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ungelesene_bettlektüre
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Re: Methoxetamin, kennt das wer?

23. Dez 2013, 21:44

ungelesene_bettlektüre hat geschrieben:also ich denke, ich kann mittlerweile gut mit dem MXE umgehen und es effizient als turbo-antidepressivum nutzen. und das wird auch durch folgende arbeit bestätigt, wie es scheint! ;)

http://de.scribd.com/doc/104652751/Meth ... depressant

ich arbeite gerade an einer deutschen übersetzung dieses artikels:
MXE.pdf
(179.1 KiB) 123-mal heruntergeladen

für die nerds unter euch, so sieht LaTeX-code aus:

Code: Alles auswählen

%\usepackage{amsmath} %\usepackage{german} \documentclass{article} \begin{document} \title{Methoxetamin: von der missbraeuchlich verwendeten Droge zum schnellwirksamen Antidepressivum} \author{M. Coppola$^a$, R. Mondola$^b$, USB$^c$ (Uebersetzer)} %\affiliation{$^a$Department of Addiction, ASL CN2, Viale Coppino 46, 12051 Alba (CN), Italy} \\ %\affiliation{$^b$Department of Mental Health, ASL CN1, Via Torino 70/B, 12037 Saluzzo (CN), Italy} \\ %\affiliation{$^c$freier Psychonaut, Oesterreich (Uebersetzer)} \date{\today} \maketitle \begin{abstract} Methoxetamin ist ein dissoziatives Anaesthetikum, das pharmakolodynamische Eigenschaften aufweist, die denen seines Analoges Ketamin (ein Medikament, das schnellwirksame antidepressive Effekte gezeigt hat) aehneln. Wie von Ketamin oder anderen Arylcyclohexylaminen wird auch von Methoxetamin angenommen, dass es sowohl als nichtkompetitiver NMDA-Rezeptor Antagonist und als Dopamin-Wiederaufnahmehemmer wirkt. Darueber hinaus wirkt es auch als Agonist an folgenden Rezeptoren: Dopamin $D_2$, Serotonin $5HT_2$, dem muskarinischen Acetylcholinrezeptor, $\sigma_1$ sowie an den $\mu$- und $\kappa$-Opioid-Rezeptoren. Die Hypothese ist, dass Methoxetamin schnellwirksame antidepressive Effekte in Patienten mit therapieresistenten (und auch nicht-therapieresistenten) unipolaren und bipolaren Depressionen erzeugt. \end{abstract} Anmerkung des Uebersetzers: dies ist Work-in-Progress, Updates erfolgen, bis die Uebersetzung vollstaendig ist! \section{Einleitung} Affektiven Stoerungen (englisch \emph{mood disorders (MD)}) sind chronische, wieder- kehrende, beeintraechtigende psychiatrische Erkrankungen, die Millionen Menschen weltweit betreffen. \cite{verweis1} \cite{verweis2} Insbesondere mittelgradige und schwere Depressionen (englisch \emph{major depressive disorder (MDD)}) sind schwer beeintraechtigende Probleme der oeffentlichen Gesundheit, die schwere psycho-physische und soziooekonomische Konsequenzen in der Bevoelkerung haben. \cite{verweis3} Derartige Depressionen haben eine 12-Monats-Praevalenz von 6,6 \% und eine lebenslange Praevalenz von 16,2 \% und treten bei Frauen doppelt so oft auf wie bei Maennern. \cite{verweis4} \cite{verweis5} Die Weltgesundheitsorganisation (WHO von englisch \emph{World Health Organization}) sagt voraus, dass bis zum Jahr 2020 Depressionen der zweithaeufigste Grund fuer Arbeitsunfaehigkeit sein werden. \cite{verweis6} Seit mehr als 50 Jahren basiert die Therapie von Depressionen auf Medikamenten, die den synaptischen Level von biogenen Aminen (insbesondere Serotonin und Noradrenalin (Norepinephrin) \cite{verweis7}) erhoehen. Obwohl die derzeit erhaeltlichen pharmakologischen Behandlungsmoeglichkeiten in vielen Patienten Linderung erzeugen, wird geschaetzt, dass sich bei weniger als einem Drittel aller depressiven Patienten Besserung durch den adaequaten Einsatz von Standard-Antidepressiva einstellt, und nur hoechstens zwei Drittel spricht ueberhaut an, nachdem viele verschiedene Praeparate ausprobiert wurden. \cite{verweis8} \cite{verweis9} Entsprechend gibt es auch viele Patienten mit bipolarer Stoerung (englisch \emph{bipolar depression (BD)}, frueher manisch-depressiv), die nicht adaequat auf existierende Medikamente