ginkgo
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Re: Meskalin

5. Mai 2009, 05:26

Es gibt anscheinend Leute die vom puren Meskalin Übelkeit bekommen und vom Kaktus nicht. Aber tendenziell sollte ein Alkaloid Extrakt besser sein, als Kaktus essen.

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Erraphex
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Re: Meskalin

5. Mai 2009, 05:47

ginkgo hat geschrieben: Wenn Shulgin übel wird, dann ist das natürlich eine Erfahrung,der aber durchaus andere entgegenstehen. Es scheint auch Leute zu geben, denen prinzipiell schlecht wird von psychedelica, was ich dann aber auf psychosomatische Gründe zurückführen würde.
Nur trifft das auf Shulgin nicht zu und das was er berichtet hat haben auch viele andere berichtet. Übelkeit scheint bei Meskalin häufig und nicht aufgrund psychosomatischer Faktoren aufzutreten. Völlig unabhängig davon ob es Menschen gibt denen davon nicht übel wird.

Das Salz wird sicher angenehmer zu konsumieren sein. Der Geschmack...
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Re: Meskalin

5. Mai 2009, 08:42

ginkgo hat geschrieben:Also bei Ayahuasca sind es ja die Tannine , welche die Übelkeit hervorrufen. Pharmahuasca mit reinem harmin, harmalin und tetrahydroharmin + DMT freebase/fumarate erzeugt auch keine Übelkeit.
also so weit ich weiss, erzeugen auch reines harmin etc. noch ordentlich übelkeit, wenn auch natürlich nicht so schlimm wie ayahuasca.
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Re: Meskalin

5. Mai 2009, 14:05

ja, Geschmack ist ein Argument, der kann ja auch zumindest brechreiz hervorrufen. Aber anscheinend gibt es wirklich unterschiedliche Körperchemien. Soll ja auch Leute geben denen von ayahuasca garnie übel wird. Unbestritten ist aber wohl, das die Klärung der Tannine durch z.B eiweiss die Chance Übelkeit zu bekommen minimiert.

Ingwer 30-60 Minuten vor Meskalin soll ja auch die Übelkeit minimieren und die Wirkung verstärken..aber ob letzteres nur ein Gerücht ist weiss ich nicht.

Und es kommt ja auch noch auf die dosis an. Angeblich soll einem bei 1g Steppenraute Auszug auch nicht übel werden; wie es dan bei reinem harmin aussieht weiss ich nicht. Mich würde auch wenn eher Tetrahydroharmin interessieren, was aber in Europa nicht zu erwerben ist in Reinform bislang.

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Re: Meskalin

5. Mai 2009, 19:16

ginkgo hat geschrieben:ja, Geschmack ist ein Argument, der kann ja auch zumindest brechreiz hervorrufen. Aber anscheinend gibt es wirklich unterschiedliche Körperchemien.
[...]
Ingwer 30-60 Minuten vor Meskalin soll ja auch die Übelkeit minimieren und die Wirkung verstärken..aber ob letzteres nur ein Gerücht ist weiss ich nicht.
Also nach dem was ich in diversen Foren mit vielen Meskalinkonsumenten so mitbekommen habe ist das Übergeben bei gut 70-80% der Konsumenten üblich. Es gibt einige die haben damit gar kein Problem, und es gibt welche die können machen was sie wollen (Dosis langsam konsumieren, Dosis in Kapseln konsumieren (kein Geschmack), Antiemetika dazunehmen, Dosis rektal nehmen (Magen umgehen) und sie müssen trotzdem kotzen.

Meine persönliche Theorie dazu: Es besteht ein nachgewiesener Zusammenhang zwischen Emesis und Serotonin, speziell der 5HT3-Variante, allerdings nicht bezogen auf die Hirnchemie sondern auf die Rezeptoren im peripheren Nervensystem (sprich auch im gesamtem Gastrointestinaltrakt), kann bei Bedarf mal gucken ob ich die Quellen noch wiederfinde. Wir wissen das quasi alle potent halluzinogenen Stoffe im Hirn serotonerg wirken, zwar idR 5HT2x aber das lassen wir mal aussen vor. Denn wenn eine gewisse Sättigung mit der Substanz gegeben ist, ist es normal das die Substanz auch auf "ähnliche" Rezeptoren geht (Sekundäraffinitäten). Liest noch jemand mit?

