Krankenkasse bezahlten Medikamenten. (In meinem Fall Ritalin und Citalopram)
Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich pro konsum und pro medizinischem Einsatz von Cannabis gegenüberstehe.

Nun bin ich aber Schwanger (unter der 12. Woche).

Ich kenne die Meinung verschiedener Ärzte, sowie die geringe Studienlage zu dem Thema.
Diese Meinungen schwanken von "ach pff, jamaikanerinnen konsumieren auch und die sind nicht alle behindert" zu "Finger weg von dem Teufelszeug".

Ich habe meine Entscheidung dazu auch schon getroffen,
Ich wollte eigentlich nur mal fragen ob dazu hier im Forum Erfahrungen vorherrschen?
Und wie ist so Eure Meinung zu dem Thema?
LG

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strobo
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Re: Cannabis und Schwangerschaft

24. Jan 2017, 20:52

Hi,

ohne jetzt groß moralisieren zu wollen - ich würde es für die Zeit der Schwangerschaft und die Zeit danach, wo noch gestillt wird, lassen.
Grund ist einfach: keine psychoaktiven Substanzen für das heranwachsende Kind. Was auf körperlicher Ebene passieren kann - dazu gibt es sicher entsprechende Infos, k.A.

Wenn es nun unbedingt sein muss, dann oral oder vaporisiert, d.h. komplett ohne zu Rauchen oder gar mit Tabak und dann seltenst.

Da ich aber männlich bin und noch nie Frauen begegnet bin, die während der Schwangerschaft konsumiert haben, ist das nur meine Meinung.

LG
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― Charles Bukowski

n19
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Re: Cannabis und Schwangerschaft

24. Jan 2017, 21:19

Hat noch keinem Kind geschadet wenn die Eltern in der Schwangerschaft und den ersten Lebensjahren nicht rauchen, trinken oder sonstwie druffen - das ist ein Fakt und nur daran würd ich mch halten :2cents:
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Sonntagskind
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Re: Cannabis und Schwangerschaft

25. Jan 2017, 06:31

n19 hat geschrieben:Hat noch keinem Kind geschadet wenn die Eltern in der Schwangerschaft und den ersten Lebensjahren nicht rauchen, trinken oder sonstwie druffen - das ist ein Fakt und nur daran würd ich mch halten :2cents:

+1

Ich selbst kenne nur Frauen, die nach Kenntnis der Schwangerschaft alles drangegeben haben, inkl. Tabak / kiffen.
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PsychoMutti
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Re: Cannabis und Schwangerschaft

25. Jan 2017, 09:38

Ich habe dieses Thema hier rein gestellt um eventuell weitere Informationen, die über die Flyer der Drogenberatung hinausgehen, zu bekommen. Zu Alkohol und Nikotin gibt es weitreichende Studien und Informationen. Ich hatte gehofft, etwas in der Art auch über Cannabis zu erhalten. Die Studien von Sensiseeds, die ich gefunden habe sind kommerziell gesteuert und leider nicht verläßlich.

Wie schon angedeutet habe ich die Entscheidung aufzuhören schon getroffen. Und bisher auch durchgezogen. Also könnt ihr euch eure Moralpredigten sparen.

Ich habe HIER gefragt, um offen über dieses Thema reden zu können. Dafür sollte dieses Forum doch da sein oder?

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Mao
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Re: Cannabis und Schwangerschaft

25. Jan 2017, 10:42

Ich glaube, die Vorredner wollen dir gut gemeinte Ratschläge geben und keine Moralaposteln sein. Sie haben mehr Erfahrung mit psychoaktiven Substanzen als die meisten Ärzte oder Gesundheitsfutzis.

