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Mao
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LSD - Schwellendosis

19. Apr 2008, 20:38

Wo liegt eurer Ansicht oder Erfahrung nach die Schwellendosis von LSD und wie definiert sich diese? Es ist klar, dass Verallgemeinerungen bei einer derart komplex wirkenden Substanz immer mit Vorsicht zu betrachten sind (Set, Setting, Individualität und der Parameter X :glaskugel: ), trotzdem bleibt es mir irgendwie ein Rätsel. :nixplan:

Bedeutet Schwellendosis, dass danach eine erste psychisch bemerkbare Veränderung eintritt, à la "Irgendwas ist anders" oder ist ab dem Übertritt der Threshold von einer vollwertigen psychedelischen Erfahrung zu sprechen.

Ich hatte dieses Frühjahr 2000'er Hoffmänner( als stark angepreisen), von denen eine Ganze durchaus einen für mich starken Trip hervorgerufen hat, jedoch weit entfernt von Egotod, Selbstentgrenzung (als Beispiele) und weiteren Merkmalen einer "hohen" LSD-Dosis.

Ein Freund hatte nun diese bis vor kurzen rum liegen und teilte eine Drittelte zusammen mit einem weiteren Freund und sie berichteten mir von einer schönen, für sie starken Erfahrung mit OEV's und intensiven Körpergefühl.
Da wurde ich hellhörig, da ich dem besitzer der 1/3 Pappe empfohlen hatte sie ganz zu nehmen.

Naja ... geht man davon aus, dass es sich um eine dosis kanpp (5ug) über der Schwelle ( was immer das eigentlich ist :verwirrt: ) handelte ( 25 mikrogram laut Erowid?), dann hätte eine ganze ursprünglich ... :denk: ... 150 mikrogram !!!.

Liege ich da falsch oder werden nicht ganz selten überhaupt Zettel über 100 mikrogramm getestet und selbst wenn dem so wäre, dann müssten 25 ug ja durchaus eine brauchbare Menge sein.

Ist das wirklich so verschieden von Person zu Person, von Setting zu Setting?
Ist es wahrscheinlich, dass Hoffmänner 150-200 ug haben?
Warum gibt es eigentlich kein umfangreiches Drugcheking, speziell für LSD !!!???

Peace mao
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ungelesene_bettlektüre
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Re: LSD - Schwellendosis

20. Apr 2008, 02:04

schwellendosis ist die dosis, wo man gerade noch eine psychische wirkung feststellen kann.

gute pappen sollen schon so 100-200 mikrogramm drauf haben, nach dem, was man so hört. und deine werden wohl solche sein, vor allem weil sie dir ja auch als besonders stark abeboten worden sind.
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Erraphex
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Re: LSD - Schwellendosis

20. Apr 2008, 08:06

Mao hat geschrieben: Ist das wirklich so verschieden von Person zu Person, von Setting zu Setting?
Ja. Die Unterschiede können riesig sein. Sowohl zwischen einzelnen Personen wie auch von Setting zu Setting. Ja, selbst mit gleichem Setting und der gleichen Person kann sich die Wirkung je nach Zustand und nicht aufbearbeiteten Input sehr stark unterscheiden.
Mao hat geschrieben: Ist es wahrscheinlich, dass Hoffmänner 150-200 ug haben?
Durchaus möglich. Es wurden ja auch Pappen getestet die solche Dosen aufwiesen.
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ohn
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Re: LSD - Schwellendosis

20. Apr 2008, 12:15

Ich muss Erraphex da inzwischen sehr zustimmen, die dosis ist wirklich ein sehr kleiner faktor in der hinsicht, wie stark der trip wird. Andererseits sind in den letzten paar jahren die pappen allgemein gesehen imho wieder wesentlich stärker geworden. Halte 150-200 mikrogramm für durchaus möglich bei stärkeren hofmännern. Hatte neulich auch eine xtrem starke pappe erwischt, die ich auch in den dosierungsbereich einordnen würde, allerdings weiß man das wirklich nie so genau. Dafür haben andere faktoren einfach viel zu viel einfluss.
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vik
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Re: LSD - Schwellendosis

21. Apr 2008, 10:08

Laut Dr. Grof beträgt die Schwellendosis 10-20µg, entnommen aus 'Topographie des Unbewussten'.