Gut, wenn wir jetzt also davon ausgehen das potentiell alle Halluzinogene ein pharmazeutische emetisches Potential haben, also unabhängig von Geschmack oder Psychosomatik Erbrechen hervorrufen können stellt sich die Frage warum das nicht bei allen der Fall ist... Und hier glaube ich das es an der vergleichsweise extrem hohen Dosis liegt die man zu sich nimmt (oder anders gesagt an der niedrigen Bioverfügbarkeit). Die meisten Drogen verteilen sich initial relativ gleichmäßig im Blutkreislauf / Körper. Wenn man also auf 75kg Gewicht 25mg 2CB nimmt sind das lächerliche 0,3 mg/kg und somit eine relativ betrachtet geringe Konzentration die dem peripheren Nervensystem im GI-Trakt nicht sonderlich zuzusetzen scheint.

Bei einer sehr seichten Dosis Meskalin (250mg) und demselben Gewicht liegt die Relation schon über 3mg/kg und evtl. überschreitet man da irgendwo eine "Sättigungsgrenze" die es dem Magen schwermacht die Reizungen an den Synapsen zu ignorieren und ihn bewegt den Rückwärtsgang einzulegen.

Auch das Erbrechen das manche bei hohen MDMA-Dosierungen bekommen würde gut in dieses Bild passen... Potentieren geht übrigens sehr gut mit Grapefruitsaft, bzw für Leute wie mich die dieses Teufelsgebräu nich runterbekommen auch mit Grapefruitextraktkapseln/tabletten aus dem Reformhaus, die verantwortlichen Flavonoide sind auch da scheinbar in ausreichender Menge enthalten.

Alles IMO und IIRC und so...

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Re: Meskalin

6. Mai 2009, 06:22

Mir erscheint deine Theorie sehr plausibel. Vielen Dank! :bow:
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anima
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Re: Meskalin

6. Mai 2009, 08:52

Klasse Post :2daumen:

.... nachdem ich nun übrigens ebenfalls eine Vermutung habe, wer du sein könntest bzw. woher man dich kennt :D

Wann wird das ganze, von dir selbst initiierte Ratespiel eigentlich aufgeklärt?
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Dr.Schuh
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Re: Meskalin

6. Mai 2009, 09:49

psych0t1c hat geschrieben: Gut, wenn wir jetzt also davon ausgehen das potentiell alle Halluzinogene ein pharmazeutische emetisches Potential haben, also unabhängig von Geschmack oder Psychosomatik Erbrechen hervorrufen können..
Was ich aber recht keck finde. ^^ Wie kann man wirklich davon ausgehen?

Imho gehört Kübeln zur zu begrüßenden und reinigenden Wirkung mancher Pflanze, und jenachdem, wie heilsam, befreiend und notwendig die Pflanze es erachtet, kotzt man halt, oder nicht.

Finde es problematisch, das auf Synapsen und den physischen Apekt zu reduzieren, und jeden darüberhinausgehenden, holistischen Hintergrund außer Acht zu lassen, da man sich so letztendlich immernoch schwertun wird, zu erklären, warum sich einer nun übergibt und der andere nicht.

Ich mein letztendlich ist das nun genauso ne Beschreibung, ein Modell, dessen was eigentlich passiert, wie deine Theorie...nur dass sie zumindet bei mir weniger Fragen aufwirft, und zudem imho ein Stück weit mehr von dem umfasst, was wirklich vor sich geht.

Aber so in sich nicht schlecht dein Konschtrukt. :)

Gruß
Schuh
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Re: Meskalin

6. Mai 2009, 20:28

anima hat geschrieben:.... nachdem ich nun übrigens ebenfalls eine Vermutung habe, wer du sein könntest bzw. woher man dich kennt :D

Wann wird das ganze, von dir selbst initiierte Ratespiel eigentlich aufgeklärt?
Offiziell gar nicht. :D
Dr.Schuh hat geschrieben:Was ich aber recht keck finde. ^^ Wie kann man wirklich davon ausgehen?
Eine Mischung aus wissenschaftlichen / medizinischen Daten und dem Lesen anekdotischer Erfahrungen und selbstgemachter Erfahrungen. Die 2C-x Phens haben definitiv ein gewisses Würfelhustenpotential, speziell diejenige die in recht hoher Dosierung eingenommen werden (2C-C bzw 2C-D). Aber da kommt natürlich die "individuelle" Anfälligkeit und die Fähigkeit zur Körperbeherrschung zum Tragen.

