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Re: LSD - Schwellendosis

Verfasst: 30. Dez 2008, 21:45
von Tritylius
Danke für die Korrektur!

Erfahrungsgemäss liegt (bei mir) die Schwellendosis bei 1/10, oder auch weniger, der "normalen" Menge Substanz, die für einen vollen Trip ausreichen würde.
die Wirkung ist dann natürlich nur off-Baseline. Aber sie ist eindeutig zu spüren, wobei die Erfahrung natürlich auch eine Rolle spielt. Ein Anfänger kann unter Umständen nichts merken, da er gar nicht realisiert dass er drauf ist.
Ich verwende bei Mini-Dosen (und auch sonst) folgende Kriterien, um die Draufheit zu prüfen:
- Gesichter auf Fotografien schauen mich an.
- Das Fernsehen wirkt aufregender als normal.
- Gedankengänge sind leicht "vertrippt".
- Die Aufmerksamkeit ist verändert.
Somit ist die Grundwirkung kaum Dosisabhängig, die Dosis beeinflusst die Intensität der Effekte.
Es ist wie beim Kiffen: Auch wenn der Trip selbst nur sehr schwach ist, kann man sich durch das eigene Vorstellungsvermögen mitunter sehr tief in den Trip hineinsteigern.

Re: LSD - Schwellendosis

Verfasst: 27. Jan 2012, 22:33
von color
Man kann bereits bei 15 Mikrogramm eine Wirkung spühren, das ist dann aber noch lange kein Trip, sondern ein ganz leichter angeregter Zustand, der auch meistens nach 2-3 Stunden wieder verfliegt. Etwa so wie Herr Hofmann ihn hatte, als er mit der Substanz das erste Mal in Berührung kam.

Ein Zustand den man Trip nennt, fängt etwa bei 35 Mikrogramm aufwärts an.

50 ist also eine schon ganz nette Dosis. Auf den meisten getesteten Tickets befinden sich drum zwischen 35 - 55 Mikrogamm.

Eher selten aber doch anzutreffen, gibts dann noch solche mit 80-140, wie zB. die Dalai Lamas. Für viele ist es dann aber schon ziemlich stark und sind mit einem halben Ticket wohl besser beraten.

In Mystische Welten und ins Bewusstsein anderer Kulturen taucht man mit 200 ab (Maya Kalender)

Tod und Wiedergeburtserlebnisse hata man dann aber erst zwischen 300-400.

Zwischen 400 - 500 liegt laut Grof der Sättigungspunk. Das man den erreicht müsste man von den meisten normalen Straßen Tickets schon 10 nehmen :king:


~~die Welt ist verrückt, aber noch verrückter sind Leute die behaupten sie schlucken Tickets mit 500 Gamma auf einer Party~~

Re: LSD - Schwellendosis

Verfasst: 27. Jan 2012, 23:06
von bebbi
color hat geschrieben: Zwischen 400 - 500 liegt laut Grof der Sättigungspunk.
Wo soll er das bitte geschrieben haben, setz doch bitte nicht solche unhaltbaren Geruechte in die Welt. Grof hat in Sitzungen bis 1500µ dosiert ("LSD Psychotherpie", S. 45, Angabe fuer die psychedelische Psychotherapie 300-1500µ).

Re: LSD - Schwellendosis

Verfasst: 27. Jan 2012, 23:59
von anima
Tjoar. Allgemeinwerte, Durchschnittswerte, Schwellenwerte ...

Hatte auf ner halben von den *mir fällt der Name/Motiv grad nicht ein ... letzten Sommer, noch stärker imo als die Hofmanns und erst recht die Greys, die es kurz davor/zeitgleich gab* (weiß türlich, dass es nicht nur _die_ Hofmanns oder Greys gab) bereits Todes und Wiedergeburtsszenarien und ein ander mal haben 2 davon diesen Punkt nicht erreicht.
Es ist imo nicht nur müßig, sondern auch unnötig hier Werte/Zahlen setzen zu wollen und dann auch noch quasi pauschale. Weiters bezweifle ich immer noch, dass, egal wie erfahren, es jemandem möglich ist, bei LSD von der Wirkung auf die Dosis zu schließen, auch wenn diese Person (teilweise) ihre Erfahrungen mit Sandoz-Ampullen gesammelt hätte :nixplan:
Möchte das niemandem absprechen, der das von sich behaupten möchte, aber glauben tu' ich es dennoch nicht :D

Re: LSD - Schwellendosis

Verfasst: 28. Jan 2012, 08:32
von ohn
Wo soll er das bitte geschrieben haben, setz doch bitte nicht solche unhaltbaren Geruechte in die Welt. Grof hat in Sitzungen bis 1500µ dosiert ("LSD Psychotherpie", S. 45, Angabe fuer die psychedelische Psychotherapie 300-1500µ).
Ich bin mir ziemlich sicher, dass er das geschrieben hat. Dosierungen über 500 mikrogramm hat er imho nur eingesetzt, um zu versuchen, krasse wiederstände zum beispiel von zwangsneurotikern zu brechen... o_O
Was aber nicht geklappt hat und eine ganze reihe von sitzungen und psychotherapie nebenher erforderte.