Es gibt auf jeden Fall ernstzunehmende Studien, dass Cannabiskonsum in den Jugendjahren das sich entwickelnde Gehirn nachhaltig beeinflusst. Nun gut, ich habe auch in meiner Jugend Jahre lang jeden Tag gekifft aber ich leide auch heutzutage unter Depressionen aber ob ein Zusammenhang besteht ... kp... Jedenfalls ist die pränatale Phase ja noch viel sensibler was exogene Einflüsse angeht, wie es ein Schall an Cannabinoiden, der über die Plazenta in den Fötus gelangt, darstellt.

http://www.cannabis-med.org/german/faq/01-pregnancy.htm

http://www.faz.net/aktuell/wissen/mediz ... 94681.html

Du willst sicher nur das beste für dein Kind also geh lieber auf Nummer sicher. :)
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ohn
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Re: Cannabis und Schwangerschaft

25. Jan 2017, 12:35

Erstmal: schön dass du für deine Erkrankung Cannabis als verträglicheres Medikament verwenden kannst. Sicherlich die vertretbarere Variante im Vergleich zu dauerhaft Ritalin und Citalopram. Die Studien, die du suchst, wurden am Menschen bisher nicht durchgeführt weil es unethisch und illegal ist, Medikamentenstudien an schwangeren Frauen durchzuführen. Es gibt bisher aber keine Hinweise, dass Cannabisprodukte dem ungeborenen baby schaden. Wenn das Kraut jedoch geraucht wird, sieht das schon wieder ganz anders aus, da dann ja hunderte von Giftstoffen entstehen.

Ich persönlich halte nichts davon psychoaktive Substanzen, egal ob Drogen oder Medikamente, in der Schwangerschaft zu konsumieren. Jedoch muss man auch bedenken: wenn eine Frau so stark erkrankt ist, dass es ihr ohne ihre Medikamente/Cannabisprodukte sehr schlecht geht, muss man abwegen, was schlimmer für das Baby ist: der starke Stress und die psychischen Krisen der mutter durch das Absetzen der Substanzen, oder die Auswirkungen der Substanzen an sich. So wird das reihenweise bei Psychopharmaka gemacht, und dass beispielsweise SSRI während der Schwangerschaft ärztlich empfohlen nicht abgesetzt werden, ist eher die Regel als die Ausnahme (einfach auch deswegen, weil die meisten Menschen SSRI nicht einfach absetzen können). Habe ich schon oft erlebt. Und SSRI sind nun zweifellos wesentlich fragwürdiger in einer Schwangerschaft als Cannabis.
Ist also letztendlich alles immer Abwegungssache und komplexer als man vielleicht zunächst denkt.
"Starke Drinks und schöne Frauen"
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Re: Cannabis und Schwangerschaft

25. Jan 2017, 16:24

PsychoMutti hat geschrieben:Wie schon angedeutet habe ich die Entscheidung aufzuhören schon getroffen.
Nope. Geschrieben stand lediglich:
PsychoMutti hat geschrieben:Ich habe meine Entscheidung dazu auch schon getroffen,
... was nicht heißt, WIE du dich entschieden hast.

Anschließend lauteten deine Fragen
PsychoMutti hat geschrieben:Ich wollte eigentlich nur mal fragen ob dazu hier im Forum Erfahrungen vorherrschen?
Und wie ist so Eure Meinung zu dem Thema?
LG
... und sowohl 2. Hand-Erfahrungen sowie Meinung habe ich geschrieben.
Was daran moralisierend sein soll, erschließt sich mir nicht. Predigt ist für mich auch nicht ersichtlich.
Aber deine Reaktion ist... interessant. :)

ohns Vermutung, weswegen nicht mehr Studien zu finden sein könnten (ich selbst habe nie danach gesucht), erscheint mir einleuchtend. Und selbst wenn sich hier noch eine Mutter melden sollte, die ihre Schwangerschaft durchgekifft hätte, lässt ein Einzelfall wohl schwerlich Rückschlüsse auf mögliche Auswirkungen im Hinblick auf dein Ungeborenes zu.

Etwas mehr Infos zu deiner Ausgangssituation (s. a. ohns Ansatz) wären zudem sicher hilfreich gewesen.
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Re: Cannabis und Schwangerschaft

25. Jan 2017, 17:16

@Mao vielen Dank, genau nach sowas habe ich gesucht.

@alle anderen. Ja ich habe nach eurer Meinung gefragt und meine Reaktion darauf war nicht nur interessant sondern wirklich unangemessen. Dafür möchte ich mich entschuldigen.
Glaubt mir Schwangerschaftshormone plus Entzugsstress ist keine freundliche oder einsichtige Mischung.
ohn hat geschrieben:Erstmal: schön dass du für deine Erkrankung Cannabis als verträglicheres Medikament verwenden kannst. Sicherlich die vertretbarere Variante im Vergleich zu dauerhaft Ritalin und Citalopram. Die Studien, die du suchst, wurden am Menschen bisher nicht durchgeführt weil es unethisch und illegal ist, Medikamentenstudien an schwangeren Frauen durchzuführen.