Aber:
http://www.medscape.com/viewarticle/406912_2
und
http://de.wikipedia.org/wiki/Emetikum
Über die Rezeptoren für Dopamin (D2), Histamin (H1), Acetylcholin (M) und Serotonin (5-HT3) werden die emetischen Reize im Wesentlichen vermittelt. 5-HT3-Rezeptoren finden sich auf postsynaptischen Neuronen endokriner Zellen, auf endokrinen Drüsen des Magens, im Nervus vagus und an vielen Stellen des Zentralnervensystems, insbesondere in der Area postrema. In den enterochromaffinen Zellen des Magen-Darm-Traktes wird der größte Anteil des Serotonins gebildet. Serotonin hat des Weiteren eine wichtige Funktion bei der Reizübertragung in den intramuralen Plexus (Plexus myentericus und Plexus submucosus) des Darms. Beispielsweise führt eine Dehnung der Darmwand, die Verabreichung zytotoxischer Substanzen (Chemotherapie) oder eine Strahlentherapie zur Ausschüttung von Serotonin. Dieses wirkt dann als Neurotransmitter bzw. lokales Hormon. Über afferente Bahnen des Nervus vagus wird letztlich das Brechzentrum in der Formatio reticularis erregt.[4].
Imho gehört Kübeln zur zu begrüßenden und reinigenden Wirkung mancher Pflanze, und jenachdem, wie heilsam, befreiend und notwendig die Pflanze es erachtet, kotzt man halt, oder nicht.
Finde solche Denkansätze klasse im praktishen Sinne, aber halt total unwissenschaftlich. Es ist ein tolles "Konstrukt" um die la purge intensa als Teil des psychedelischen Erlebens zu akzeptieren zu integrieren, aber es hat mit Pflanzen nix zu tun.

Ich hab jedenfalls nie "Pflanzen" gegessen sondern immer pulvrige Meskalin-Extrakte. Wie soll mir die Pflanze sagen ob das Kotzen notwendig ist oder nicht, wenn sie doch nach der Extraktion als Matschbrei entsorgt wurde und beim Konsum gar keine Rolle mehr spielt? Und wieso ist diese "reinigende, begrüßenswerte Pflanzenwirkung" auch bei synthetischem Meskalin vorhanden?

Natürlich kannst Du die mentale Sache davon nicht komplett trennen, und natürlich werden beim Pflanzenkonsum (im Gegensatz zu Extraktkonsum/Reinstoffikonsum) noch weitere Stoffe mit in die Senkung der Kotzschwelle reinspielen, aber IMO ist es letztlich der Wirkstoff an sich der das Kotzrisiko primär bestimmt.

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Re: Meskalin

6. Mai 2009, 20:59

psych0t1c hat geschrieben:Meine persönliche Theorie dazu: Es besteht ein nachgewiesener Zusammenhang zwischen Emesis und Serotonin, speziell der 5HT3-Variante, allerdings nicht bezogen auf die Hirnchemie sondern auf die Rezeptoren im peripheren Nervensystem (sprich auch im gesamtem Gastrointestinaltrakt), kann bei Bedarf mal gucken ob ich die Quellen noch wiederfinde. Wir wissen das quasi alle potent halluzinogenen Stoffe im Hirn serotonerg wirken, zwar idR 5HT2x aber das lassen wir mal aussen vor. Denn wenn eine gewisse Sättigung mit der Substanz gegeben ist, ist es normal das die Substanz auch auf "ähnliche" Rezeptoren geht (Sekundäraffinitäten). Liest noch jemand mit?