Re: LSD - Schwellendosis

Verfasst: 28. Jan 2012, 14:16
von color
ohn hat geschrieben:
Wo soll er das bitte geschrieben haben, setz doch bitte nicht solche unhaltbaren Geruechte in die Welt. Grof hat in Sitzungen bis 1500µ dosiert ("LSD Psychotherpie", S. 45, Angabe fuer die psychedelische Psychotherapie 300-1500µ).
Das Grof bis 1500 Mikrogramm, bzw. in "Topographie des Unbewussten" bis 2000 Dosiert hat stimmt!

Doch genau mit diesen anfänglichen Versuchen, hat er herausgefunden, dass es keinen Sinn macht über 500 Mikrogramm zu gehen!

Zittat aus "Topographie des Unbewussten" dazu:

Bei Seite 51 kommen wir zu deinem 1500 Mikrogramm Beispiel:

Schließlich wurden ihm 1500 Mikrogramm intramuskulär injitziert, in der Hoffnung, damit seinen Wiederstand überwinden zu können. Zwischen der zweiten und dritten Stunde der Sitzung, wo die Wirkung des LSD gewöhnlich ihren Höhepunkt erricht, fühlte Erwin sich gelangweilt.

Erst nach 38 Sitzungen mit hohen Dosen war Erwins Abwehsystem soweit abgebaut, dass er Anfing in die Kindheit zu regredieren und traumatische Erfahrungen wiederzuerleben.

Seite 52

Nach dieser und ähnlichen Beobachtungen wurde offensichtlich, dass eine starke psychische Resistenz gegenüber LSD nicht allein durch eine höhere Dosierung gebrochen werden kann, sondern druch eine Serie von Sitzungen allmählich abgebaut werden muss. Es scheint das es einen Sättigungspunkt gibt, der irrgendwo zwischen 400 und 500 Mikrogramm liegt; wenn die Versuchsperson auf diese Dosis nicht ausreichend reagiert, bewirkt eine zusätzliche Verabreichung von LSD keine Veränderung der Situation.

Darum berufe ich mich auf die Seite 52:

Es scheint das es einen Sättigungspunkt gibt, der irrgendwo zwischen 400 und 500 Mikrogramm liegt;

Re: LSD - Schwellendosis

Verfasst: 28. Jan 2012, 15:16
von Erraphex
Das volle Wirkungsspektrum steht auch meiner Erfahrung nach in dem von color genannten Dosis-Bereich (~500µg) zur Verfügung.

Gewisse körperliche Effekte werden jedenfalls mit zunehmender Dosis immer stärker - z.B. sehr starke Zuckungen. Das geht dann bis zu Thumb Print Dosen - inklusiver Krämpfe (ähnlich eines epileptischen Anfalls) und Kotzen.

Und sie dauern länger an...

Re: LSD - Schwellendosis

Verfasst: 28. Jan 2012, 15:17
von Psychedelicious
und jetzt kommen chinacats Thumbprints ins Spiel und die Sache mit dem Sättigungspunkt ist Lullabatsch... bla
nerviges Thema

hm.. jetzt war Erraphex schneller.

Bei höheren Dosen werden ganz andere Rezeptoren noch geflutet. Bis die 5-HT3 und 5-HT4 Subgruppen voll geflutet sind brauchts pharmakologisch gesehen weit mehr wie 500µg oder bis die kompletten D-Gruppen völlig geflutet sind.
Da tut sich meiner Erfahrung nach schon noch was in 1mg+ Dosen

Re: LSD - Schwellendosis

Verfasst: 28. Jan 2012, 15:32
von Erraphex
Ja, tut es?

Also, abgesehen von starken körperlichen Nebenwirkungen? Ja, es flutet (viel) schneller an. Dazu hatte ich einige Halluzinationen, die sich fest in mein Realitätsgefüge einfügten und nicht als solche erkannt wurden (zwar sehr beeindruckend - aber imho ohne Wert). Vielleicht ist alles noch einen Tick intensiver...

Für mich ist es der Grund warum ich nicht mehr so extem hoch dosiere - ich sehe darin schlicht keinen Sinn. Alles was ich an LSD liebe (vor allem das therapeutische bzw. heilende Potential und der gezielte Einsatz als Werkzeug) steht ab einer gewissen Dosis bereits vollständig zur Verfügung, die deutlich unter meinen früheren Versuchsdosen liegt...