ansprechen. \cite{verweis9} \cite{verweis10} Uebrigbleibende depressive Symptome, kognitive Defizite, funktionelle Einschraenkungen und eine Zunahme der Frequenz von Wiederaufflammen der Symptome sind bei depressiven Patienten die Regel, auch wenn sie korrekt behandelt werden. \cite{verweis12} \cite{verweis13} Darueber hinaus brauchen uebliche Antidepressiva nicht weniger als drei bis vier Wochen um eine klinisch signifikante Verbesserung in der depressiven Symptomatologie zu erzeugen, und dieser verzoegerte On-Set der Wirkung kann wichtige Konsequenten beim Management von Patienten mit hohem Suzid-Risiko mit sich bringen. \cite{verweis14} \cite{verweis15} Vor mehreren Jahrzehnten haben praeklinische Studien gezeigt, dass des glutaminergen Systems in der Pathophysiologie von Depressionen moeglicherweise involviert ist. \cite{verweis16} Diese Studien haben gezeigt, dass Verbindungen, die die Transmission am N-methyl-D-asparat- (NMDA-) Rezeptor einen antidepressiven Effekt in Tiermodellen der Depression hervorrufen. \cite{verweis17} \cite{verweis18} Hier wartet noch viel Arbeit auf mich! - Der Uebersetzer \section{Informationen ueber Methoxetamin} Methoxetamin ist ein dissoziatives Anaesthetikum, das zur chemischen Klasse der Arylcyclohexylamine gehoert. Bis zum heutigen Tag gibt es keine zugelassenen Indikationen fuer die menschliche Pharmakologie, diese Droge wird von vielen Haendlern \"nur fuer Forschungszwecke\" vermarktet, besonders in Asien. Diese Anbieter verkaufen Methoxetamin bis zu einem angegebenen Reinheitsgrad von 99 \% und raten generall vom Umgang mit dieser Substanz ab, wenn das dafuer vorgesehene Labor nicht ueber Waagen verfuegt, die wenigstens im Bereich von 10 mg genau sind. Methoxetamin hat ein Molekuelgewicht von $247,33 g/mol$ und wird als hellweisses Pulver unter verschiedenen Handelsnamen verkauft. Die Substanz hat eine Dichte von $1,076 g / cm^3$, einen Siedepunkt von $389,084 ^\circ$ C bei 760 mm HG und einen Schmelzpunkt von $189,111 ^\circ$ C (alle diese Angaben in teils exotischen Einheiten beziehen sich natuerlich auf Standard-Laborbedingungen, also etwa ein bar Atmosphaerendruck - Anmerkung des Uebersetzers). Es gibt keine Daten ueber die Sicherheit von Methoxetamin im Menschen. (Literaturangaben zu diesem Abschnitt sind erst noch einzuarbeiten, Anmerkung des Uebersetzers). \section{Die Hypothese} \section{Ueberpruerfung der Hypothese} \subsection{Aktivitaet am NMDA-Rezeptor} \subsection{Aktivitaet an den Opioid-Rezeptoren} \subsection{Aktivitaet am $\sigma_1$-Rezeptor} \subsection{Aktivitaet am muscarinischen Acetylcholin-Rezeptor} \section{Konsequenzen der Hypothese} \section{Statement zu moeglichen Interessenskonflikten} Diese Arbeite wurde von keinen oeffentlichen, privaten oder institutionellen Mitteln gefoerdert. Die Autoren haben keine finanzielle Unterstuetzung irgendwelcher Art erhalten, und es gibt auch ansonsten keine Moeglichkeiten fuer Interessenskonflikte. (All dies trifft genauso auf den Uebersetzer zu, Anmerkung von ebendiesem) % %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% % Bibliography % %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% % \begin{thebibliography}{99} \bibitem{verweis1}Martinowich K, Schloesser RJ, Manji HK. Bipolar disorder: from genes to behavior pathways. J Clin Invest 2009; 119:726–36. \bibitem{verweis2}Hardeveld F, Spijker J, De Graaf R, Nolen WA, Beekman ATF. Prevalence and predictors of recurrence of major depressive disorder in the adult population. Acta Psychiatr Scand 2010; 122:184–91. \bibitem{verweis3}Kupfer D, Frank E, Phillips ML. Major depressive disorder: new clinical, neurobiological, and treatment perspective. Lancet 2012; 379:1045–55. \bibitem{verweis4}Kessels R, Berlund P, Demler O, Jin R, Koretz D, Merikangas KR. The epidemiology of major depressive disorder: results from the National Comorbidity Survey Replication (NCS-R). J Am Med Assoc 2003; 