Gut, wenn wir jetzt also davon ausgehen das potentiell alle Halluzinogene ein pharmazeutische emetisches Potential haben, also unabhängig von Geschmack oder Psychosomatik Erbrechen hervorrufen können stellt sich die Frage warum das nicht bei allen der Fall ist... Und hier glaube ich das es an der vergleichsweise extrem hohen Dosis liegt die man zu sich nimmt (oder anders gesagt an der niedrigen Bioverfügbarkeit). Die meisten Drogen verteilen sich initial relativ gleichmäßig im Blutkreislauf / Körper. Wenn man also auf 75kg Gewicht 25mg 2CB nimmt sind das lächerliche 0,3 mg/kg und somit eine relativ betrachtet geringe Konzentration die dem peripheren Nervensystem im GI-Trakt nicht sonderlich zuzusetzen scheint.

Bei einer sehr seichten Dosis Meskalin (250mg) und demselben Gewicht liegt die Relation schon über 3mg/kg und evtl. überschreitet man da irgendwo eine "Sättigungsgrenze" die es dem Magen schwermacht die Reizungen an den Synapsen zu ignorieren und ihn bewegt den Rückwärtsgang einzulegen.
macht alles sinn, aber ich denke, das reicht allein noch nicht aus zur erklärung. es ist wohl so, dass unterschiedliche psychedelika unterschiedlich selektiv sind, an welchem subtyp der serotonin-rezeptoren sie wirken. 5-MeO-tryptamine scheinen z.b. eher unspezifisch zu sein und deshalb eher körperlich zu wirken. deshalb ist 5-MeO-AMT wohl ziemliches gift laut den meisten usern, 5-MeO-DMT für manche recht toxisch, und 5-MeO-DiPT und 5-MeO-MiPT so erotisch.
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Re: Meskalin

8. Mai 2009, 19:52

psych0t1c hat geschrieben: Finde solche Denkansätze klasse im praktishen Sinne, aber halt total unwissenschaftlich. Es ist ein tolles "Konstrukt" um die la purge intensa als Teil des psychedelischen Erlebens zu akzeptieren zu integrieren, aber es hat mit Pflanzen nix zu tun.

Ich hab jedenfalls nie "Pflanzen" gegessen sondern immer pulvrige Meskalin-Extrakte. Wie soll mir die Pflanze sagen ob das Kotzen notwendig ist oder nicht, wenn sie doch nach der Extraktion als Matschbrei entsorgt wurde und beim Konsum gar keine Rolle mehr spielt? Und wieso ist diese "reinigende, begrüßenswerte Pflanzenwirkung" auch bei synthetischem Meskalin vorhanden?

Natürlich kannst Du die mentale Sache davon nicht komplett trennen, und natürlich werden beim Pflanzenkonsum (im Gegensatz zu Extraktkonsum/Reinstoffikonsum) noch weitere Stoffe mit in die Senkung der Kotzschwelle reinspielen, aber IMO ist es letztlich der Wirkstoff an sich der das Kotzrisiko primär bestimmt.
Ich meinte mit Pflanze nicht nur das, was du von ihr sehen, anfassen und auswringen kannst. Ich hätte Besser 'Geist der Pflanze' geschrieben. Damit meine ich quasi genau das, was du den 'Wirkstoff einer Pflanze' nennst. Ein inneliegendes Konzept, welche immer und überall ist und sich in Form einzelner Gewächse 'niedertaut' oder offenbart.

Meskalinextrakt wirkt also, weil der Geist der Pflanze in dem Extrakt ist. Und bei nem alchemistischen Vorgang manifestiert sich der Geist eben direkt in einem Glaskolben in Form eines Pulvers oder einer Flüssigkeit, wenn man die richtigen magischen Schritte unternimmt. ;) Wie das genau funktioniert, weiß ich nicht, ich glaub aber, nichtmal der Chemiker selber weißes wirklich, er weiß halt dass es passiert und kann dann darauf sein wissentchaftliches Erklärungsmodell aufsetzen.

----------

Das ganze zeigt imho sehr schön, dass Wirklichkeiten entstehen, jenachdem vor welchem Hintergrund, von welchem Standpunkt aus man die 'Torte' auseinandernimmt. Wenn man die Torte macht, als Konditor, so besteht sie aus einem Boden, einer Schicht Sahne, Frucht, und zwar alles schön geschichtet. Für den aber der die Torte isst, und ein Stück von ihr bekommt, besteht die Torte aus Stücken, und für ihn ist ein Stück etwas, was bereits eine Struktur hat. Setzen beide wieder zusammen, was sie haben , kommen sie wieder zur selben Torte, aber ihre Beschreibungen sind vollkommen verschieden..