Es konnten in der LSD-Forschung keine Zusammenhänge zwischen Wirkung und Dosis ausgemacht werden. Was halt die Psychotherapie anbelangt, sind hohe Dosierungen (neben der psycholytischen Behandlung) eine Möglichkeit, tief ins Unterbewusste einzudringen. Die Effekte selbst jedoch, wenn ich das richtig verstanden habe, haben keinen Zusammenhang mit der LSD- Dosis und sind damit dosisunabhängig.

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Antonio Peri
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Re: LSD - Schwellendosis

21. Apr 2008, 11:59

Also die 2000er Hofmänner sind mir auch als sehr starke Zettel beschrieben worden. Die haben ja schon eine gewisse Berühmtheit erlangt - ich selber habe sie bisher nirgends kaufen können. Die Dosis von 150 - 200µg halte ich durchaus für realistisch.

Allerdings ist die Empfindlichkeit für psychedelische Substanzen auch sehr individuell verschieden. Das gilt nicht nur für LSD, bei z.B. Psilocybin und Meskalin, kann man das auch beobachten. Manche Leute berichten ja sogar beim Kiffen von leicht-psychedelischen Effekten. Andere dagegen sind Hardheads und brauchen viel höhere Dosen.

Warum es kein Drugchecking gibt, dürfte klar sein - Gesetzeslage. Leider!
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Mao
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Re: LSD - Schwellendosis

21. Apr 2008, 17:42

http://www.erowid.org/chemicals/lsd/lsd_history5.shtml

Diese Analysen waren eigentlich der Grund, weswegen ich im Allgemeinen meine Vorstellungen bezüglich der durchschnitlichen Dosierungen sehr stark nach unten korrigiert hatte, da es so extrem gegenteilig zu dem ist, was man oftmals auch von "seriösen" Verkaufsquellen über die Dosierung hört.
Im Eve & Rave gibt es zudem diese ominösen Tests aus Spanien, deren Ergebnisse auch sehr "niedrige" Dosierungen vorweisen.

Ob das nun repräsentativ ist, vermag ich nicht zu beurteilen, aber ich dachte eigentlich, dass gerade in den sechziger/siebziger Jahren verhältnismäßig deutlich stärker dosierte Träger im Umlauf waren als heutzutage. Diese Ergebnisse würden dem wohl deutlich wiedersprechen...

Weiß jemand noch weitere Quellen mit Testergebnissen?

peace Mao
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Leary
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Re: LSD - Schwellendosis

21. Apr 2008, 19:58

Antonio Peri hat geschrieben:Manche Leute berichten ja sogar beim Kiffen von leicht-psychedelischen Effekten.
Was sich meiner Erahrung nach dann leider doch recht schnell relativiert wenn man öfter mal kifft...

Meine ersten beiden Erfahrungen hingegen waren sowas von psychedelisch, das hatte ich noch nie elebt, der erste war :angst: :nene: :klug: der zweite dann :herzen: :herzen: :herzen:

Tja, leider war es danach nie wieder annähernd so intensiv *schnüff*
„Verbrennen musst du dich wollen in deiner eignen Flamme: wie wolltest du neu werden, wenn du nicht erst Asche geworden bist!“

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vik
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Re: LSD - Schwellendosis

21. Apr 2008, 22:18

Hmm, also bei mir wirkt so ziemlich jede Tüte von gutem Gras psychedelisch.
Wenn ich einen rauch und mich ins Bett lege, habe ich immer CEV's, stark veränderte, teils unkontrollierte Gedankengänge und emotionale Entladungen.