289:3095–105. \bibitem{verweis5}Kessler RC, Angermeyer M, Anthony JC, et al. Lifetime prevalence and age-of-ones distributions of mental disorders in the World Health Organization’s World Mental Health Survey Initiative. World Psychiatry 2007; 6:168–76. \bibitem{verweis6}Murray CJ, Lopez AD. Evidence-based health polic-lessons from the global burden of disease study. Science 1996; 274:740–3. \bibitem{verweis7}Papakostas GI. The efficacy, tolerability, and safety of contemporary antidepressants. J Clin Psychiatry 2010; 71:E1–E03. \bibitem{verweis8}Trivedi MH, Rush AJ, Wisniewski SR, et al. Evaluation of outcomes with citalopram for depression using measurement-based care in STAR*D: implications for clinical practice. AM J Psychiatry 2006; 163:28–40. \bibitem{verweis9}Rush AJ, Trivedi MH, Wisniewski SR, et al. Acute and longer-term outcomes in depressed outpatients requiring one or several treatment steps: a STAR*D report. Am J Psychiatry 2006; 163:1905–17. \bibitem{verweis10}Nierenberg AA, Ostacher MJ, Calabrese JR, et al. Treatment-resistant bipolar depression: a STEP-BD equipoise randomized effectiveness trial of antidepressant augmentation with lamotrigine, inositol or risperidone. Am J Psychiatry 2006; 163:210–6. \bibitem{verweis11}Gitlin M. Treatment-resistant bipolar disorder. Mol Psychiatry 2006; 11:227–40. \bibitem{verweis12}Nierenberg AA, Husain MM, Trivedi MH, et al. Residual symptoms after remission of major depressive disorder with citalopram and risk of relapse: a STAR*D report. Psychol Med 2010; 40:41–50. \bibitem{verweis13}Malhi GS, Ivanovski B, Hadzi-Pavlovic D, Mitchell PB, Vieta E, Sachdev P. Neuropsychological deficits and functional impairment in bipolar depression, hypomania and euthymia. Bipolar Disord 2007; 9:114–25. \bibitem{verweis14}Stahl SM, Nierenberg AA, Gorman JM. Evidence of early onset of antidepressant effect in randomized controlled trials. J Clin Psychiatry 2001; 62:17–23. \bibitem{verweis15}Gourion D. Antidepressants and their onset of action: a major clinical,methodological and pronostical issue. Encephale 2008; 34:73–81. \bibitem{verweis16}Skolnick P. Antidepressants for the new millennium. Eur J Pharmacol 1999; 375:31–40. \bibitem{verweis17}Skolnick P, Layer RT, Popik P, Nowak G, Paul IA, Trullas R. Adaptation of N-methyl-D-aspartate (NMDA) receptors following antidepressant treatment: implications for the pharmacotherapy of depression. Pharmacopsychiatry 1996; 29:23–6. \bibitem{verweis18}Hashimoto K. The role of glutamate on the action of antidepressant. Prog Neuropsychopharmacol Biol Psychiatry 2011; 35:1558–68. \bibitem{verweis19}Rao TS, Andrade C. Innovative approaches to treatment – refractory depression: the ketamine story. Indian J Psychiatry 2010; 52:97–9. \bibitem{verweis20}Zarate CA Jr, Brutsche NE, Ibrahim L, et al. Replication of ketamine’s antidepressant efficacy in bipolar depression: a randomized controlled add-on trial. Biol Psychiatry 2012; http://dx.doi.org/10.1016/j.biopsych.2011.12.010. \bibitem{verweis21}zu ergaenzen... \bibitem{verweis22}zu ergaenzen... \bibitem{verweis23}zu ergaenzen... \bibitem{verweis24}zu ergaenzen... \bibitem{verweis25}zu ergaenzen... \bibitem{verweis26}zu ergaenzen... \bibitem{verweis27}zu ergaenzen... \bibitem{verweis28}zu ergaenzen... \bibitem{verweis29}zu ergaenzen... Anmerkung des Uebersetzers: Scheisse, Mann, ich kann nicht mehr... die Originalarbeit enhaelt 63!!! Literaturangaben! Das kann dauern, bis ich das alles aufgearbeitet habe... \bibitem{verweis99}Coppola M, Mondola R. Methoxetamine: From drug of abuse to rapid-acting antidepressant. Med Hypotheses (2012), http://dx.doi.org/10.1016/j.mehy.2012.07.002 (das englische Original dieses Artikels - der Ubersetzer) \end{thebibliography} \end{document}
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readY
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Re: Methoxetamin, kennt das wer?

