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anima
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Ketamin

4. Feb 2009, 08:46

Wie schon im Keta-Kombi Thread angesprochen, wäre ein allgemeiner Ketamin-Fred sicher keine schlechte Idee.

.... hier ist er nun und steht bereit für alles, was sich um Ketamin dreht und nicht vornehmlich mit Dosierung und Kombination mit anderen Stoffen zu tun hat.

Diskussionen über Vergleiche von S- oder R-Ketamin; Medizinisches; Infos über die Erfahrung an sich; Applikationsmöglichkeiten und ihre jeweiligen Vor- & Nachteile -- oral, nasal, rektal, s.c., i.m., i.v.; usw. ....

Hoffe der Thread findet Anklang und rege Nutzung
:wink:
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ungelesene_bettlektüre
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Re: Ketamin

5. Feb 2009, 00:38

zur toleranzentwicklung: ich habe den eindruck, dass mit jedem einzelnen konsum die toleranz merkbar ansteigt und dann nur sehr langsam wieder abfällt. geht's noch jemandem so? vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass bei mir die ketamin-toleranz schon immer von natur aus pervers hoch war.
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notschlachtung
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Re: Ketamin

7. Feb 2009, 09:55

kommt so schnell wie sie geht. und ist eher subjektiver natur. man denkt sich halt "urg, das kenn ich ja schon". kommt schnell zu stande wenn man die ganze wirkzeit nur bloed aufm bett liegt, die augen zumacht und langsame elektronische tanzmusik hoert.
auf ketamin gibt es sehr viel zu entdecken, wenn man in bewegung bleibt und die augen offen laesst. unter umstaenden mehr, als mit geschlossenen. selbst im k-hole.

neues vom arsch:

erowid labert mal wieder scheisse. man brauch keinesfalls soviel wie oral.
ich hab mit rektal angefangen, nachdwem ich naechtliches ueberraschungsnasenbluten vom ganzen nasal hatte (sprich schon eine nennenswerte toleranz).

angefangen mit 100mg s-k : equivalent zu 50-70mg i.m
dann weiter mit 200mg s-k: equivalent zu 150mg i.m


aber halt diese funky wirkungskurve. 30min VOLLGAS, ewiges ausklingen. eeewig. 2h minimum. wenn nicht 4-5. schlimmer als wenn man ne line zieht und die haelfte runterschluckt.

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anima
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Re: Ketamin

7. Feb 2009, 10:50

notschlachtung hat geschrieben:ich hab mit rektal angefangen, nachdwem ich naechtliches ueberraschungsnasenbluten vom ganzen nasal hatte (sprich schon eine nennenswerte toleranz).

angefangen mit 100mg s-k : equivalent zu 50-70mg i.m
dann weiter mit 200mg s-k: equivalent zu 150mg i.m
Du hattest also eine nicht zu gering zu bewertende Toleranz, als du die Versuche in der obigen Dosierung unternommen hast?
Das würde ja dann bedeuten, dass man ohne Toleranz damit rechnen könnte, dass 100-120mg s-Keta rektal einmal bis zum K-Hole und zurück reichen würden :denk: sehr interessant!
Würde man 150mg nehmen, könnte man sich wohl fast schon auf der sicheren Seite wähnen, eine K-Hole-Erfahrung zu machen ....

Bin echt schwer am überlegen, ob ich dem Ganzen mal einen Versuch schenken soll. Hab halt leider nur den Einen, da ich nur 225mg S-Keta hätte und der sollte (das wünsche ich mir jedenfalls) schon sitzen ;)
ungelesene_bettlektüre hat geschrieben:ich habe den eindruck, dass mit jedem einzelnen konsum die toleranz merkbar ansteigt und dann nur sehr langsam wieder abfällt.
Hatte, als ich das gelesen hab, eine ähnliche Vermutung wie notschlachtung. Dass es sich um eine recht subjektive und vor allem nicht körperliche, sondern hauptsächlich psychische Toleranz handeln könnte.
Du hast ja generell ein sehr rationales Wesen, wenn sich mir da kein falsches Gefühl über die Zeit aufgedrängt hat; vermute auch, dass du Wissenschaftler bist // Chemie- oder Biochemiestudent oder sowas vielleicht? Deshalb könnte es doch sein, dass du bei gewissen Substanzen, die du dir auf bestimmte Weise in ihrer Wirkung erklärst, eine recht schnelle und teils wohl heftige Abstumpfung erfährst. Phens musst du ja afaik auch recht hoch dosieren oder? Ebenso wie einige Tryptamine, nur nicht die klassischen (Pilze, LSD und [5-MeO-]DMT).
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Re: Ketamin