Natürlich nicht mit den ersten Tüten zu vergleichen, da hab ich ganze Menschen halluziniert! Waren sehr krasse Erlebnisse, Bäume, die zur Musik tanzten, aufgesplittete Realitäten und monströse Lachflashs :strubbel:

Hmm, das schreit mal wieder nach ner Tüte :joint:

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Erraphex
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Re: LSD - Schwellendosis

22. Apr 2008, 04:39

Wollt ihr das nicht lieber unter http://www.pantorise.net/viewtopic.php?f=24&t=59 diskutieren? Ist ja schon offtopic.
Mao hat geschrieben: Ob das nun repräsentativ ist, vermag ich nicht zu beurteilen, aber ich dachte eigentlich, dass gerade in den sechziger/siebziger Jahren verhältnismäßig deutlich stärker dosierte Träger im Umlauf waren als heutzutage. Diese Ergebnisse würden dem wohl deutlich wiedersprechen...
Im großen und ganzen waren sie das wohl auch. Die meisten(?) Pappen sind heute ja auch eher gering dosiert. Trotzdem gibt es eben auch Pappen die bedeutend höher dosiert sind.
Mao hat geschrieben: Weiß jemand noch weitere Quellen mit Testergebnissen?
Ich bin mal über ein paar Testergebnisse gestolpert die auch Dosen über 100µg festgestellt haben. Aber keine Ahnung mehr wo das gewesen sein könnte. ;)

Würde mich aber auch interessieren.
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Re: LSD - Schwellendosis

22. Apr 2008, 12:27

gibt so ne holländische seite, die die durchschnittswerte für pappen veröffentlichen (name weiss ich leider grad nimmer)... das war 2006 en bissl unter 100µg... von dem her kann man schon sagen, dass zumindest die in NL getesteten pappen schon recht stark waren...
Hab Spaß am Leben! Denn wer nicht lebt ist selber schuld!

... eigentlich macht irgendwie den satz kaputt!

draghkar

Re: LSD - Schwellendosis

23. Apr 2008, 22:47

hm wenn sich ein durchschnittlicher mittelwert als schwellendosis ermitteln liesse weiss man ja trotzdem noch nicht wieviel auf den pappen drauf ist die einem zur verfügung stünden

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Erraphex
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Re: LSD - Schwellendosis

24. Apr 2008, 04:58

draghkar hat geschrieben:hm wenn sich ein durchschnittlicher mittelwert als schwellendosis ermitteln liesse weiss man ja trotzdem noch nicht wieviel auf den pappen drauf ist die einem zur verfügung stünden
Man kann auf diese Art und Weise die Dosis nur schätzen. Du nimmst eine Pappe und teilst sie zum Beispiel in 10 Teile. Jetzt testest du einen Teil. Wenn du eine Wirkung verspürst liegt die Dosis dieses 1/10 überhalb der Schwellendosis womit die Gesamtdosis mindestens ~200µg (wenn man von einem Treshhold von 20µg ausgeht - siehe erowid) beträgt. Jetzt könntest du 1/10 noch halbieren und nach Abbau der Toleranz einen weiteren Versuch starten um so die Dosis weiter einzugrenzen...
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Re: LSD - Schwellendosis

7. Jun 2008, 21:40

Im Buch "TIHKAL" gibts eine Story, wonach ein Assistent in einem Labor, wo die Wirkung von Drogen auf Fische untersucht wurde, ein paar Kristalle einer Substanz probiert hat, die seiner Meinung nach Psylocibin waren, aber tatsächlich LSD waren :lol:
Es soll sich bloss um einige wenige Mikrogramm gehandelt haben, aber der Nachmittag war für den Assistanten ganz lustig...
Die Tanks der nahegelenen Chemiefabrik waren reife Melonen, die Rohrleitungen waren Spaghetti, die weissgekittelten Arbeiter waren Köche, die ein Festbankett anrichteten...
Er hat seitdem nie wieder LSD genommen

Will damit sagen, dass auch sehr wenig einer psychedelischen Droge relativ heftig wirken kann
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Re: LSD - Schwellendosis

22. Dez 2008, 09:51

@Tritylius: Das war in Shulgins »Pihkal«. ;)
Wievield er arme Laborassistent da nun erwischt hat, wird schwer irgendjemand genau sagen können. Aber ich schätze mal, dass es schon 30-50uq gewesen sein können. Immerhin sagte er auch, es habe leicht bitter geschmeckt.
"if we are able to give priority to the meditation then all else will eventually fall into place on its own accord"

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