Jedoch muss man auch bedenken: wenn eine Frau so stark erkrankt ist, dass es ihr ohne ihre Medikamente/Cannabisprodukte sehr schlecht geht, muss man abwegen, was schlimmer für das Baby ist: der starke Stress und die psychischen Krisen der mutter durch das Absetzen der Substanzen, oder die Auswirkungen der Substanzen an sich. So wird das reihenweise bei Psychopharmaka gemacht, und dass beispielsweise SSRI während der Schwangerschaft ärztlich empfohlen nicht abgesetzt werden, ist eher die Regel als die Ausnahme (einfach auch deswegen, weil die meisten Menschen SSRI nicht einfach absetzen können). Habe ich schon oft erlebt. Und SSRI sind nun zweifellos wesentlich fragwürdiger in einer Schwangerschaft als Cannabis.
Ist also letztendlich alles immer Abwegungssache und komplexer als man vielleicht zunächst denkt.
Du hast meinen inneren Zwiespalt auf den Kopf getroffen.

Ich war heute bei meinem Psychiater, der mich lange kennt und auch von meinem Konsum weiß. Er hat mir Sertralin und Atosil als Bedarf bei Unruhe mitgegeben, da ausreichend Studien belegen, das diese Mittel nicht embryotox sind.
Ich hoffe mal das Beste.

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Sonntagskind
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Re: Cannabis und Schwangerschaft

25. Jan 2017, 17:25

Und ich bzw wir (denke, ich darf mal für den Rest hier mitschreiben) drücken dir bzw euch die Daumen! :2daumen:

Falls dir nach weiterem Austausch ist, im On- oder Offtopicbereich, nur zu. Wir freuen uns über Zuwachs.
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Re: Cannabis und Schwangerschaft

25. Jan 2017, 23:13

in meinem Bekanntenkreis gabs und gibts ein paar Kids, im Alter von wenigen Monaten bis Jahren (Grundschulalter). Jüngster Zuwachs 2 Monate oder so, Mutter Anfang 20 und war bis zur Schwangerschaft eine extreme Druffine, kiffen und Speed und Acid etc. Sie hat dann schlagartig abgesetzt und der Kleinen gehts wunderbar, ein Wonneproppen :) andere Freundin, Ende 20, Kind jetzt 6 o. 7.. ist völlig hyperaktiv, sogar von der Sonderschule zeitweise wg. nicht-handlebar befreit. Ob die Ma in der Schwangerschaft konsumiert hat weiss ich nicht, definitiv aber danach, immer ordentlich rein damit.. mit ihren diversen Partnern, seit ich sie kenne. Dabei ist sie ne ganz ganz Liebe.. eigentlich ne Traummutti. Die Probleme, die jetzt wg. dem Kind entstehen.. sie kann ja wg. den zeitweiligen Schulverboten und Kindtherapien nicht mal arbeiten gehen.. Freunde bleiben auch nie lange.. ist ziemlich traurig. Kind von einer moderaten, aber reglmässigen Kifferin.. ihr Mann war Hardcorekiffer.. ganz ganz furchtbare Neurodermitis.. Beziehung war ca ein Jahr nachnder Geburt auch Vergangenheit. Daraus lässt sich nicht statisch ableiten, ne Studie ist das auch sicher nicht - aber - in meiner "Zählung" der letzten 20 Jahre oder mehr, sind ganz klar die Kinder von nicht-Konsumenten die gesünderen. Dein Eingangspost fand ich seltsam, eben weil Du nicht geschrieben hast wofür Du Dich entschieden hast.. hörte sich an, als würdest Du hier Absolution für Konsum erwarten. Viel Spass noch mit den Hormonen!! Lol! Wenn das jetzt schon losgeht, dann wart mal die Abstillphase ab :wink: :muah: /edit ich wage sogar zu behaupten, dass exzessiver konsum sich negativ auf die Genqualität des Erzeugers auswirkt.
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