8. Feb 2009, 03:52

anima hat geschrieben:Du hast ja generell ein sehr rationales Wesen, wenn sich mir da kein falsches Gefühl über die Zeit aufgedrängt hat;
thank you for noticing. ;)
anima hat geschrieben:vermute auch, dass du Wissenschaftler bist // Chemie- oder Biochemiestudent oder sowas vielleicht?
ich bin physiker, und irgendwie hab ich's mitlerweile sogar schon bis zum magister geschafft (sic, und kein neumoderner master!).
anima hat geschrieben:Deshalb könnte es doch sein, dass du bei gewissen Substanzen, die du dir auf bestimmte Weise in ihrer Wirkung erklärst, eine recht schnelle und teils wohl heftige Abstumpfung erfährst. Phens musst du ja afaik auch recht hoch dosieren oder? Ebenso wie einige Tryptamine, nur nicht die klassischen (Pilze, LSD und [5-MeO-]DMT).
also die extrem hohe toleranz gegen sowohl ketamin als auch psychedelische phenethylamine scheint mir wohl angeboren zu sein, das hatte ich von anfang an. ich war mir damals schon fast völlig sicher, dass meine damalige quelle ordentlich streckt (hatte beides vom selben typen), dabei war das ein honoriger pusher und es liegt ganz einfach an mir...

was tryptamine anbelangt, scheine ich hingegen ziemlich normal zu funktionieren. höhere dosen von pilzen/LSD/DPT/5-MeO-DMT/ayahuasca führen zuverlässig zum ego-tod, so wie ich das gerne mag, ich gehöre sogar zu der minderheit, die holzrosenkerne als vollwertiges psychedelikum betrachtet. nur die synthetischen 4-substituierten tryptamine haben mich allesamt nicht wirklich überzeugt, da bleibe ich lieber beim original.

andererseits gibt es auch substanzen, bei denen ich ein ausgesprochener lighthead bin (breit vom passivkiffen, optics von therapeuthischen 50 mg DPH, mit 6 mg/kg DXM schon mitten im dritten plateau).
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Re: Ketamin

27. Feb 2009, 08:43

Wollte hier mal was zum Unterschied Esketamin <-> Racemat fragen/sagen...

vorweg: ich konsumiere Ketamin bevorzugt intra muskulär...

Also die letzte Zeit hatte ich immer Esketamin, was ich nie ziehen würde, reine Verschwendung.
Nun hatte ich durch Zufall neulich mal wieder das Racemat und ich war regelrecht enttäuscht. Es kam nicht mal in die nähe der psychedlischen Komponente des Esketamins.
Hat jemand ähnliche Erfahrung?

Das Racemat hab ich dann recht hoch ( 300mg i.m.) dosiert, weil diese von mir so geliebte Komponente gefehlt hat.
Hat aber nix gebracht. Auch die Dauer der Trips sind xtrem unterschiedlich....
bei Esketamin lieg ich nach 1h noch im K-Strudel, bei den 300mg Racemat bin ich bereits nach 45min. wieder rumgelaufen...

Gehts das nur mir so? oder empfinden andere den Unterschied auch als soo gravierend?
Ich wusste zwar dass dieser Unterschied vorhanden ist, hatte ihn aber als eher zu vernachlässigen im Kopf...
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Re: Ketamin

27. Feb 2009, 09:05

Psychedelicious hat geschrieben:Also die letzte Zeit hatte ich immer Esketamin, was ich nie ziehen würde, reine Verschwendung.
Kommt ja ganz darauf an, was für eine Version man davon hat.
Gibt afaik 20mg/ml und 5mg/ml EsKeta. Letzteres ist zur Injektion (mit psychedelischen Absichten) kaum geeignet.