Re: LSD - Schwellendosis

Verfasst: 28. Jan 2012, 15:51
von color
anima hat geschrieben:Tjoar. Allgemeinwerte, Durchschnittswerte, Schwellenwerte ...

Hatte auf ner halben von den *mir fällt der Name/Motiv grad nicht ein ... letzten Sommer, noch stärker imo als die Hofmanns und erst recht die Greys, die es kurz davor/zeitgleich gab* (weiß türlich, dass es nicht nur _die_ Hofmanns oder Greys gab) bereits Todes und Wiedergeburtsszenarien und ein ander mal haben 2 davon diesen Punkt nicht erreicht.
Es ist imo nicht nur müßig, sondern auch unnötig hier Werte/Zahlen setzen zu wollen und dann auch noch quasi pauschale. Weiters bezweifle ich immer noch, dass, egal wie erfahren, es jemandem möglich ist, bei LSD von der Wirkung auf die Dosis zu schließen, auch wenn diese Person (teilweise) ihre Erfahrungen mit Sandoz-Ampullen gesammelt hätte :nixplan:
Möchte das niemandem absprechen, der das von sich behaupten möchte, aber glauben tu' ich es dennoch nicht :D
Das schwierige an dieser Diskussion ist warscheinlich die Frage, was ist ein Todes und Wiedergeburtserlebnis?

Also für mich bedeutet das, dass ich mir bewusst werde jetzt sterben zu müssen, mit all seinen Auswirkungen! Mir schießen dann Gedanken durch den Kopf wie, das ich mich von meiner Mutter noch nicht verabschiedet habe und Emotionen von extrem starken Minderwertigkeitsgefühlen, welche warscheinlich ohne haltende Hand des Tripsitters nicht aushaltbar wären, die Glieder werden eiskalt, das Herz schmerzt, der Atem fällt schwer, mir ist heiß, ich fühle mich wie erdrückt - doch ich kann es zulassen zu gehen ich muss mich nicht schlecht fühlen, ich kann loslassen, ein letztes Mal atme ich aus und dann....nehme ich war wie ich immer kleiner werde im Sog des Universums verschwinde, während die schlechten Gefühle allmählich mitverschwinden, da sie ja mit meiner Identität gekoppelt sind:-) Eine nicht unangenehme Leere, Ruhe und Stille stellt sich ein. Ich nehme nun war wie Wärme, Geborgenheit und Liebe mein Sein durchdringt, ich wische mir meine Tränen ab und mache langsam die Augen auf. Alles gltizert und ist mit voller Liebe erfüllt. Es erwacht alles in einem neuen Schein.

....und dann :popcorn:

Re: LSD - Schwellendosis

Verfasst: 28. Jan 2012, 15:55
von color
Psychedelicious hat geschrieben:und jetzt kommen chinacats Thumbprints ins Spiel und die Sache mit dem Sättigungspunkt ist Lullabatsch... bla
nerviges Thema

hm.. jetzt war Erraphex schneller.

Bei höheren Dosen werden ganz andere Rezeptoren noch geflutet. Bis die 5-HT3 und 5-HT4 Subgruppen voll geflutet sind brauchts pharmakologisch gesehen weit mehr wie 500µg oder bis die kompletten D-Gruppen völlig geflutet sind.
Da tut sich meiner Erfahrung nach schon noch was in 1mg+ Dosen
Danke für die Info, das wusst ich nicht. Vor allem das es schneller anflutet ist logisch! Doch therapeutischen Wert hat es nach Grof keinen.

Re: LSD - Schwellendosis

Verfasst: 22. Mai 2017, 08:23
von xxx
So nach wohl rd. 100mal LSD jetzt mal - angeregt durch aislings neue Podcast-Folge (kein Link hier diesmal? ;) ) - einen Versuch "Microdosing" gemacht, also bewußt unter dem spürbaren Schwellenwert geblieben, d.h. ein Neuntel von einer als recht stark empfundenen Pappe, also schätzungsweise so ca. 15-20 µg.
Fand es sehr interessant, wie meine wochenlang gehegte depressive Verstimmung verschwand und es auch längeranhaltend etwas bewirkt zu haben scheint (auch weil ich an dem Tag der Lust nachgekommen bin, in den Wald zu gehen, was ich jetzt wieder öfter, paarmal wöchentlich mache).
Auch ziemlich energetisierend das ganze, aber halt auch "völlig normale" Beibehaltung des Alltagsmodus, Außenwirkung und Handlungen (Autofahren z.b., auch arbeiten könnte ich mir gut vorstellen).
Mal schön zu sehen, wie es wirkt, auch wenn es noch nicht wirkt. :)