7. Jan 2014, 11:44

Sehr interessant, ich warte sehnsüchtig auf die ganze Übersetzung =)

4 Zeilen unter "2. Informationen über Methoxetamin" ist ein kleiner Tipfehler drinne:
Forschungszweckevermarktet (wird hier leider anders angezeigt)

Das ist mir auf die Schnelle aufgefallen. Super Arbeit Keule, bist der Geilste :jepi:
Ich rede nicht mehr laut mit mir selbst, wenn ich allein bin,
nicht, weil ich geheilt bin, ich kann mich nur nicht mehr leiden.

captainkaos
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Re: Methoxetamin, kennt das wer?

16. Feb 2014, 17:15

mxe gehört auch ganz klar zu meinen lieblingssubstanzen. faszinierend finde ich die vielseitigkeit der einsetzbarkeit. niederdosiert kann man darauf einfach schön chillen, höherdosiert und vor allem oral kann man zauberhaft-magischmystische erlebnisse heraufbeschwören.

letzte woche habe ich die instant-antidepressive wirkung zum ersten mal richtig akut wahrnehmen können. ich werde es mal kurz halten. mein subjektives erleben lässt sich wie folgt beschreiben: kurz nachdem der turn begann, war es so, als würde im gehirn ein anderes band eingelegt. raus aus dem zermürbenden, nicht hilfreichen modus, hinein in einen neuen modus, der den alten integriert, doch überhöht und somit auch hinter sich lässt.

sofort empfand ich erleichterung. all die dinge, die ich zuletzt aufgrund des empfundenen schmerzes beiseite gelassen habe, waren auf einmal wieder interessant und mein leben schien wieder voller möglichkeiten. kurzum: das bedrückende und hemmende element der depression war aufgehoben.

übrigens waren für diesen wechsel gerade mal ca. 10 mg nasal nötig...

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ohn
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Re: Methoxetamin, kennt das wer?

19. Feb 2014, 09:24

kurzum: das bedrückende und hemmende element der depression war aufgehoben.
dauerhaft?
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aisling
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Re: Methoxetamin, kennt das wer?

19. Feb 2014, 12:12

http://www.vice.com/de/read/interview-m ... iker-v7-n2
Aber andere Leute haben mir geschrieben, um zu sagen, dass Methoxetamin ihnen geholfen hat. Ich weiß, dass es Leuten geholfen hat, ihre Depressionen zu lindern, wo alle anderen Mittel versagt haben.
Das ist ja auch das interessante an MXE, dass die aktute Wirkung auch eine Langzeitwirkung hat und man das ja normalerweise nicht wie ein Antidepressiva anwendet.

Ich experimentiere jetzt schon eine Weile mit MXE und bin ein grosser Fan vom Mischkonsum mit Pilzen was eine sehr interessante Symbiose ist und sehr spezielle Erlebnisse erzeugt, was man mit den beiden alleine nicht so erleben kann und bin sehr dankbar für diese speziellen Erlebnisse.

Aber auch eine Warnung: Deutliches craving! Nicht so leicht in der Handhabung.

Und ich habe da noch eine "Theorie". John Lilly schrieb zu Ketamin, dass man mit K einen gewissen Teil von sich verliert, also je weiter man ins K-Hole geht, desto mehr Substanz lässt man dort und man löst sich dauerhaft etwas auf. Ich müsste das suchen wo er das beschrieben hat (gabs das mal hier im Forum?) und er hat da auch Diagramme dazu gemacht. Vielleicht korreliert das auch bei Anwendern mit der dauerhaften Toleranz auf K, die bleibt.

Ich empfinde das ist bei MXE auch so, also ich spüre da was, dass ich nach einer Anwendung vor allem in höheren Dosierungen etwas von meinem Sein aufgelöst hat, was auch so bleibt. Das ist schwer zu beschreiben, K-User wissen vielleicht was ich meine. Ich empfinde das nicht negativ, also es fühlt sich nicht schlecht an diese "Verankerung" im Sein auf dieser Ebene etwas zu lockern. Vielleicht gibt sich das wieder, je mehr "erdendes" man anschliessend so macht.