Eigentlich wird ja gerne von einem Fehlen der psychedelischen Komponente beim EsKeta berichtet bzw. erzählt. In MedizinerKreisen und teilweise aber auch in PsychonautenKreisen. Soll wohl aber wirklich nichts dran sein. Dass EsKeta sehr und das Racemat kaum in dieser Richtung wirken soll, höre ich allerdings zum ersten Mal.
.... 300mg!!? Ist/War deine Toleranz so abartig hoch oder wolltest du dich privat operieren lassen und brauchtest eine Vollnarkose im heimischen Wohnzimmer? :D
Das ist echt mal hart .... auch, dass du nach 45min wieder rumgestolpert bist finde ich heftig. Allein die Nebenwirkungen beim Abklingen der Wirkung würden das bei mir nicht zulassen (Schwindel, Gleichgewichtsprobleme, Übelkeit usw.)
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Re: Ketamin

27. Feb 2009, 11:00

Also ich finde diese hier um Welten psychedelischer als das Ketamin-Ratiopharm welches in 500mg Flaschen ( 10ml) kommt.....

Ich hatte schon ne Toleranz. Auf Ketamin mag ich es beim Runterkommen mich zu bewegen, da man sich auf diese seltsame Roboter Art bewegt...
Und das Runterkommen bei i.m. ist anderst als beim nasale Konsum - diese zwei Konsumarten sind nicht zu vergleichen. Fast schon wie ne andere Droge für mich.

Also ich hab immer gehört das S- Enantiomer ist das Psychedelische, und selbst wenn es laut Büchern anderst ist, ich empfinde es wie oben beschrieben...

Edit:

Auf Keta scheint jeder bissl anders zu reagieren... jede Frau mit der ich es zusammen konsumiert hab, hat danach oder währenddessen gekotzt...
Bei mir hat es noch nie den Magen auch nur im geringsten tangiert - fühl mich da immer pudelwohl.
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Re: Ketamin

28. Feb 2009, 01:21

ich empfinde keinen qualitativen unterschied zwischen s-ketamin und racemischen ketamin - das s-ketamin ist einfach nur deutlich potenter, was eine gute sache ist, weil ich eh von natur aus eine hohe toleranz habe und ich mein ketamin nasal konsumiere und so mein empfindliches näschen schonen kann.
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Re: Ketamin

17. Mär 2009, 20:21

Bekommt man im totalen K-Hole eigentlich hin und wieder noch was von seiner Umgebung mit oder ist man da für die Peakzeit total von abgeschnitten ?


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Erraphex
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Re: Ketamin

18. Mär 2009, 08:11

Mao hat geschrieben:Bekommt man im totalen K-Hole eigentlich hin und wieder noch was von seiner Umgebung mit oder ist man da für die Peakzeit total von abgeschnitten ?
Man bekommt u.U. noch etwas von seiner Umgebung mit, allerdings wird das Wahrgenommene völlig fragmentiert und neu zusammengesetzt wahrgenommen. Die Umgebung kann damit sehr verfremdet wirken.

Also, jein. ^^
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Re: Ketamin

22. Mär 2009, 12:32

Mao hat geschrieben:Bekommt man im totalen K-Hole eigentlich hin und wieder noch was von seiner Umgebung mit oder ist man da für die Peakzeit total von abgeschnitten ?


peace mao
Dieses fragmentieren und neu zusammensetzen was Erraphex meint, ist imho eine der interessantesten Erfahrungen die man so machen kann.