Ziel wird letztendlich auch für die Wissenschaft sein, beide Sichten zuammenzuführen, indem man einsieht, dass es die 'Torte' eigentlich garnicht gibt, bzw auch sie - wie die Beschreibungen - erst durch unser Herangehen geschaffen wird. ;) Die Quanten- und Astrophyiker wissens ja schon, hört man munkeln..


Gruß
Schuh
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Re: Meskalin

29. Jul 2009, 15:23

Hab ma nen 25-30 Cm langes und 4-5 Cm San Pedro gegessen. Geschmack bitter und zusammenziehend. Es fing mit ner MDMA ähnlichen Stimmulation an.
Von der Tripstärke vergleichbar zu 80 mics LSD. Sehr angenehm aber nicht intensiv. Mir wurd net übel, hab sogar Weissbier zu getrunken und noch Lsd genascht. Aber bei ner guten Dosis hätte auch sich gut Übelkeit einstellen können. Bei hohen Dosen LSD kann man auch jedem Fall mit übelkeit zu tun kriegen. Das liegt daran das der Brechreflex im Hirnstamm ausgelöst wird.
Wer sich für die Pharmakologie von LSD interessiert sollte hier nachschauen:
http://www.thunemann.de/martin/lsd/Inhalt.htm
Ich liebe 5-ht2a Agonisten!!!

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Re: Meskalin

30. Jul 2009, 05:56

Wobei ich schon sehr hohe Dosen LSD konsumiert habe und es im Folge zu keiner Übelkeit kam. Ich kam auch in die Gelegenheit 800mg Meskalin zu mir zu nehmen - übergeben musste ich mich nicht. Auch wenn es kräftig in meinem Magen grummelte.

Jedenfalls eine extrem interessante Substanz. imho mächtiger als LSD. Ich war alles und ich war nichts und das mit einer Geschwindigkeit, Radikalität, Tiefe und Intensität die ich so nie mit LSD erfahren habe. Ich tauchte in die unbewussten Strukturen meiner Mitreisenden und nahm Informationen beliebiger Objekte auf - ja wurde geradezu von ihnen durchflutet. Ein starker körperlicher Effekt. Genau so konnte ich aber mit veränderte Handstellung auch schreibend auf Energiestrukturen zugreifen, was mir bedeutend suspekter war. Dazu eine sehr beeindruckende Steigerung der Sinnempfindlichkeit, wunderschöne Hallzinationen und Visionen.

Psycedelic Rock'n'Roll vom feinsten. :2daumen:
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Re: Meskalin

23. Aug 2009, 12:13

100mg Meskalin Acetate aus dem San Pedro (Alkaloid Mix) mit starkem Kaffee ließen den Frieden der Welt erfahren. Dazu leichte Euphorie und eine Geschmeidigkeit wie ein Pfund Seide. Tendenziell aber nicht intensiv genug um in irgendeiner Form überwältigt zu werden.

Garamman
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Re: Meskalin

25. Aug 2009, 09:43

Ich habe bisher 2 Kaktus-Erfahrungen, beide mit t. pachanoi. Das erste mal (400g frischer Kaktus) hab ich mir bei der Zubereitung viel mühe gegeben, sprich wachsartige Haut abgezogen, eingefroren, pürriert, ausgekocht und abgefiltert. Übel wurde mir davon garnicht, im Vergleich zum zweiten mal als ich den Kaktus einfach getrocknet gekocht habe. :kotz:
Übelkeit lässt sich meiner (zugegeben nicht besonders reichen) Erfahrung nach also durch die Zubereitung verringern. Der Geschmack bleibt natürlich, vor allem die Kombination von Kaktus und Zitronensaft bietet gradezu eine synergetische Ekel-Erfahrung :D

im DMT-Nexus gibts übrigends ne Extraktionstechnik mit der man Meskalin von den restlichen Alkaloide trennen kann. Interesannt find ich vor allem dass die "anderen" Alkaloide ein eigenes psychedelisches Potential haben sollen. Hab hier mal nen interesannten Link gefunden(natürlich keine Extraktionsanleitung)
http://www.dmt-nexus.com/forum/default. ... sts&t=4036
nur der wahnsinnige ist sich absolut sicher. fnord

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