Auch die Identifizierung mit einer Depression kann sich vermutlich damit auflösen und hat dann auch eine dauerhaftere Wirkung. Ich kann dazu nichts aus eigener Erfahrung sagen, da ich nicht depressiv bin.

captainkaos
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Re: Methoxetamin, kennt das wer?

19. Feb 2014, 15:56

ohn hat geschrieben:
kurzum: das bedrückende und hemmende element der depression war aufgehoben.
dauerhaft?
nein, das nicht. doch finde ich mxe deswegen nicht weniger wertvoll. das tragische an depressiven episoden ist ja diese verengung des bewusstseins, die es manch einem unmöglich macht noch etwas anderes im leben zu sehen, außer eben diesen ewigen konflikt, den zu lösen man nicht in der lage ist.

eine kurze perspektiveverschiebung kann da schon hilfreich sein. und im schlimmsten fall hat man halt zumindest ein paar tage wieder freiraum.

@aisling
könntest du eventuell deine erfahrungen im mischkonsum mit pilzen näher beschreiben? würde mich schwer interessieren, mutmaßlich noch andere. jedenfalls finde ich den gedanken assoziative mit dissoziativa zu kombinieren höchst interessant. nimmst du beide supplements gleichzeitig ein oder doch versetzt?

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Mao
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Re: Methoxetamin, kennt das wer?

19. Feb 2014, 16:46

supplements
Das klingt so nach Nahrungsergänzungsmittel. :lol:
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ohn
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Re: Methoxetamin, kennt das wer?

19. Feb 2014, 20:31

Sehr interessant, was ihr beide da über mxe / ketamin schreibt!
Allerdings finde ich es auch ziemlich unheimlig - eine substanz die etwas aus dem menschlichen bewusstsein dauerhaft auslöschen / auflösen kann. Ihr nicht?
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aisling
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Re: Methoxetamin, kennt das wer?

19. Feb 2014, 21:11

captainkaos hat geschrieben: @aisling
könntest du eventuell deine erfahrungen im mischkonsum mit pilzen näher beschreiben? würde mich schwer interessieren, mutmaßlich noch andere. jedenfalls finde ich den gedanken assoziative mit dissoziativa zu kombinieren höchst interessant. nimmst du beide supplements gleichzeitig ein oder doch versetzt?
Also ich kenne Pilze nun schon sehr lange und auch in höheren Dosierungen und nun auch MXE bis in den 100-120mg Region wo es mit sensorischer Deprivation (Blindmaske + Ohrenstöpsel im Bett) in jeweils sehr tiefe Regionen geht. Wobei ich finde, dass beide in dem Setting in sehr ähnliche Erlebnisse gehen, nur ist das Vehikel ein anderes und es fühlt sich natürlich anders an und optisch passiert schon etwas anderes, aber trotzdem für mich vergleichbar.

Im Mischkonsum in jeweils mittleren Dosierungen (2-3Gramm trockene Cubes und 50mg MXE oral) wurde es aber schon viel heftiger als ich dachte, also es verstärkt sich gegenseitig sehr, gibt aber eine besondere, symbiotische Wirkung die nur in der Kombination so funktioniert und es sind nicht verschiedene Wirkungen, die miteinander konkurrieren, wie das bei Mischkonsum der Fall sein kann. Z.B. bei LSD und Pilze hatte ich so eine Doppelwirkung, die sich nicht so gut verbunden hatte, wie ich dachte.

Da ich sonst oft bei Pilzen beim Start eine Übelkeit hatte, bin ich zuerst immer mit MXE gestartet und als die Wirkung spürbar war die Pilze hinterher. Das machte den Pilzestart viel angenehmer, wenn man auf so einer MXE-Unterlage startet. Mittlerweile braue ich mir einen kräftigen Pilzetee aus 4-5Gramm und füge dem einfach 100mg MXE hinzu. Da geht aber wirklich nur noch das Höhlen-Setting! Man ist dann ca. 3 Stunden nicht in der Lage noch was anderes zu machen nach Wirkungseintritt. Aber die Wirkung ist dann einzigartig, dass ich jetzt schon seit einer ganzen Weile nur noch in der Kombination unterwegs bin und eine Substanz ohne die andere kann da einfach nicht mithalten in der Wirkung.

Wie soll ich das beschreiben... Das MXE treibt die Pilzewirkung viel tiefer. "Tief" ist das Wort, dass mir da einfällt. Es geht ganz tief an den Ursprung des seins. Wo man mit den einzelnen Substanzen in gewisse Regionen kommt, lässt man auch diese hinter sich und befindet sich an etwas ganz ursprünglichem...