Stell dir vor es ist nur Dunkelheit, nur leere, nur nichts, auch du bist nicht da um dieses Nichts wahrzunehmen, du bist einfach teil dieses nichts, aber nichtmal "dich als Teil des Nichts" nimmst du wahr, du nimmst überhaupt nichts wahr, da ist nur nichts, und wahrnehmung, diese wahrnehmung ist an keine Person gebunden, und an keinerlei personale struktur, aber irgendwo weiß irgendwas das irgendwas passiert, und dann, urplötzlich greift in die schwärze ein Arm, aber man sieht nur den Arm, keine Person an der er hängt, auf höhe des ellenbogens ist er abgeschnitten, und ab da, udn auch überallherum ist nur leere, nur nichts, nur schwärze, irgendwas scheint sich zu fragen ob der arm gemäß der naturgesetzte nicht platzen müsste wenn rundherum garnichts ist, und dann sieht etwas das der Arm etwas in der Hand hat, und dieses etwas leuchtet teilweise, und da wo es leuchtet steht: "Anruf von XYZ" und irgendwas kriegt panik, weil irgendwas weiß das irgendwas gerade irgendeine Aufgabe erhalten hat, die zu irgendwelchen konsequenzen führen könnte, wenn sie nicht von wem auch immer erledigt wird. Und langsam aber sicher tauchen immer mehr einzelne abgehackte Dinge in dem nichts auf, irgendwo fliegt ein Tisch durch die gegend und irgendeine Stimme sagt was von "Licht" plötzlich bewegt sich etwas und irgendwo wird es hell, neimand weiß warum, streng genommen hat es ja auch niemand wahrgenommen, und so langsam kommt die frage: "wer nimmt das hier eigentlich wahr", und in dem moment ist es dann nur noch eine kurze frage der zeit bis sich alles wieder stabilisiert.

Das ganze ist derart geil, das glaubt man garnicht :irre: :freak:

Wobei ich genug leute kenne die wirklich garnicht damit klarkommen, ich glaube so eine kleine portion masochismus, und eine gewisse neugierde auf das innere einer geschlossenen Anstalt helfen enorm das ganze zu genießen... :D ^^ :irre:

Gruß
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Re: Ketamin

22. Mär 2009, 12:50

:lol: .... schön beschrieben !

Bei meinem letzlichen und ersten Versuch habe ich immer wieder mal das Zimmer gesehen,aber nach kurzer Zeit wurde das Zimmer wieder Teil des traumartigen Erlebens. So extrem auflösend, wie das was du da beschreibst, ging es bei mir definitiv nicht. Kann mir aber gemäß deinen Schilderungen "recht gut vorstellen", dass sowas möglich ist. ;)


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Re: Ketamin

22. Mär 2009, 22:45

Was würdet Ihr denn für ne gute Einstiegsdosis halten, um mal eine erste Bekanntschaft mit Ketamin zu machen? Habe bisher null Erfahrung mit Dissoziativa und auch keine genaue Vorstellung, was da auf mich zukommen wird. Ein Kollege meinte, dass 50mg nasal für den Anfang ok wären. Will mich erst mal langsam rantasten.

Hab gerade mal ein bisschen im psychedelischen Reiseführer von D. M. Turner gestöbert. Der spricht von "sehr hohes Potential, psychologisch davon abhängig zu werden". Ist die Wirkung denn wirklich so angenehm, verführerisch oder was weiß ich?

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Re: Ketamin

23. Mär 2009, 17:10

Aus Wiki:

"Wirkort und -mechanismen der vielfältigen Ketamin-Effekte sind noch nicht restlos geklärt. Der relevanteste Wirkort befindet sich am Glutamat-NMDA-Rezeptorkomplex. Die Aminosäure Glutaminsäure (in Form ihres Anions Glutamat) ist ein wichtiger Neurotransmitter des Zentralnervensystems (ZNS), wo sie einen Calciumeinstrom bewirkt, der vielfältige intrazelluläre Prozesse induziert. Ketamin hat dort eine antagonistische Wirkung unter Verwendung der Phencyclidin-Bindungsstelle am NMDA-Rezeptor. Ketamin beeinflusst das cholinergene System, in dem es die NMDA-Rezeptor-abhängige Acetylcholin-Freisetzung verhindert. Ketamin hemmt ebenfalls andere Glutamatrezeptoren, darüber hinaus zeigt es eine schwache agonistische Wirkung an Opioidrezeptoren und Affinität zu GABA-Rezeptoren. Weiterhin wirkt es hemmend auf die periphere Wiederaufnahme von Katecholaminen, wie Noradrenalin und Dopamin, an der synaptischen Endplatte mit Verstärkung endogener, wie exogener Katecholamineffekte.

Ich denke das spricht für sich. Keta scheint nebst der dissoziativen Wirkung gleichzeitig auch noch Wirkmechanismen anderer (suchterzeugender) Substanzen inne zu haben, wenn auch eher peripher, ohne deshalb mit diesen Substanzen wirklich vergleichbar zu sein.


peace mao
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