Noch dazu ist die Wirkungsdauer der beiden nahezu identisch, also ich finde es schon faszinierend einen Tee zusammen zu brauen der einem 3-4 Stunden in sehr tiefe Regionen bringt und dann ist es auch vorbei und man kommt recht schnell wieder an und ist dann auch wieder ansprechbar.

Auch finde ich es sogar "einfacher" als so manchen stärkeren Pilzetrip, da die "Betäubung" vom MXE gewisse Anhaftungen und Klammerungen des Egos gar nicht mehr möglich machen und es reisst einen einfach mit ohne Gegenwehr, was aber bei Pilzen auch das einzig richtige ist. Auch hat MXE eine gewisse "meditative" Wirkung was es dem Pilz dann besonders leicht macht sich zu entfalten. Aber so begeistert ich hier auch davon berichte empfinde ich die Suchtgefahr und gesundheitlichen Wirkungen von MXE als problematisch.

Hier sind ältere Tripberichte mit Musik und dieser Kombination in mittlerer Dosierung. http://www.zauberpilz.com/forum/index.php?topic=19408

Ganz unten ist ein Musik-Link kaputt, legendär auf der Kombi:
http://www.youtube.com/watch?v=1YXn5MOoz14 :musik:

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Re: Methoxetamin, kennt das wer?

19. Feb 2014, 21:14

ohn hat geschrieben:Sehr interessant, was ihr beide da über mxe / ketamin schreibt!
Allerdings finde ich es auch ziemlich unheimlig - eine substanz die etwas aus dem menschlichen bewusstsein dauerhaft auslöschen / auflösen kann. Ihr nicht?
Das ist nur meine subjektive Erfahrung. Keine Ahnung wie es den anderen Disso-Usern so geht, so manche haben da ja schon viel mehr genommen. Und wie gesagt, die Art und Weise fühlt sich für mich nicht unangenehm an. Ich würde es auch nicht als "auslöschen" bezeichnen. Eher als eine Art Lockerung, Lösung vom irdischen Bewusstsein.

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Re: Methoxetamin, kennt das wer?

19. Feb 2014, 22:49

ohn hat geschrieben:Sehr interessant, was ihr beide da über mxe / ketamin schreibt!
Sehr interessant, in der Tat! Muss ich mir bald mal in Ruhe zu Gemüte führen...! :bow:
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Re: Methoxetamin, kennt das wer?

21. Feb 2014, 11:05

Wie siehts denn mit den neuen batches aus die grad im Umlauf sind,jemand Erfahrung damit?
Lohnt es sich nochmal was vom "neuen mexxy" zu ordern ?
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Re: Methoxetamin, kennt das wer?

22. Feb 2014, 15:52

onkel hat geschrieben:Wie siehts denn mit den neuen batches aus die grad im Umlauf sind,jemand Erfahrung damit?
Lohnt es sich nochmal was vom "neuen mexxy" zu ordern ?
Würde mich auch mal interessieren. Hab jetzt nur noch 2 Mini-Nasen, und die gehn heute drauf..
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Re: Methoxetamin, kennt das wer?

27. Feb 2014, 21:49

ich werd demnächst mal nen n´für mich neues mxe probieren,und mir gleich nen g 3-meo-pcp mitbestellen :king:
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Re: Methoxetamin, kennt das wer?

13. Jul 2015, 20:47

Ach, Methoxetamin, meine alte Hass-Liebe... Es ist einfach zu gut, um wahr zu sein. Totale Glückseligkeit, totale Abhängigkeit. Also ich habe selbst nach jahrelangen Experimenten keinen Weg gefunden, die Bestie zu zähmen. Wahrscheinlich ist es am besten, sich auf die lysergischen, tryptaminischen und phenethylaminischen Genüsse zu beschränken, deren gibt es ja genug und damit ist man fast immer auf der sicheren Seite.

Was ich eigentlich sagen will: trotz heftigstem jahrelangen MXE-Missbrauch geht's mir gut, aber ich bin wahrscheinlich einfach eine sehr ausgeprägte Rossnatur ("unglaubliche Resilienz" hat es ein lieber Freund von mir mal genannt). Und jetzt hoffe ich, dass ich in Zukunft auf dem Weg der Mäßigung noch einen langen Weg wandeln werde.

Griaß eich alle miteinant'! :bow:
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